Säule 1: Energie- und CO2-Einsparung

Um möglichst viele klimaschädliche Emissionen zu vermeiden, verringern wir in erster Linie unseren Energieverbrauch, wo immer wir können. Langfristiges Ziel ist hier eine Reduktion um 30 Prozent im Netzbetrieb und um 10 Prozent an den Bürostandorten bis 2015 im Vergleich zu 2007.

Senkung des Energieverbrauchs unserer Mobilfunkstationen

Als wichtigen Ansatzpunkt bei der Bereitstellung unseres Telekommunikationsnetzwerks haben wir den Energieverbrauch unserer knapp 20.000 Mobilfunkstandorte und der weiteren Netzwerkeinrichtungen im ganzen Bundesgebiet identifiziert: Dieser macht mit mehr als 87 Prozent den Großteil unseres Energieverbrauchs aus. Um diesen zu verringern, tauschen wir seit Mitte 2008 vielerorts unsere alten Basisstationen aus und ersetzen sie durch energiesparendere Einheiten. In Süddeutschland wurden bis Ende 2008 bereits 2.436 GSM-Basisstationen des Herstellers Huawei aufgebaut. Diese haben je nach Auslastung eine um 300 Watt geringere Leistungsaufnahme. 2009 ersetzen wir weitere 2.500 Stationen. Durch diese Investition in modernste Netztechnologie sparen wir im Jahr 2009 mehr als 9 Millionen Kilowattstunden Energie ein.

Zusätzlichen Strom sparen wir durch die Reduktion unserer Vermittlungsstellen. Diese wird ermöglicht durch den Umstieg auf hochintegrierte Netzwerktechnik. 2009 fallen für diesen Posten daher voraussichtlich 7,6 Millionen Kilowattstunden weniger Strom an als noch 2008.

Unser Stromverbrauch an Basisstationen hat sich gegenüber dem Vorjahr dennoch aufgrund der Bereitstellung neuer Basisstationen erhöht, um das O2 Netz für unsere Kunden noch weiter auszubauen. Bis Ende des Jahres soll der Stromverbrauch im Vergleich zu 2007 um 2 Prozent pro SIM-Karte sinken.

Energieeffizienz in unseren Büros und Shops

In unseren Büros, Call-Centern und Shops wollen wir so viel Energie einsparen wie nur möglich - 2009 zunächst 2 Prozent pro Mitarbeiter im Vergleich zu 2007. Das Gebäudemanagement unserer Büroimmobilien trägt einen Teil zur Energieeinsparung bei. So sorgt zum Beispiel ein automatisch gesteuerter Sonnenschutz im Sommer dafür, dass die Büros sich nicht unnötig aufheizen - die Kühldecken im O2 Tower in München werden somit unter möglichst geringer Leistung betrieben. Am Abend schaltet das Gebäudemanagement dort die gesamte Beleuchtung zentral ab. Was unsere Büroausstattung anbetrifft, so versuchen wir sie so energieeffizient wie möglich zu gestalten. So verbrauchen etwa alle neu angeschafften Notebooks für die Mitarbeiter rund 30 Prozent weniger Strom als die Vorgängermodelle.
Geltungsbereich: Telefónica O2 Germany GmbH & Co. OHG
Im Vergleich zum Vorjahr haben wir im Jahr 2008 über unsere Umweltdatenbank 19,5 Prozent Strom mehr erfasst. Dies ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass wir unser Netz weiter ausgebaut haben.

Beitrag unserer Mitarbeiter und Kunden

Die Voraussetzungen zur Einsparung von Energie kann O2 schaffen. Energie im Büroalltag letztendlich einsparen können nur unsere Mitarbeiter. Kleine Aktionen, die in der Summe eine große Wirkung haben, sind hier besonders wichtig: Abschalten von Monitoren über Nacht, Abschaltung des Lichts über Mittag oder Ausstecken des Ladegerätes nach Laden des Akkus.

Möglichst wenige Reisen

Unsere Mitarbeiter sind viel unterwegs - zum Beispiel für die Instandhaltung unserer Netzwerke oder auf dem Weg zu Besprechungen. Wo möglich versuchen wir, Reisen ganz zu vermeiden. So arbeiten wir mit unserer internen Kommunikation darauf hin, dass Mitarbeiter verstärkt Telefon- und Videokonferenzen im Unternehmen nutzen - auch mit dem Verweis auf die höhere Umweltfreundlichkeit. Unsere Richtlinie haben wir durch eine Aufforderung ergänzt, vor jeder anstehenden Geschäftsreise zu überprüfen, ob der Mitarbeiter denselben Effekt nicht auch mit einer Audio-, Video- oder Webkonferenz erzielen kann. So sind Einsparungen von Diesel, Benzin und Kerosin möglich. Mehr als 30.000 Stunden haben unsere Mitarbeiter 2008 in Telefonkonferenzen verbracht. Diese Konferenzen haben einen Teil unserer Reisen ersetzt. Während die Anzahl der per Flugzeug zurückgelegten Kilometer gesunken ist, ist der Zahl von Kilometern mit gemieteten Fahrzeugen gestiegen.

Bei den unerlässlichen Reisen achten wir darauf, diese, auch aus Kostengründen, möglichst klimafreundlich zu gestalten. So achten wir beim Leasing von Firmenwagen auf sparsame Motoren und Modelle mit geringem CO2-Ausstoß. Außerdem motivieren wir unsere Mitarbeiter durch Fahrtkostenzuschüsse zur Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel für den Weg zur Arbeit. Wir setzen ganz bewusst auf den Beitrag unserer Mitarbeiter und Kunden, denn nur wenn alle mitmachen, können die weltweiten CO2-Emissionen in ausreichendem Maße gesenkt werden.
Geltungsbereich: Telefónica O2 Germany GmbH & Co. OHG
Über 22 Mio. km haben unsere Mitarbeiter mit fremden Verkehrsmitteln zurückgelegt - den Großteil davon mit dem Flugzeug. Im Jahr 2008 sind die mit dem Flugzeug zurückgelegten Kilometer im Vergleich zum Vorjahr jedoch weiter gesunken - zugunsten von Fahrten mit Mietwagen und der umweltfreundlichen Bahn.
Geltungsbereich: Telefónica O2 Germany GmbH & Co. OHG
Im Jahr 2008 verbrauchten wir 2.331.120 Liter Diesel und Benzin. 49 Prozent der Kraftstoffe werden für die Instandhaltung unserer Netzwerke verbraucht, die restlichen 51 Prozent für Fahrten unserer Mitarbeiter im Vertrieb und zu den Shops.

Mehr grüner Strom

Den Strom, den wir nicht einsparen können, wollen wir aus erneuerbaren Energiequellen beziehen. Dieser hat eine weitaus bessere CO2-Bilanz als herkömmlicher Strom. Ende 2008 bezog O2 67 Prozent des Gesamtstrombedarfs aus erneuerbaren Quellen im Vergleich zu 59 Prozent im Vorjahr.
Geltungsbereich: Telefónica O2 Germany GmbH & Co. OHG
Ein Großteil unserer eigenen O2 Shops bezieht seit 2007 ausschließlich grünen Strom. Für das Mobilfunknetz bezieht O2 bereits 67 Prozent seiner Energieversorgung aus erneuerbaren Energiequellen. Für den Betrieb von über 12.700 unserer insgesamt fast 20.000 Mobilfunkstandorte kaufen wir 100 Prozent grünen Strom, gewonnen aus Wasserkraft. Die anderen Stationen werden zumindest anteilig mit grünem Strom betrieben. Für 2009 streben wir eine Anzahl von 16.000 Basisstationen an, die zu 100 Prozent mit Strom aus regenerativen Quellen betrieben werden.

Mehrkosten durch Einkauf von grünem Strom

Für O2 bedeutete die Umstellung auf Strom aus regenerativen Energien bei den Mobilfunkstandorten für das Jahr 2008 zusätzliche Kosten in Höhe von insgesamt rund 220.000 Euro im Vergleich zu Strom aus nicht-regenerativen Quellen. Ein Ansporn mehr, die Energieeffizienz weiter zu steigern und damit nicht nur Energie, sondern auch Kosten einzusparen.