Ein digitaler Service, der Leben retten kann:Verbesserter Notruf für Kunden im O2 Netz

Notruf mit Ortungsfunktion für alle Kunden mit Android-Smartphones
Telefónica Deutschland unterstützt ab sofort das neue Notrufsystem AML (Advanced Mobile Location), das eine genaue Ortung von Hilfesuchenden erlaubt und im Ernstfall Leben retten kann. Von der neuen Technik profitieren grundsätzlich alle Kunden der Kernmarke O2 sowie aller weiteren Marken und Partnermarken von Telefónica Deutschland, die ein Endgerät mit Android-Betriebssystem besitzen. Der große Vorteil dieses neuen Notrufsystems: Bei AML übermittelt das Smartphone im Zuge der Kontaktaufnahme über die Notrufnummer 112 den genauen Standort des Anrufers automatisch und bis auf wenige Meter genau an die Rettungsleitstelle. AML-Daten basieren auf exakten GPS-Koordinaten und sind damit weitaus genauer als die bisherige grobe Ortung über Funkzellen. Die Rettungsdienste können damit die Position von Hilfesuchenden exakt bestimmen und damit noch schneller an den Einsatzort gelangen – denn bei Notrufen zählt jede Sekunde.
Credits: Telefónica Deutschland
Pia von Houwald
Gerade in ländlichen Gegenden kann dieser Dienst sehr hilfreich und zeitsparend sein. Wenn in der Nähe der Unfallstelle nicht unmittelbar ein Straßenschild zu finden ist, ist es für Kunden in einem Notfall schwierig, ihren genauen Standort zu beschreiben. Auch wenn Personen auf Autobahnen, im Wald oder an abgelegenen Orten verunglücken, ist es oft nicht möglich, den Rettungsdiensten die exakte Position zu nennen. O2 Kunden und Kunden aller weiteren Marken und Partnermarken von Telefonica Deutschland erhalten in solchen Ausnahmesituationen nun digitale Hilfe. „Das Wohlbefinden unserer Kunden steht für uns an erster Stelle. Mit unseren digitalen Services wollen wir den Alltag unserer Kunden kontinuierlich verbessern – nun helfen wir im Ernstfall sogar dabei, Leben zu retten“, so Pia von Houwald, Director B2P Digital Processes und Services bei Telefónica Deutschland. „Uns war es deshalb ein besonderes Anliegen, das neue Notrufsystem AML in unsere Systeme zu integrieren. Das Zusammenspiel zwischen Netzbetreibern, Leitstellen sowie Endgeräte- und Softwareherstellern zeigt, wie die digitale Transformation konkreten Mehrwert für Verbraucher schaffen kann.“

O2 Netz leitet Retter gezielt zum Unfallort

Sobald Kunden die Notrufnummer 112 wählen, wird der Standortdienst (GPS) im Smartphone aktiviert und die Position an die zuständige Leitstelle übermittelt
Telefónica Deutschland hat das neue AML-Notrufsystem bereits in ihren Systemen freigeschaltet. In Zusammenarbeit mit den Rettungsleitstellen und den deutschen Netzbetreibern wurde das System im September 2019 bundesweit gestartet. Aufseiten der Behörden betreiben die Integrierte Leitstelle Freiburg-Breisgau Hochschwarzwald sowie die Berliner Feuerwehr den zentralen AML-Endpunkt. Der AML-Service wird nun sukzessive in allen rund 250 deutschen Rettungsleitstellen implementiert, die den Notruf 112 entgegennehmen. Bereits heute kann rund ein Drittel aller Leitstellen die AML-Daten von Mobilfunkkunden empfangen. Das AML-System ist ein integrierter Service, keine eigene App. Kunden müssen also keine Anwendung installieren oder anderweitig aktiv werden. Sobald sie die Notrufnummer 112 wählen, wird der Standortdienst (GPS) im Smartphone automatisch aktiviert und die genaue Position direkt an die zuständige Leitstelle übermittelt. Die Standortübermittlung ist für alle Mobilfunkkunden kostenfrei. AML ist auf allen Smartphones mit dem Google Betriebssystem Android ab der Version 4.0 integriert, sofern die Google Play Services installiert sind. Bei Google heißt der AML-Service Android Emergency Location Service (ELS).

Datenschutzkonforme Umsetzung

Auch in puncto Datenschutz sind Mobilfunkkunden bestens abgesichert: Google hat das Konzept so entwickelt, dass Standortdaten nur übermittelt werden, wenn der Smartphone-Nutzer die Notrufnummer 112 wählt. Die Daten werden nur eine Stunde lang im zentralen AML-Endpunkt gespeichert und danach endgültig gelöscht. Dann stehen sie nur noch der zuständigen Leitstelle zur Verfügung. Das Konzept wurde ausgiebig von einer Arbeitsgruppe der Datenschutzkonferenz, einem Gremium der unabhängigen deutschen Datenschutzaufsichtsbehörden des Bundes und der Länder, geprüft.

Autor: Florian Streicher

Florian Streicher ist Pressesprecher für das Thema Netz und für die Partnermarken (B2P) von Telefónica Deutschland. Er ist seit 2017 im Bereich Product & Technology Communications tätig. Dort kümmert er sich kommunikativ unter anderem um den Netzausbau, Innovationsthemen sowie Neuigkeiten einzelner Partnermarken.

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