Zwischenmitteilung zum dritten Quartal 2020 von Telefónica Deutschland / O2:Umsatz und Ergebnis steigen leicht

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-Telefónica Deutschland / O2 steigert während gesamtwirtschaftlicher Rezession Umsatz und Betriebsergebnis leicht
-Erfolgreicher Abschluss der Telxius-Transaktion führt zu Sondereffekt von 407 Millionen Euro und erstem positiven Nettoergebnis seit 2016
-Zahl der Vertragsanschlüsse im Mobilfunk wächst um 308.000 insbesondere dank starker Nachfrage nach Tarifen der Kernmarke O2
-Investitionen von 251 Millionen Euro wie im zweiten Quartal vor allem ins Netz: Knapp 6.000 4G-Stationen seit Jahresbeginn installiert – 5G gestartet
-Finanzieller Ausblick für das Gesamtjahr 2020 bestätigt
-CEO Markus Haas: „Wir haben uns im dritten Quartal erneut robust entwickelt. Unser Kerngeschäft erweist sich inmitten einer gesamtwirtschaftlichen Rezession als sehr widerstandsfähig. Wir sind zuversichtlich, dass wir im Gesamtjahr unsere Ziele erreichen, auf die wir uns schon vor Ausbruch der Pandemie festgelegt haben.“
Credits: Telefónica Deutschland
Vorstandsvorsitzender Markus Haas
Die Geschäfte von Telefónica Deutschland / O2 haben sich im dritten Quartal positiv entwickelt. Dank hohem Kundeninteresse vor allem an Mobilfunk-Tarifen der Kernmarke O2 sowie nach Festnetzangeboten konnte das Unternehmen Umsatz sowie operatives Ergebnis (OIBDA) leicht steigern. Im Mobilfunk zeigte sich neben einer guten Entwicklung bei den Vertragsanschlüssen auch eine positive saisonale Entwicklung in der Nachfrage nach Prepaid-Tarifen. Das Unternehmen ist damit auf Kurs, die selbstgesteckten Ziele für das Gesamtjahr zu erreichen. CEO Markus Haas: „Wir haben uns im dritten Quartal erneut robust entwickelt. Unser Kerngeschäft erweist sich inmitten einer gesamtwirtschaftlichen Rezession als sehr widerstandsfähig. Wir sind zuversichtlich, dass wir im Gesamtjahr unsere Ziele erreichen, auf die wir uns schon vor Ausbruch der Pandemie festgelegt haben.“

Weiter starkes Wachstum bei Mobilfunkanschlüssen

Große Nachfrage nach Tarifen
In den abgelaufenen drei Monaten konnte Telefónica Deutschland / O2 ein starkes Kundenwachstum im Mobilfunk verzeichnen. Seit Anfang Juli erhöhte sich die Zahl der Vertragsanschlüsse im Mobilfunk (Postpaid) um 308.000. Grund dafür war vor allem die Nachfrage nach O2 Tarifen. Zudem lag die Abwanderungsrate (Churn) auf einem historisch niedrigen Niveau von durchschnittlich 1,4 Prozent pro Monat. Bei der Marke O2 lag der Churn mit 1 Prozent sogar noch niedriger. Diese Entwicklung ist unter anderem auf eine anhaltende Verbesserung bei der Kundenzufriedenheit bezüglich der Netzqualität und des Service zurückzuführen. Auch im Geschäftskundensegment waren deutliche Zuwächse zu verzeichnen. Auch im Prepaid-Segment gab es saisonal bedingt eine hohe Nachfrage und erstmals seit 15 Monaten wieder Zuwächse. Die Zahl dieser Anschlüsse erhöhte sich um 208.000 im abgelaufenen Quartal. In Summe wuchs die Zahl der Mobilfunkanschlüsse auf 44 Millionen an, wovon 42,7 Millionen von Menschen genutzt wurden. Rechnerisch nutzt somit jeder zweite in Deutschland das Netz von O2. Auch im Festnetz setzte sich das Wachstum fort. Besonders schnelle VDSL-Anschlüsse stießen auf großes Interesse. Ihre Zahl stieg um 33.500 an. Insgesamt nutzten 2,25 Million Kunden Breitbandfestnetzangebote von O2, was einem Plus von 2,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal entspricht.

Umsatz entwickelt sich dank O2 Tarifen und Festnetz positiv

Auf Wachstumskurs
Der Umsatz von Telefónica Deutschland / O2 stieg im dritten Quartal leicht um 0,4 Prozent auf 1,87 Milliarden Euro. Die Erlöse mit Mobilfunkdienstleistungen hielten sich auch während der Pandemie mit 1,36 Milliarden Euro auf dem Niveau des Vorjahresquartals. Der Umsatz mit Endgeräten verringerte sich um 2,1 Prozent auf 311 Millionen Euro, da einige neue Modellgenerationen später auf den Markt kamen als im Vorjahr. Die Umsätze mit Festnetzprodukten stiegen gegenüber dem dritten Quartal 2019 um 6,7 Prozent auf 198 Millionen Euro. Negative Effekte der COVID-19-Krise in Höhe von 30 Millionen Euro, die vor allem aus dem weiterhin eingeschränkten internationalen Roaming kommen, konnte das Unternehmen in Summe somit kompensieren und dennoch ein Umsatzplus ausweisen. Ohne diese Effekte wäre der Mobilfunkserviceumsatz im Quartal um 2,0 Prozent gestiegen.

Betriebsergebnis wächst dank profitabler Umsatzfelder

Steigende Profitabilität
Das um Sondereffekte bereinigte OIBDA erhöhte sich im dritten Quartal um 0,8 Prozent auf 595 Millionen Euro. Grund waren der höhere Anteil von margenstarken O2 Mobilfunkprodukten am Gesamtumsatz sowie Effizienzsteigerungen im operativen Geschäft. Ohne die Einschränkung der internationalen Reisetätigkeit im Zuge der COVID-19-Pandemie wäre das bereinigte OIBDA um 23 Millionen Euro besser ausgefallen. Das Nettoergebnis für das dritte Quartal betrug 390 Millionen Euro. Erstmals seit dem zweiten Quartal 2016 weist das Unternehmen damit einen Quartalsgewinn aus. Dieser basiert vornehmlich auf einem Einmaleffekt aus Erlösen aus dem Anfang September 2020 vollzogenen Verkauf der ersten Tranche von Dachstandorten an den Infrastrukturanbieter Telxius in Höhe von 407 Millionen Euro. Die negativen Nettoergebnisse beruhten in der Vergangenheit vor allem auf Abschreibungen auf vor Jahren erworbene Mobilfunkfrequenzen sowie auf planmäßige Abschreibungen aus dem Zusammenschluss mit E-Plus. Ein wesentlicher Teil dieser Effekte läuft Ende 2020 aus.
Auf Basis der bisherigen Ergebnisse bestätigt Telefónica Deutschland / O2 den Ausblick für 2020.

Wichtige Schritte auf dem Weg zur Netzinfrastruktur der Zukunft

Die Investitionen von Juli bis September betrugen 251 Millionen Euro, was einer Steigerung um 0,3 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal entsprach. Die Investitionsquote, also die Investitionen im Verhältnis zum Umsatz, beträgt nach neun Monaten 13,2 Prozent. Anhaltend hoch sind die Investitionen in den weiteren 4G-Ausbau. Seit Jahresbeginn wurden etwa 6.000 4G-Stationen installiert, womit das Unternehmen auf Kurs ist, die Ausbauverpflichtungen der Bundesnetzagentur bis Jahresende zu erreichen. Am 3. Oktober startete O2 sein 5G-Netz, das zunächst in 15 Städten funkt. Bis Ende 2021 sollen mehr als 30 Prozent der Bevölkerung von der neuen Mobilfunktechnologie profitieren können. Bis 2025 ist die Versorgung des ganzen Landes geplant. In den vergangenen Monaten hat das Unternehmen zudem maßgebliche Vereinbarungen zum Ausbau des Infrastrukturportfolios getroffen und so die Voraussetzung für künftiges Wachstum geschaffen: Im November startet die Vermarktung von Kabelanschlüssen auf dem Netz von Vodafone. Eine im Oktober getroffene Vereinbarung mit der Deutschen Telekom sichert den langfristigen Zugang zum größten VDSL-Netz des Landes und zu einem späteren Zeitpunkt erstmals auch zu Glasfaseranschlüssen. Damit und in Kombination mit HomeSpot-Angeboten zum Festnetzersatz auf Basis des eigenen Mobilfunknetzes erreicht O2 perspektivisch mehr Haushalte mit schnellem Breitband als irgendein anderer Anbieter.

Autor: Cornelius Rahn

Cornelius Rahn ist Pressesprecher für Finanzthemen sowie für Fragen rund um die Unternehmens-IT und die Innovationsfabrik Wayra. Er war zuvor sechs Jahre lang als Wirtschaftsjournalist tätig und ist seit 2015 Teil des Corporation Communications-Teams bei Telefónica Deutschland.

Ergebnisse Q3 2020

Interview mit CFO Markus Rolle

Inside Wirtschaft: Interview mit Markus Rolle

Weitere Informationen

Auf unserer 5G-Netzinfoseite finden Sie alle Informationen zum neuen Mobilfunkstandard.

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