Entwicklerplattform BlueVia öffnet API für Bezahlung

App-Inhalte über Telefónica-Schnittstelle mit der Handyrechnung bezahlen MÜNCHEN. Die Telefónica-Plattform BlueVia stellt ihren Software-Entwicklern eine weitere wichtige Funktion bereit: Über eine neue Schnittstelle ist nun auch die Bezahlung von Inhalten aus Smartphone-Apps und PC-Anwendungen möglich. Damit lassen sich beispielsweise digitale Zeitschriftenausgaben oder virtuelle Güter für Handyspiele abrechnen.
Die Beträge aus diesen sogenannten "In App Payments" werden automatisch über die Handyrechnung der Nutzer eingezogen. Die neue Payment API (Application Programming Interface) ist ab sofort in Deutschland und weiteren europäischen Ländern verfügbar. Die Entwickler von BlueVia-Applikationen können dadurch kostenpflichtige Zusatzangebote einbinden. Solche Verkäufe in Apps sind eine besonders attraktive Erlösquelle für Software-Anbieter. Das US-Marktforschungsunternehmen Distimo fand beispielsweise heraus, dass die In App Payments 72 Prozent der Einnahmen im App Store von Apple generieren - obwohl sie nur bei vier Prozent der Software angeboten werden.
Die neue API ist ein weiterer Schritt von BlueVia, seine Entwickler bei der Monetarisierung ihrer Apps zu unterstützen. Für die Zahlungsabwicklung arbeitet die Telefónica-Plattform mit BOKU zusammen, einem der weltweit führenden Dienstleister für Mobile Payment. "In App Payments sind nicht nur ein angesagtes Thema, sondern auch ein wichtiger Teil unserer Financial-Services-Strategie. Viele Studien zeigen, dass sie die Einnahmen von App-Entwicklern sehr steigern", erklärt Michiel van Eldik, Managing Director Wholesale and Partner Management von Telefónica Germany. "Die Abwicklung des Bezahlvorganges über die Mobilfunkrechnung ist der einfachste Weg und BlueVia ist der erste Anbieter, der auch kleineren Unternehmen und einzelnen Entwicklern diesen Service so unkompliziert bereitstellt." Mit BlueVia können Software-Entwickler sowohl Smartphone-Apps als auch Web-Services und Desktop-Anwendungen entwickeln und sie bald einem Großteil der 290 Millionen Telefónica-Kunden weltweit anbieten. Dabei dürfen sie nicht nur Funktionen der Mobilfunknetze wie SMS, MMS und Bezahlvorgänge nutzen, die ihnen bislang verwehrt waren - sie werden auch an den Einnahmen daraus beteiligt.

Umsatzbeteiligung für Inhalte-Anbieter und Software-Entwickler

Bei den neuen In App Payments gehen fast 80 Prozent des Umsatzes an die Inhalte-Anbieter und Software-Entwickler. Sie erzielen damit auch nach dem Verkauf ihrer App noch weitere kontinuierliche Einnahmen. Lang laufende Verträge oder große Mindestumsätze sind dafür nicht nötig. Man muss sich nur unter http://bluevia.com als Entwickler anmelden und seine Software zur Überprüfung und Freischaltung einreichen. Bernhard Walter, Marketing-Manager bei BlueVia, wird das globale API-Programm in seiner Keynote auf der MobileTech Conference 2011 vorstellen, die ab 13. September in Mainz stattfindet. Weitere Informationen dazu finden sich unter mobiletechcon.de/2011/keynotes/.
Telefónica Germany GmbH & Co. OHG gehört mit seinen Marken O2 und Alice zu Telefónica Europe und ist Teil des spanischen Telekommunikationskonzerns Telefónica S.A. Das Unternehmen bietet seinen Privat- wie Geschäftskunden in Deutschland Post- und Prepaid-Mobilfunkprodukte sowie innovative mobile Datendienste auf Basis der GPRS- und UMTS-Technologie an. Darüber hinaus stellt das Unternehmen als integrierter Kommunikationsanbieter auch DSL-Festnetztelefonie und Highspeed-Internet zur Verfügung. Laut Netztest 2010 der Fachzeitschrift connect (Ausgabe 12/10) ist das O2 Netz Spitzenreiter bei der Zuverlässigkeit von Datei-Downloads und geht auch in der Kategorie Telefonie als Sieger hervor. Im Gesamtergebnis belegt das Unternehmen den zweiten Platz. Telefónica Europe hat mehr als 57 Millionen Mobil- und Festnetzkunden in Großbritannien, Irland, der Tschechischen Republik, der Slowakei und Deutschland.