VIAG Interkom startet GPRS als erster Netzbetreiber bundesweit

Berlin, 24.01.2001. Als erster deutscher Mobilfunkanbieter nimmt VIAG Interkom heute bundesweit den Datenübertragungsstandard GPRS (General Packet Radio Service) in Betrieb. GPRS wird ab sofort im E2-Netz den mobilen Zugang ins Internet beschleunigen und vereinfachen. Hans-Burghardt Ziermann, Geschäftsführer mobile von VIAG Interkom, auf der GPRS-Pressekonferenz des Unternehmens heute in Berlin: "Mit GPRS starten wir in die mobile Datenwelt. Das eröffnet den Kunden ungeahnte Nutzungsmöglichkeiten."
GPRS steht ab sofort allen VIAG Interkom-Vertragskunden automatisch zur Verfügung. Sie müssen sich weder anmelden noch fällt eine zusätzliche Grundgebühr an. Lediglich ein GPRS-fähiges Handy mit einem WAP-Browser ist für den neuen Datendienst nötig. Um Internet-Seiten aus dem Web aufzurufen, wird das GPRS-Endgerät beispielsweise mit einem Notebook oder einem kleinen Handcomputer verbunden. GPRS und WAP: Abrechnung nach Inhalt Als Trägerdienst bietet GPRS für die WAP-Nutzung neue Möglichkeiten: Always-On-Funktionalität, Abrechnung nach tatsächlicher Nutzung sowie ein schneller Verbindungsaufbau sind die Hauptvorteile der innovativen Mobilfunktechnik. WAP stellt für das Handy aufbereitete Textinformationen bereit und sorgt dafür, dass Kunden eingegangene E-Mails per Handy abrufen können. Darüber hinaus ermöglicht GPRS eine Art Standleitung zum WAP-Server. Der Kunde bezahlt lediglich die abgerufenen WAP-Seiten. Erst wenn per "Click" eine neue Seite aufgerufen und neue Daten übertragen werden, zahlt der Kunde 9 Pfennig pro übertragener Seite. Die "Abrechnung nach Inhalt" ist auch für zukünftige Premium Services geeignet, wie etwa aktuelle Börsennotizen, Unterhaltungsangebote oder standortabhängige Informationen. Die Dauer der Nutzung spielt dagegen keine Rolle. Wer beispielsweise über GPRS und WAP eine Nachricht von seinem E-Mail-Account liest und zurückmailt, zahlt nicht für das Lesen und Schreiben, sondern nur für den Vorgang des Versendens und Empfangens. Schnelle Verbindung ins Internet, Abrechnung nach Volumen Anwender, die per Notebook und GPRS-Handy das Internet nutzen, profitieren von hohen Datenraten. Die jetzt zur Verfügung stehenden Endgeräte von Motorola erlauben eine Datenübertragungsrate von 26,8 kbps. Dadurch wird das mobile Internet bereits in der ersten Stufe rund dreimal schneller als bisher. Eine weitere Innovation ist die Abrechnung nach Datenvolumen. Bei mobiler Internet-Nutzung, beispielsweise per Notebook und Handy, richten sich die Tarife hauptsächlich nach der übertragenen Datenmenge und zu einem geringen Teil nach der Online-Zeit. 10 KB kosten 9 Pfennig. Der Preis für die Online-Zeit beträgt 49 Pfennig pro Tag. Für Kunden, die das mobile Datenangebot intensiver nutzen, bietet VIAG Interkom ab dem 2. Quartal ein Tarifmodell mit einem Basispreis von 19,95 DM pro Monat an. Der Preis pro übertragenen 10 KB reduziert sich dann auf 6 Pfennig. Der sonst übliche Stand-by-Preis in Höhe von 49 Pfennig pro Tag entfällt hier. Interkom Online als Entwicklungsschmiede für mobile Multimedia Mobile Multimediadienste werden von der VIAG Interkom-Tochter Interkom Online entwickelt. Hans-Burghardt Ziermann kündigte für die CeBIT lokalisierte Dienste an: "Dadurch, dass wir wissen, wo unser Kunde sich aufhält, können wir ihm ortsbezogene Informationen geben und ihn mit einem Routenplaner zu seinem Ziel führen." Außerdem werde das Unternehmen auf der CeBIT Mobile Banking- und Mobile Commerce-Lösungen vorstellen.