
Da wir selbst keine Waren herstellen, ist unser wichtigster Hebel der Einkauf: Von unseren Lieferanten fordern wir eine klare Ausrichtung an Verantwortung und Nachhaltigkeit. Mit den von uns selbst eingesetzten Ressourcen gehen wir so sparsam wie möglich um.
Sende- und Vermittlungseinheiten für unser Mobilfunknetz, Mobiltelefone samt Zubehör, Computer, Drucker, Büromöbel, Batterien und Papier - das sind die Produkte, die wir regelmäßig einkaufen. Bei der Auswahl spielen nicht nur die Kosten eine Rolle. Wir wollen außerdem sicherstellen, dass die Herstellung der jeweiligen Produkte möglichst schonend für Umwelt und Gesellschaft gestaltet wird. Deshalb haben wir im Jahr 2008 Richtlinien zur ökologischen und ethischen Beschaffung festgelegt. Sie sind eine wichtige Grundlage für unseren Einkauf.
Was wir von Lieferanten erwarten
Unsere ökologische Einkaufsrichtlinie verlangt, dass unsere Zulieferer ein Umweltmanagementsystem implementieren, das mit der von O2 angewandten Zertifizierung nach
ISO 14001 ist die internationale Umweltmanagementnorm und legt weltweit anerkannte Anforderungen an das Umweltmanagementsystem in Unternehmen fest. Sie stellt eine allgemeine Anleitung dar, mit deren Hilfe Organisationen ein systematisches Umweltmanagement betreiben bzw. ein strukturiertes Umweltmanagementsystem aufbauen können.
Eng mit Lieferanten abstimmen
Im Jahr 2009 haben wir den Austausch mit unseren wichtigsten Lieferanten verstärkt. Bislang haben wir intensive Gespräche mit Zulieferern geführt, von denen wir etwa 20 Prozent unseres Einkaufsvolumens abdecken. 2010 setzen wir diesen Prozess fort, um auch den übrigen Top 10 Lieferanten unsere Geschäftsgrundsätze und die darin formulierten Anforderungen detailliert zu erklären.
Rohstoffe, die wir nicht selbst einkaufen
Wir sind uns aber gleichzeitig auch bewusst, dass die Problematik von Materialien wie Coltan und Tantal, die für die Herstellung von Mobilfunkgeräten wichtig sind, von diesen Anforderungen nur ungenügend erfasst werden. Coltan und Tantal sind wertvolle Rohstoffe, die vor allem aus Afrika stammen. Der Erlös fließt oft nicht den Ländern und deren Bevölkerung zu, sondern hilft vielfach, Bürgerkriege zu finanzieren.
Über unseren Mutterkonzern Telefónica SA setzen wir uns in den Branchen-Initiativen der Global e-Sustainability Initiative (GeSI) und der
Die Electronic Industry Citizenship Coalition (EICC) vereint die weltweit größten Unternehmen der Informations- und Telekommunikationsbranche und hat sich der Förderung eines industrieweiten Verhaltenskodexes zur Verbesserung der Arbeits- und Umweltbedingungen in den globalen Lieferketten für elektronische Güter verschreiben.
Papier bewusst nutzen
Bei unserem Papierverbrauch haben wir direkten Einfluss darauf, Rohstoffe wie Wasser und Holz zu schonen. Deswegen kaufen wir nur Papier, für dessen Herstellung ausschließlich Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft genutzt wurde. Nachgewiesen wird dies mit der PEFC-Zertifzierung (Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes).
Kraftstoffe sicher lagern
Die Generatoren, die für die Notstromversorgung unserer Büros und Kundencenter sorgen, werden mit Diesel betrieben. Insgesamt lagern wir etwa 38.200 Liter Dieselkraftstoff an mehreren Standorten. Zur Sicherheit sind alle 13 Tanks doppelwandig ausgelegt. Alle fünf Jahre werden sie vom Technischen Überwachungsverein (TÜV) auf Sicherheit überprüft. Wie in den Jahren davor gab es auch 2009 keinerlei Zwischenfälle.
Ozonschädigende Gase vermeiden
Unsere Mobilfunkstationen müssen dauerhaft gekühlt werden. Dafür sorgen Kältemittel wie beispielsweise Chlordifluormethan. Da es als ozonschädigend gilt, darf es seit 2000 nicht mehr neu verwendet, allenfalls noch in alten Anlagen genutzt werden. Bei der Modernisierung stellen wir die Anlagen deshalb auf Geräte ohne ozonschädigende Gase um und sorgen dafür, dass die alten Geräte klimaverträglich entsorgt werden, sprich durch Absaugung der Gase ein Höchstmaß an Klimaverträglichkeit gewahrt bleibt. Im Jahr 2009 haben wir 40 Geräte ausgetauscht, so dass noch 169 Klimaanlagen verbleiben, die mit Chlordifluormethan arbeiten.
Bezogen auf die Menge der klimaschädlichen Kühlsubstanzen sieht die Bilanz so aus: 2007 haben wir 834 Kilogramm genutzt. 2008 sank die Menge bereits auf 675 Kilogramm. 2009 schließlich haben wir sie auf 536 Kilogramm reduziert.
Wasser sparen
Als Telekommunikationsunternehmen ist unser Wasserverbrauch im Vergleich zu anderen Branchen gering. Verbraucht wird es nur in unseren Büros und Shops. 2008 haben wir den gesamten Wasserverbrauch von O2 analysiert. Grundlage dafür waren Hochrechnungen und Vergleichswerte. Danach haben wir in unseren Büros und unseren eigenen Shops insgesamt 71.961 Kubikmeter Wasser verwendet. 2009 ist unser Wasserverbrauch auf 63.172 Kubikmeter* gesunken. Unsere Büros befinden sich in modernen Gebäuden. Sie sind weitgehend auf Ressourcenschonung ausgerichtet. Beispielsweise verfügen sie über Wasser sparende WCs. Daher gibt es kaum noch weitere Möglichkeiten, den Wasserverbrauch zu reduzieren.
