Credits: Falco Peters

Begleiter auf dem Weg in die digitale Welt

Mit Jugendlichen aktiv gegen Cybermobbing

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Cybermobbing ist zu einem wachsenden gesellschaftlichen Problem geworden. Viele Menschen fühlen sich immer wieder durch Beleidigungen und Bedrohungen anderer in ihrer Freiheit eingeschränkt. Die Anonymität des Internets enthemmt Täter, eine strafrechtliche Verfolgung ist oft schwierig. Laut einer Studie des Bündnisses gegen Cybermobbing wurden allein in Deutschland bereits neun Millionen Menschen Opfer von Netzmobbing. Betroffen sind vor allem Jugendliche. Eine weitere aktuelle repräsentative GfK-Studie im Auftrag von O2 zum Thema Cybermobbing macht die Dimensionen deutlich: 76% der jungen Deutschen geben an, schon einmal Cybermobbing mitbekommen zu haben, 1,5 Millionen Jugendliche werden sogar jede Woche Zeuge von Cybermobbing. Und jeder Vierte der 14- bis 19-Jährigen war selbst schon mindestens einmal betroffen.
Infografik: Die von den Schülerinnen und Schülern vorgeschlagenen Maßnahmen gegen Hass im Netz
Wir haben 2019 deutschlandweit mit vielen Initiativen ein Zeichen gegen Cybermobbing und digitale Gewalt gesetzt. Dabei sehen wir uns besonders in der Verantwortung, Jugendliche und ihre Schulen bei der Präventionsarbeit zu unterstützen. So haben wir am Tag des Respekts am 18. September 2019 im BASECAMP in Berlin einen Workshop unter dem Motto „Spielregeln für ein digitales Miteinander“ organisiert. Rund 100 Schüler haben sich unter professioneller Anleitung von Experten des Deutschen Kinderhilfswerks, von Bloggern und Mentoren mit Cybermobbing und Hass im Netz auseinandergesetzt. Sie entwickelten in Gruppenarbeit Strategien zur Soforthilfe und einen Leitfaden, um mit Cybermobbing umzugehen und einen respektvollen Umgang im Netz zu erreichen. Im Anschluss an eine Diskussionsveranstaltung mit dem Titel „Respekt gilt auch im Netz“ mit Renate Künast von Bündnis 90/Die Grünen, Netzaktivisten, Bloggern und Influencern haben sich Schüler in einem weiteren Workshop intensiv mit dem Thema Hatespeech beschäftigt und Gegenstrategien entwickelt. Zu den vorgeschlagenen Maßnahmen zählten beispielsweise mehr Aufklärung über Mobbing als Teil des Unterrichts, ein konsequenteres rechtliches Vorgehen gegen Hasskommentare und die Förderung von Toleranz in der Kommunikation untereinander. Darüber hinaus engagiert sich unsere Mobilfunkmarke O2 gegen Cybermobbing und möchte die Menschen in Deutschland zu mehr digitaler Zivilcourage ermutigen. Sie hat mit prominenter Unterstützung eine Kampagne gestartet, die jungen Menschen bei Anfeindungen und Beleidigungen im virtuellen Raum hilft. Unter dem Hashtag #LOVEMOB hat O2 zusammen mit Fußballprofi Mats Hummels, Moderatorin Palina Rojinski, YouTuberin Dagi Bee und Sänger Mike Singer dazu aufgerufen, Betroffenen den Rücken zu stärken und sich mit eigenen Kommentaren in sozialen Medien klar gegen Cybermobbing zu positionieren. Alle Prominenten gingen mit gutem Beispiel voran und inspirierten die Netz-Community zur aktiven Beteiligung an der Kampagne.

Erfolgreiche Bilanz von Think Big

2019 haben wir nach knapp zehn Jahren das Programm Think Big abgeschlossen. Das Jugendprogramm der Telefónica Stiftung und der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) in Zusammenarbeit mit O2 war das größte Corporate-Responsibility-Programm seit Bestehen von Telefónica in Deutschland. Think Big hat 14- bis 25-Jährige begeistert und unterstützt, sich in der digitalen Welt zurechtzufinden und ihre technologischen Fähigkeiten auszubauen. Unter dem Motto „Empowering young people for the digital world“ haben Jugendliche und junge Erwachsene gelernt, was sich hinter „Big Data“, „Making & Coding“ und „Digital Storydesign“ verbirgt. Sie wurden dazu angeregt, eigene sozial-digitale Ideen zu entwickeln und diese umzusetzen. Seit Programmbeginn haben fast 120.000 Jugendliche mit knapp 4.000 Projekten den Schritt von Konsumenten zu Gestaltern unserer digitalisierten Gesellschaft gewagt. Bei einem feierlichen Think-Big-„Zukunftsfest“ und einer Round-Table-Diskussion mit jungen Projektmachern richtete sich der Blick bereits in die Zukunft: Themen wie Klimawandel, Partizipation, digitale Bildung und der Umgang mit Cybermobbing und Hass im Netz wurden als zentrale Themen für junge Menschen herausgearbeitet. Sie sind damit wichtige Ansatzpunkte des weiteren Engagements von Telefónica Deutschland für die Interessen und Bedürfnisse der jungen Generation. Zudem bedeutet der Abschluss von Think Big keineswegs das Ende der Projekte: 87% der Programmabsolventen setzen laut der DKJS ihre Arbeit fort, auch nachdem ihre Förderung endet.