Bevölkerungsrepräsentative Studie von O2 Telefónica Digital vernetzt, aber einsam im Alltag
10.12.2025

Einsamkeit ist für viele Menschen in Deutschland Teil des Alltags, die vulnerabelste Gruppe sind junge Erwachsene (Credits: Gettyimages)
- Mehr als die Hälfte der Deutschen fühlt sich einsam – und das seit Jahren
- Über 80 Prozent der 18- bis 24-Jährigen sind von Einsamkeit betroffen – weit mehr als Ältere
- Digitale Nähe kann echte Kontakte nicht vollständig ersetzen
Einsamkeit ist für viele Menschen in Deutschland Teil des Alltags. Sechs von zehn fühlen sich zumindest manchmal alleingelassen, sozial oder emotional von anderen getrennt. Ein Viertel hat dieses Gefühl häufig. Das sind Ergebnisse einer aktuellen repräsentativen Umfrage von O2 Telefónica unter 1000 Menschen in Deutschland.
Für die meisten Betroffenen ist Einsamkeit eine regelmäßige Empfindung
90 Prozent der Befragten geben an, dass das Empfinden in den vergangenen fünf Jahren stärker geworden oder zumindest gleichgeblieben ist. Die Betroffenheit ist unabhängig davon, ob sie allein, in Partnerschaften oder in Familien leben. Die vulnerabelste Gruppe sind junge Erwachsene. Mehr als 80 Prozent der 18- bis 24-Jährigen erleben zumindest manchmal Einsamkeit – etwa doppelt so viele wie bei den 60- bis 75-Jährigen.
Digitale Kontakte können persönlichen Austausch nicht ersetzen
Das Leben ist zunehmend digital vernetzt. Menschen kommunizieren über Messenger, soziale Netzwerke und Online-Communitys – oder auch mit KI-Anwendungen als direktem Gesprächspartner. Doch die immerwährende digitale Erreichbarkeit und Nähe führt für viele nicht automatisch zu sozialer Nähe. Lediglich 9 Prozent der Befragten empfinden digitale Begegnungen als Ersatz für echte menschliche Kontakte. Für rund 40 Prozent sind sie nur eine Ergänzung zum persönlichen Austausch.

Die immerwährende digitale Erreichbarkeit und Nähe führt für viele nicht automatisch zu sozialer Nähe (Credits: Gettyimages)
Die Gen Z spricht oft und gerne mit der KI
Bei der digitalen Kommunikation zeigt die Studie deutliche Unterschiede bei den Altersgruppen: Für 74 Prozent der Gen Z sind Social Media oder Chatbots ein Ersatz oder zumindest eine Ergänzung zu persönlichen Offline-Kontakten. 72 Prozent haben schon mit KI-gestützten Gesprächspartnern kommuniziert. Jeder zweite junge Nutzer ist positiv oder eher positiv dazu eingestellt.
Menschen über 40 sehen virtuelle Gesprächspartner eher kritisch
Rund 60 Prozent der Befragten aus Gruppe GenX und älter sagen, dass digitale Angebote persönliche Kontakte weder ergänzen noch ersetzen können. Rund 70 Prozent haben noch keine oder nur wenig Erfahrung mit KI-Gesprächspartnern und mehr die Hälfte hat auch eine negative oder eher negative Einstellung dazu. Ein Tabuthema sind virtuelle Abbilder geliebter, lebender Menschen. Rund 70 Prozent der über 40-Jährigen lehnen Gespräche mit solchen digitalen Abbildern ab. Bei den 18- bis 24-Jährigen können sich das hingegen über 60 Prozent grundsätzlich vorstellen.
Claudia von Bothmer, Director Corporate Responsibility & Sustainability. „Die Digitalisierung bringt viele Vorteile und eröffnet neue Möglichkeiten der Vernetzung der Menschen untereinander. Gleichzeitig erleben wir in der Gesellschaft weiterhin ein hohes Maß an Einsamkeit. Digitale Angebote haben Grenzen in der sozialen Interaktion und wirken vor allem dann unterstützend, wenn Menschen sie bewusst und kompetent nutzen. Deshalb fördern wir bei O2 Telefónica als Netzbetreiber und Zugangsanbieter mit gezielten Programmen den verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Tools – insbesondere bei vulnerablen Gruppen wie Jugendlichen oder älteren Menschen.“

Claudia von Bothmer
Für Telekommunikationsunternehmen sind entsprechende Unterstützungsangebote aus Sicht der Befragten nicht nur Kür sondern Pflicht. Laut Studie hat jeder Zweite diese Erwartung. Vor allem bei den jungen Menschen zwischen 18 und 24 Jahren wünschen sich sogar rund 65 Prozent der Befragten solche Angebote.
Mit der Initiative „WAKE UP“ engagiert sich O2 Telefónica zusammen mit der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM e.V.), der Bildungsagentur YAEZ und weiteren Partnern dafür, junge Menschen über die Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung aufzuklären.
Im Projekt „Digital mobil im Alter“ ermöglichen O2 Telefónica und die Stiftung Digitale Chancen älteren Menschen die Teilhabe an der digitalen Gesellschaft und den souveränen Umgang mit digitalen Diensten.