Grenzwerte und Forschung

Wir leisten unseren Beitrag zu einer unabhängigen Forschung und halten uns an die empfohlenen Grenzwerte.
Organisationen und Behörden wie die Weltgesundheitsorganisation, die Strahlenschutzkommission oder das Bundesamt für Strahlenschutz sind sich in ihrer Bewertung einig: Mobilfunk im Rahmen der in Deutschland geltenden Grenzwerte stellt keine Gefahr für die menschliche Gesundheit dar.
Wie Mobilfunk funktioniert
 So funktioniert ein Mobilfunknetz
Um Telefongespräche zu vermitteln und Daten zu übertragen, muss das Handy in Verbindung zu einer Mobilfunkstation stehen. Diese Verbindung geschieht über Funkwellen. Wissenschaftlich spricht man von hochfrequenten elektromagnetischen Feldern, zu denen auch Radiowellen gehören. Ein Anruf oder eine andere Datensendung wird von derjenigen Mobilfunkantenne aufgenommen, die die beste Verbindung mit dem sendenden Handy hat. Die Antenne leitet die Daten über Funk oder Kabelverbindungen an eine Vermittlungsstelle weiter. Diese setzt sich dann über eine geeignete Mobilfunk­antenne mit dem Empfänger in Verbindung.

Das Funknetzwerk setzt sich aus vielen einzelnen Mobilfunkzellen zusammen, deren Größe von der Dichte der Funkstationen abhängt: Je mehr Menschen an einem bestimmten Ort telefonieren, desto dichter muss das Netz dort sein. Durch einen kurzen Abstand zwischen Handy und Mobilfunkstation verbessert sich nicht nur die Qualität der Verbindung. Auch die Sendeleistung des Handys wird minimiert, und somit die Stärke der Funkwellen. Bei Telefónica O2 Germany ist dies durch die hohe Zahl von 25.500 Basisstationen garantiert.
Funkwellen gehören zum Alltag
Die für den Mobilfunk verwendeten Funkwellen sind Teil des elektromagnetischen Spektrums, zu dem auch Licht und Wärmestrahlung gehören. Seit etwa 100 Jahren werden Funkwellen für technologische Anwendungen eingesetzt, unter anderem für die Übertragung von Radio- und TV-Sendungen. Bei Funkwellen handelt es sich um so genannte nichtionisierende Strahlung. Ihre biologische Wirkung unterscheidet sich grundlegend von ionisierender Strahlung wie beispielsweise UV- oder Röntgenstrahlen.
Wissenschaftlich definierte Grenzwerte
Die Weltgesundheitsorganisation und Expertenkommissionen wie die deutsche Strahlenschutzkommission (SSK) des Bundesumweltministeriums haben auf Grundlage der bestehenden Forschung Grenzwerte für die elektromagnetischen Felder des Mobilfunks empfohlen. Alle Sendeanlagen von O2 und alle von uns vertriebenen Geräte unterschreiten diese verbindlichen Standards deutlich.
Der SAR-Wert
Die Funkwellen eines Handys werden teilweise vom Gewebe aufgenommen und in Wärme umgewandelt. Die Energiemenge, die der Körper dabei absorbiert, bezeichnet man als spezifische Absorptionsrate, kurz SAR. Der maximal erlaubte SAR-Wert, den eine Person beim Telefonieren aufnehmen darf, wurde von der Europäischen Union auf 2 W/kg festgelegt. Die Sicherstellung der Grenzwerteinhaltung erfolgt entsprechend der EN 50360 und 50361. Sie legen fest, welche Energiemenge der Kopf aufnehmen darf, wenn das Handy am Ohr des Telefonierenden ist. In der Praxis liegen die Recherche-Mappe   SAR-Werte deutlich unter den erlaubten Grenzwerten. Der Grund: Handys regeln ihre Sendeleistungen automatisch und minimieren sie bei Bedarf. Im UMTS-Modus führen Handys diese Sendeleistungsregelung besonders schnell und effektiv durch.
Unabhängige Forschung
Wissenschaftler untersuchen seit über 50 Jahren, ob elektromagnetische Wellen Einfluss auf die Gesundheit des Menschen haben können. O2 fördert die Forschung im Bereich Mobilfunk & Gesundheit und trägt aktiv dazu bei, die gewonnenen Erkenntnisse einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Seit 2001 haben wir uns mit rund zwei Mio. Euro an der Finanzierung des Deutschen Mobilfunk Forschungsprogramms (DMF) beteiligt. Das Programm wurde vom Bundesumweltministerium (BMU) initiiert und vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) umgesetzt und koordiniert. Wichtige Ergebnisse wurden im Juni 2008 gemeinsam mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vorgestellt. Der damalige Bundesumweltminister Sigmar Gabriel äußerte sich dazu wie folgt:
"Dieses breit angelegte Forschungsprogramm hat bestehende Befürchtungen zu möglichen Gesundheitsgefahren des Mobilfunks, die es in Teilen der Bevölkerung gibt, nicht bestätigt. Wir wissen jetzt sehr viel mehr über den Schutz der Grenzwerte. Wir werden aber trotzdem gezielt dort weiter forschen, wo wir noch Klärungsbedarf sehen. Das ist vor allem bei Kindern, die sehr empfindlich sind, der Fall und betrifft die Langzeitwirkungen bei Kindern und Erwachsenen."

Nach dem Abschluss des Deutschen Mobilfunk Forschungsprogramms haben die deutschen Mobilfunknetzbetreiber im Juni 2008 beschlossen, die freiwillige Selbstverpflichtung fortzusetzen und weitere Forschungsvorhaben zu möglichen Langzeitwirkungen der Handynutzung zu unterstützen. Im Jahr 2009 hat O2 der Forschungsgemeinsachft Funk e.V. 127.822 Euro und dem Bundesamt für Strahlenschutz 83.334 Euro zur Verfügung gestellt. Von 2009 bis 2011 werden wir uns insgesamt mit einem Beitrag in Höhe von 250.000 Euro beteiligen.
Expertengremien bewerten den Stand der Forschung
Verschiedene Gremien von Experten bewerten regelmäßig den Stand der umfangreichen Forschung. Die folgenden Zitate sind den Bewertungen der Gremien entnommen. Die jeweiligen Berichte können unter den angegeben Internetadressen heruntergeladen werden:

International Commission on Non-Ionizing Radiation Protection (ICNIRP, 2009): ".., it is the opinion of ICNIRP that the sientific literature published since the 1998 guidelines has provided no evidence of any adverse effects below the basic restrictions and does not necessitate an immediate revision of its guidance on limiting exposure to high frequency electromagnetic fields. ... Therefore, ICNIRP reconfirms the 1998 basic restrictions in the frequency range 100 kHz - 300 GHz until further notice."
Quelle: Statement on the Guidelines for limiting exposure to time-varying electric, magnetic and electromagnetic fields (up to 300 GHz):
www.icnirp.de/documents/StatementEMF.pdf

Strahlenschutzkommission (2008):

"Die durchgeführten Studien haben insgesamt die Hypothese nicht erhärten können, dass es "Elektrosensibilität" im Sinne einer wesentlich erhöhten Empfindlichkeit oder Wahrnehmungsfähigkeit der untersuchten Personen gegenüber elektromagnetischen Feldern gibt. Es konnten auch keine Belege gefunden werden, dass im Alltag auftretende elektromagnetische Felder mit unspezifischen Gesundheitsbeschwerden kausal verknüpft sind."
Quelle: Deutsches Mobilfunk Forschungsprogramm - Stellungnahme der Strahlenschutzkommission:
www.ssk.de/de/werke/2008/volltext/ssk0804.pdf

Weltgesundheitsorganisation (2006):

"Berücksichtigt man die sehr niedrigen Feldstärken und die bisher vorhandenen Forschungsergebnisse, lässt sich kein überzeugender wissenschaftlicher Beleg dafür finden, dass sich die schwachen HF-Signale von Basisstationen und drahtlosen Netzwerken nachteilig auf die menschliche Gesundheit auswirken."
Quelle: Fact Sheet 304
www.who.int/ionizing_radiation/pub_meet/factsheets/

Strahlenschutzkommission (2006):

"Aufgrund der Auswertung der wissenschaftlichen Literatur bis Oktober 2006 stellt die SSK fest, dass sich auch aus der neueren Literatur weder ein wissenschaftlich begründeter Verdacht auf eine genotoxische Wirkung von HF-Feldern noch ein wissenschaftlich begründeter Verdacht auf einen Einfluss von HF-Feldern auf die Genregulation ergibt. Die Ergebnisse der vorliegenden Studien geben daher insgesamt keinen Anlass, von einer gesundheitsgefährdenden Wirkung hochfrequenter elektromagnetischer Felder auf das Genom auszugehen und die geltenden Grenzwerte in Frage zu stellen."
Quelle: Wirkung hochfrequenter Felder auf das Genom: Genotoxizität und Genregulation, Verabschiedet auf der 213. Sitzung der SSK am 05./06.12.06
www.ssk.de/de/werke/2006/volltext/ssk0620.pdf
Weitere Informationen
Adresse
Beschreibung
Bundesamt für Strahlenschutz (BfS)
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU)
EMF-Datenbank der Bundesnetzagentur (BNetzA) mit Senderstandorten und Messwerten
Strahlenschutzkommission (SSK)
Deutsches Mobilfunk Forschungsprogramm
Forschungszentrum für elektromagnetische Umweltverträglichkeit an der RWTH Aachen
Forschungszentrum Jülich, Arbeitsgruppe Mensch, Umwelt, Technik
Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM)
Informationszentrum Mobilfunk e.V. (IZMF)
Internationales EMF Projekt der Weltgesundheitsorganisation (WHO)
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