Energieeffizienz als Hebel

Effizient mit Energie umzugehen ist ein zentraler Beitrag zur CO2- und Kostenreduktion. Das gilt nicht nur für unseren eigenen Betrieb. Auch unseren Kunden helfen wir dabei.

Den größten Hebel zur Reduktion unseres Energieverbrauchs stellt die Erhöhung der Energieeffizienz in unserem Netzwerk dar. Dieses haben wir in den vergangenen Jahren kontinuierlich ausgebaut. 2009 bestand es aus 27.376 Mobilfunkstationen: 17.168 für GSM und 10.208 für UMTS. Damit ist der Anteil, den unser Netz am gesamten Energiebedarf von Telefónica O2 Germany ausmacht, auf 89 Prozent gestiegen (2008: 87%).
Energie sparen im Netz
 Energieverbrauch 2007-2009
Netzausbau geht immer mit steigendem Energieverbrauch einher. Deshalb geht es vor allem darum, den spezifischen Verbrauch zu verringern. Da unser Netzausbau im Jahr 2009 aber schneller voranging als der Zugewinn neuer Kunden, stieg auch der spezifische Energieverbrauch. Deshalb achten wir auf die Maßnahmen, die den Energieverbrauch im Netz grundsätzlich verringern können. Im Jahr 2009 lag er bei 325.395.262 Kilowattstunden.

Beim Aufbau unserer Standorte verwenden wir besonders energieeffiziente Sendeeinheiten. In den vergangenen beiden Jahren haben wir an rund 5.000 Basisstationen (2.436 in 2008 und weitere 2.500 in 2009) alte Einheiten ausgetauscht und durch energiesparende Einheiten ersetzt. Je nach Auslastung des Netzes haben sie eine um 300 Watt geringere Leistungsaufnahme als die ursprünglichen Stationen. Insgesamt haben wir im Jahr 2009 damit 9 Mio. Kilowattstunden Strom gespart - ungefähr so viel wie 2.200 Europäer jährlich verbrauchen.

Ebenfalls modernisiert haben wir unsere Vermittlungsstellen. Dank modernster Netzwerktechnik verbrauchten sie im Jahr 2009 etwa 7,6 Mio. Kilowattstunden weniger Energie als in 2008.

Einige Tochtergesellschaften der Telefónica SA - insbesondere in Lateinamerika - haben bereits selbstversorgende Mobilfunkstationen errichtet. Diese generieren den von ihnen benötigten Strom durch Windkraft oder Solarpanel selbst. Auch in Deutschland haben wir geprüft, welche Möglichkeiten der Selbstversorgung unserer Mobilfunkstationen ökonomisch und ökologisch sinnvoll sind. Dabei hat sich jedoch gezeigt, dass die Investitionskosten derzeit noch höher liegen, als die zu erwartenden Einsparungsmöglichkeiten.
Energieeffiziente Produkte und Dienstleistungen anbieten
Auch wenn wir die Endgeräte nicht selbst herstellen, achten wir auf deren Energieeffizienz. Seit dem vergangenen Jahr bietet O2 etwa das SonyEricsson "GreenHeart" Handy an, das sowohl im Hinblick auf den Produktionsprozess als auch hinsichtlich des Produktdesigns Umweltauswirkungen reduziert. Nach Angaben des Herstellers reduziert sich der CO2-Footprint des Geräts durch die ergriffenen Maßnahmen um 15 Prozent. Zudem unterstützt O2 die 2010 in Kraft tretende EU-Verordnung, die strengere Grenzwerte für den Standby-Verbrauch von Handyladegeräten vorschreibt.

Wir entwickeln aber auch selbst Services, die helfen Emissionen zu verringern und Ressourcen zu schonen. So lassen sich beispielsweise durch die von uns vermittelten Telefonkonferenzen Geschäftsreisen vermeiden und beträchtliche Kosten sparen. Im kommenden Jahr werden wir ein ganzheitliches, über diese Maßnahmen hinausgehendes Konzept zur Energie- und CO2-Reduktion für unsere Produkte und Services erarbeiten. Es soll Bestandteil der ebenfalls in 2010 zu entwickelnden Klimastrategie von O2 sein.