EU-Vorgabe erfüllt:Telefónica Deutschland setzt mit Frequenzüberlassung an 1&1 Drillisch weitere Fusionsauflage der EU-Kommission um

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-Telefónica erfüllt mit Frequenzüberlassung weitere EU-Auflage
-Telefónica behält auch zukünftig starke Spektrumausstattung für laufenden Netzausbau
-Kein kommerzieller Einfluss auf Geschäftsentwicklung und Geschäftsmodell
Credits: Telefónica Deutschland
Telefónica versorgt mehr als 45 Millionen Mobilfunkkunden mit einem hochmodernen und leistungsfähigen Netz.
Telefónica Deutschland wird ein Frequenzpaket von 2x 10 MHz im kurzwelligen Frequenzbereich bei 2,6 Gigahertz (GHz) an 1&1 Drillisch bis zum Ende der Frequenzlaufzeit Ende 2025 überlassen. Im Gegenzug erhält Telefónica ein jährliches Nutzungsentgelt. Darauf haben sich die beiden Unternehmen jetzt vertraglich geeinigt. Die Frequenzüberlassung steht noch unter dem offiziellen Genehmigungsvorbehalt der Bundesnetzagentur. Die auf einer EU-Vorgabe basierenden Pläne wurden jedoch bereits vorab von der Bundesnetzagentur sowie der Europäischen Kommission geprüft. Telefónica Deutschland erfüllt damit eine weitere Auflage der Europäischen Kommission in Folge des 2014 vollzogenen Zusammenschlusses mit E-Plus. Zudem nutzt Telefónica die Gelegenheit, einen kleinen Teil seiner Nahversorgungs-Frequenzen zu monetarisieren. Telefónica Deutschland verfügt auch nach der Überlassung weiterhin über eine im Wettbewerbsvergleich starke Frequenzausstattung von über 300 MHz, um seine mehr als 45 Millionen Mobilfunkkunden mit einem hochmodernen und leistungsfähigen Netz zu versorgen.

Telefónica erfüllt EU-Vorgaben

Seit dem Zusammenschluss mit E-Plus hat Telefónica Deutschland alle erforderlichen Auflagen der EU umgesetzt. Dem 2014 geschlossenen, sogenannten MBA/MVNO-Abkommen mit 1&1 Drillisch („Mobile Bitstream Access“/“Mobile Virtual Network Operator“) kommt dabei eine zentrale Rolle zu. Es legt im Kern fest, dass das Unternehmen bis zu 30 Prozent der Netzkapazität von Telefónica Deutschland nutzen kann. Die EU-Auflagen sahen zudem vor, dass ein MBA MVNO sich zum Betreiber eines eigenständigen Netzes weiterentwickeln kann und dafür im Rahmen der EU-Auflage aus dem Zusammenschluss von Telefónica und E-Plus ein definiertes Paket an Frequenzen von Telefónica Deutschland erwerben kann. Es ist bekannt, dass 1&1 Drillisch Frequenzen in der Auktion 2019 als Basis für einen Aufbau eines eigenständigen vierten Netzes in Deutschland erworben hat. Vor diesem Hintergrund steht das nun geschlossene Überlassungsabkommen.

Frequenztransaktion ohne Einfluss auf Netzausbauplanungen

Der von Telefónica Deutschland geplante Aus- und Aufbau des 4G- und 5G-Netzes lässt sich mit der weiterhin bestehenden umfassenden Frequenzausstattung wie geplant umsetzen. Telefónica Deutschland treibt seit Monaten mit Hochdruck seine Offensive im Netzausbau voran. Derzeit wird im O2 Netz alle 50 Minuten ein neues LTE-Element in Betrieb genommen oder aufgerüstet. Von Januar bis Oktober wurden über 7.000 neue LTE-Aufrüstungen umgesetzt und mehr als drei Millionen Menschen zusätzlich mit LTE versorgt. Für die kommenden Jahre hat das Unternehmen jüngst eine umfassende Investitionsoffensive in den Netzausbau angekündigt. So soll die Taktzahl im LTE-Ausbau in 2020 noch einmal erhöht werden und auf über 10.000 neue LTE Elemente anwachsen. Bei 5G startet Telefónica 2020 in den fünf größten Städten des Landes und wird bis 2022 rund 16 Millionen Menschen mit 5G versorgen können.

Option auf National Roaming im Telefónica Netz

Die jetzt angekündigte Frequenzüberlassung ist bedingende Voraussetzung für 1&1 Drillisch, die bisherige kapazitätsbezogene Regelung zur Nutzung des Telefónica Deutschland Netzes als MBA MVNO in ein kapazitätsbezogenes National Roaming umwandeln zu können. Die sich aus einer solchen Umwandlung ergebende Fortsetzung der langjährigen Netz-Partnerschaft beider Unternehmen würde Telefónica Deutschland auch weiterhin anhaltende Erlöse aus der Kooperation sichern.

Autor: Katja Hauß

Katja Hauß ist Pressesprecherin für Regulierungs- und Rechtsthemen sowie für den Customer Service. Sie ist seit 2005 im Bereich Corporate Communications von Telefónica Deutschland tätig. Dort hat sie zuerst in der internen Kommunikation verschiedene Kanäle verantwortet und anschließend in der Pressestelle große Kommunikationsprojekte wie den Börsengang, den Zusammenschluss mit E-Plus oder die Frequenzauktion 2019 maßgeblich mitgestaltet.

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