Freiwillige Selbstverpflichtungen

Telefónica O2 Germany verfolgt das Ziel, Kindern und Jugendlichen frühzeitig einen verantwortungsvollen Umgang mit neuen Medien zu ermöglichen und sie zugleich vor den Risiken der modernen Kommunikationstechnologien zu schützen.
Dieses Ziel verfolgen wir im Einklang mit dem Gesetzgeber und sind verschiedene Selbstverpflichtungen eingegangen, mit denen wir uns nachdrücklich zu unserer Verantwortung und zum Schutz von Kindern und Jugendlichen bekennen.
Verhaltenskodex Jugendschutz Mobilfunk
Bereits 2005 hat sich O2 mit sieben anderen Unternehmen der Branche auf den "Recherche-Mappe   Verhaltenskodex Jugendschutz Mobilfunk" geeinigt. Mit diesem Kodex verpflichten wir uns zu verbindlichen Maßnahmen, die dafür sorgen sollen, dass Kinder und Jugendliche keine Inhalte wahrnehmen können, die sie in ihrer Entwicklung gefährden könnten. So regelt der Kodex beispielsweise, was im Hinblick auf den Jugendschutz bei der mobilen Nutzung von Chatrooms oder beim Herunterladen von Spielen und Videos zu beachten ist. Beispielsweise sind die Verträge zwischen Mobilfunkanbietern und Chatroom-Anbietern so zu gestalten, dass die Chatroom-Anbieter auf Probleme und Nutzeranfragen umgehend reagieren und illegale Beiträge bei Bekanntwerden gelöscht werden.

Die Unterzeichner - und damit auch O2 - haben sich zu einer ständigen Weiterentwicklung des Verhaltenskodex verpflichtet, um den Schutz von Kindern und Jugendlichen jederzeit an den schnellen technischen Fortschritt der Branche anpassen zu können. Nicht zuletzt regelt der Kodex die Aufgaben und Rechte der Jugendschutzbeauftragten der Mobilfunkanbieter. Sie stehen den Kunden und weiteren Interessierten für das Thema Jugendschutz als Ansprechpartner zur Verfügung. Bei der Vorbereitung und Gestaltung von neuen Produkten und Dienstleistungen im Unternehmen sowie bei allen Entscheidungen, die das Thema Jugendschutz berühren, werden sie ebenfalls einbezogen.
Selbstverpflichtung zum Jugendschutz im Mobilfunk
Die "Selbstverpflichtung zum Jugendschutz im Mobilfunk" haben wir im Jahr 2007 gemeinsam mit anderen Mobilfunkbetreibern im Rahmen eines "Runden Tisches" mit dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz erarbeitet. Dabei vertrat das Ministerium die Jugendministerien aller Bundesländer. Zu den wesentlichen Elementen der Selbstverpflichtung, die seit 2008 umgesetzt werden, gehören vor allem die Aufklärung der Nutzer über mögliche Gefahren, die Förderung von Medienkompetenz und die Einrichtung einer kostenfreien Jugendschutz-Hotline. Weiter verpflichten wir uns, unsere Kunden regelmäßig über das Thema Jugendschutz zu informieren.
Freiwillige Selbstkontrolle
Seit 2006 sind wir Mitglied im FSM (Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter). Der Verein wurde 1997 von Verbänden und Unternehmen der Online-Wirtschaft gegründet. Unter dem Dach der FSM setzen wir den "Verhaltenskodex Jugendschutz Mobilfunk" und die "Selbstverpflichtung zum Jugendschutz im Mobilfunk" um. Wir wollen so dazu beitragen, das Niveau des Jugendschutzes im Mobilfunk und bei Online-Diensten weiter zu verbessern. Auf der zentralen Website der FSM können sich Eltern und Lehrer über das Thema Jugendmedienschutz informieren.
Gemeinsam gegen Kindesmissbrauch
Im Februar 2008 rief die Global Trade Association for Mobile Operators (GSMA) eine Länder übergreifende Allianz gegen Kindesmissbrauch ins Leben. Sie will die Darstellung von sexuellem Missbrauch von Kindern im Internet bekämpfen. Telefónica S.A. ist Gründungsmitglied. Ziel der Initiative ist es, technische Maßnahmen zu ergreifen, um den Zugang zu bestimmten Websites zu verhindern. Diese müssen zuvor von den zuständigen Stellen identifiziert werden. In Großbritannien sperrt Telefónica O2 UK schon jetzt den Zugang zu Seiten, die Kindesmissbrauch darstellen. Dieses System soll mittelfristig auf alle Länder ausgeweitet werden, in denen Telefónica tätig ist. In Deutschland wurde im Jahr 2009 die Erschwerung des Zugangs zu kinderpornografischen Seiten intensiv gesetzlich und öffentlich diskutiert. Telefónica O2 Germany hat sich aktiv sowohl in der Arbeitsgruppe des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend als auch an der öffentlichen Diskussion beteiligt. Wir unterstützen jede Lösung, die dem Ziel eines wirksamen Kampfes gegen solche Inhalte förderlich ist. Wir wollen Prozesse entwickeln, um einschlägiges Material rasch von den Servern entfernen zu können. Voraussetzung dafür sind Hotlines, über die verdächtige Internetangebote gemeldet werden können.
Verhaltenskodex Mehrwertdienste
2006 haben wir den Recherche-Mappe   Verhaltenskodex Mehrwertdienste unterzeichnet. Als freiwillige Selbstverpflichtung legt dieser branchenweit Richtlinien für das Angebot von Mehrwertdiensten per SMS, MMS oder Web-basierten Diensten fest. Diese Initiative der Mobilfunkbranche soll für transparente Preise und Angebote sorgen und das Vertrauen in mobile Dienste steigern. Die Branche der Mobilfunk-, Dienste- und Inhalteanbieter hat den Kodex gemeinsam erarbeitet. 28 Unternehmen haben ihn bereits unterzeichnet.
Selbstverpflichtung beim Ausbau der Mobilfunknetze
Im September 2001 haben die Unternehmen der Branche mit den kommunalen Spitzenvertretern eine "Vereinbarung über den Informationsaustausch und die Beteiligung der Kommunen beim Ausbau der Mobilfunknetze" (die so genannte Verbändevereinbarung) geschlossen. Darin haben wir mit den Kommunen konkrete, über den rechtlichen Rahmen hinausgehende Mitwirkungsmöglichkeiten bei der regionalen Planung von Mobilfunkstandorten vereinbart.

Im Dezember 2001 haben wir zudem gegenüber der Bundesregierung eine freiwillige Selbstverpflichtung unterzeichnet. Ihr Titel sagt, worum es geht: "Maßnahmen zur Verbesserung von Sicherheit und Verbraucher- und Gesundheitsschutz, Information und vertrauensbildende Maßnahmen beim Ausbau der Mobilfunknetze". Wie in der Selbstverpflichtung zugesagt, informieren wir alle zwei Jahre auf Basis eines unabhängigen Gutachtens über die Entwicklung der darin vorgesehenen Maßnahmen. Die Selbstverpflichtung wurde im Juni 2008 von allen Unterzeichnern verlängert. Das 2009 in unserem Auftrag erstellte unabhängige Gutachten wird der Bundesregierung im zweiten Quartal 2010 übergeben. Die Gutachten der vergangenen Jahre können auf der Internetseite des Informationszentrums Mobilfunk www.izmf.de heruntergeladen werden.

Das Gutachten analysiert, wie wir die vier Kernpunkte der Selbstverpflichtung erfüllt haben:
die Kommunikation und Partizipation bei der Standortplanung und -entscheidung,
Verbraucherschutz und Verbraucherinformation,
Forschungsförderung sowie
das Monitoring mit den Schwerpunkten "Messung elektromagnetischer Felder" (EMF-Monitoring) und Standortdatenbank.
Umsetzung der Selbstverpflichtungen
O2 ist beiden Selbstverpflichtungen beim Ausbau der Mobilfunknetze im Jahr 2009 nachgekommen: Wir haben uns mit den Kommunen über den Netzausbau abgestimmt und die Verbraucher über SAR-Werte informiert. Informationen zu den SAR-Werten aller Mobiltelefone finden unsere Kunden im Shop und im Onlineportal: www.o2.de.

Informationen zu allen Sendeanlagen in Deutschland finden sich in der Standortdatenbank der Bundesnetzagentur: www.emf.bundesnetzagentur.de. Forschungsprojekte der Bundesregierung haben wir 2009 mit 83.334 Euro unterstützt. Umfassende Informationen zu den geförderten Projekten finden sich auf der Internetseite www.emf-forschungsprogramm.de