Revolution durch flexible Displays:Smartphones zum Einrollen und Falten

Credits: Shutterstock, Peter Sobolev
Die Bildschirme der Zukunft werden biegbar sein. Sie stellen eine neue Methode dar, um mit der Technologie zu interagieren. Hersteller wie Samsung, Sony und LG stellten in diesem Jahr schon auf mehreren Messen interessante Prototypen von flexiblen Displays vor. Sie sind dazu bestimmt, unsere derzeitige Sicht auf mobile Endgeräte wie Telefone und Tablets zu revolutionieren. Schon die Präsentation von Samsung auf der diesjährigen Consumer Electronics Show im Januar war beeindruckend: Auf seinem Display Youm konnte man die Präsentation verfolgen und hat zugleich einen Eindruck von den Möglichkeiten dieses innovativen Konzepts bekommen. Die Idee ist aber nicht neu: Bereits 2010 hatte Sony als erster Hersteller ein flexibles Display (ohne Touch-Funktion) angekündigt, das sich um einen Stift wickeln lässt. Auch Nokia präsentierte 2011 ein biegsames Handy, das man falten und drehen kann. Und auch Apple ließ erst kürzlich ein Gerät patentieren, das ein höchst biegsames 3D-Display ohne Tasten aufweist.
Dieser Artikel stammt aus SOMOS, dem Magazin für die Mitarbeiter von Telefónica. Unser Autor ist Guillermo Baranda, Online Communications Manager bei Telefónica, S.A. An Telefónicas Hauptsitz in Madrid ist er für die Online-Kanäle des Konzerns zuständig.

Knicken und Falten: Neuartige Interaktion mit Technik

Das Erstaunliche an dieser neuen Art von Displays ist, dass sie gefaltet und gedreht werden können, ohne einen Schaden zu erleiden oder die Bildqualität zu beeinträchtigen. Darüber hinaus könnte das Gewicht auf wenige Gramm reduziert werden. Handys und Tablets der Zukunft dürften dann so dünn wie ein Papierblatt sein, damit man sie bequem in den verschiedensten Formen mitnehmen kann. So können sich die Geräte den verschiedensten Bedürfnissen anpassen, sie lassen sich auch in Kleidung integrieren oder als Accessoires wie Armbänder oder andere Schmuckstücke tragen. Außerdem könnten bestimmte Arten, das Display zu falten, von den Betriebssystemen registriert werden. Sie dürften damit vordefinierte Funktion aktivieren, wie das Vergrößern eines Bildes oder den Wechsel zu anderen Anwendungen. Der Stromverbrauch dieser flexiblen Displays wird wahrscheinlich sehr niedrig sein. Das ermöglicht die Nutzung von winzigen Akkus und ebnet den Weg für vollkommen neue Formen von Mobilgeräten. Die Forscher im kanadischen Human Media Lab arbeiten sogar schon daran, dass sich die flexiblen Displays bewegen und ihre Form ändern, wenn eine Nachricht eintrifft oder der Kalender an einen Termin erinnert. Die digitale Zeitung der Zukunft rollt sich dann selbst ein, solang sie nicht gelesen wird.
Foto 1: Peter Sobolev / Shutterstock.com

Autor: Markus Oliver Göbel

Markus Oliver Göbel war bis September 2019 Senior Public Relations Manager und Pressesprecher für das Telefónica BASECAMP. Davor arbeitete er bei Telefónica Deutschland als Pressesprecher für Innovationen, B2B, Netztechnik, Startups und Social Media. Der Diplom-Journalist absolvierte die Deutsche Journalistenschule und schrieb viele Jahre für FTD, DIE ZEIT, Wirtschaftswoche und andere große Medien. Außerdem auch für bekannte Blogs wie TechCrunch oder News-Websites wie AreaMobile und Heise Online.