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Das Netz der Zukunft

Mit zusätzlichen Infrastrukturinvestitionen verfolgt Telefónica Deutschland das Ziel, den Netzausbau voranzutreiben und das Kundenerlebnis im Netz spürbar zu verbessern. Im Mittelpunkt des Investitionsprogramms stehen der verstärkte Ausbau der Versorgung von ländlichen Gebieten vor allem mit 4G und die beschleunigte Erweiterung der Kapazitäten in Städten mit 4G und 5G.

Netzausbau mit 4G und 5G

Credits: Shutterstock/24Novembers
5G-Expertise bringen wir reichlich mit: Nach zahlreichen Tests mit hohen Mobilfunkgeschwindigkeiten u.a. in München und Hamburg haben wir bereits erste Campusnetze errichtet – so auch das erste seiner Art in der Hauptstadt Berlin. 5G bietet etwa für Unternehmen das große Potenzial, eigenständige Netzinfrastrukturen aufbauen und nutzen zu können – entweder über lokale Modelle oder auch überregionale Netzwerklösungen. Wir sorgen dafür, dass der Zukunftsstandard 5G für den Industriestandort Deutschland bereits heute Realität wird: Für unseren Kunden Mercedes- Benz Cars installieren wir gemeinsam mit dem Netzausrüster Ericsson ein leistungsfähiges 5G-Netz in der „Factory 56“ am Standort Sindelfingen. Dabei handelt es sich um eines der ersten 5G-Netze für die Fahrzeugfertigung. Gleichzeitig sind wir damit einer der Telekommunikationsanbieter in Deutschland, der über reine 5G-Testszenarien hinausgeht und einem Kunden ein modernes 5G-Netz für den Live-Betrieb in der Produktion errichtet. Das ist ein großer Meilenstein in der Mobilfunkgeschichte und auf unserem Weg zum "Mobile Customer & Digital Champion". Durch den Einsatz des 5G-Netzes kann Mercedes-Benz Cars in seiner Fabrik modernere und effizientere Produktionsprozesse etablieren. So können Big-Data-Analysen und vorausschauende Instandhaltung durch eine höhere Ressourceneffizienz die Nachhaltigkeit in der Fertigung sowie die Qualitätssicherung unterstützen und sorgen für Genauigkeit im Produktionsprozess. Prozesse werden durch das eigene Netz optimiert und können bei Bedarf kurzfristig an aktuelle Marktanfor- derungen angepasst werden. Maschinen und Anlagen werden intelligent miteinander vernetzt, zudem lassen sich für diverse Testszenarien am Automobil der Zukunft binnen kürzester Zeit große Datenmengen (Data Shower) verarbeiten. Der Mobilfunkstandard 5G liefert hierfür schnelle Datenübertragungsraten im Gigabitbereich, sehr kurze Latenzzeiten und eine hohe Zuverlässigkeit. Ein weiterer Vorteil der Nutzung eines lokalen 5G-Netzes besteht darin, dass sensible Produktionsdaten nicht Dritten zur Verfügung gestellt werden müssen.

Unser Engagement für den LTE-Ausbau in der Fläche

Mit der Unterzeichnung des nationalen Mobilfunkpakts zwischen Politik und Netzbetreibern wurde 2019 gemeinsam ein weiterer wichtiger Schritt getan, um Deutschland bei der digitalen Transformation voranzubringen. Die Vereinbarung sieht insbesondere vor, dass sich die Netzbetreiber in den kommenden Jahren beim Netzausbau zu ambitionierten Ausbauzielen in der Fläche und in bisher unversorgten Gebieten verpflichten. Unser Unternehmen wird bis Ende 2021 in diesem Rahmen 333 zusätzliche Standorte in sogenannten weißen Flecken errichten. Damit wollen wir einen wesentlichen Beitrag insbesondere zur Versorgung mit leistungsfähigem LTE-Mobilfunk in ländlichen Regionen und für eine weiter verbesserte Nutzungserfahrung für unsere Kunden leisten. Im Gegenzug hat sich die Politik dazu verpflichtet, die Investitionsfähigkeit der Branche zu fördern. Dies umfasst insbesondere verbesserte Zahlungsbedingungen für die ersteigerten 5G-Frequenzen.

Kunden profitieren von technischen Innovationen

In Kooperation mit der Deutschen Telekom und Vodafone Deutschland haben wir Mobile Connect gestartet. Das handybasierte Login-Verfahren ermöglicht eine einfache und geschützte Anmeldung bei Internetangeboten auf PCs, Tablets und Mobiltelefonen. Es entspricht dem weltweit etablierten Standard der GSMA und ist damit kompatibel mit den Angeboten aller internationalen Mobilfunkanbieter. Kunden benötigen für die Anmeldung nur noch ihr Smartphone und ihre Handynummer. Die Eingabe von Nutzernamen und Passwort fällt weg, was nicht nur bequemer ist, sondern einen entscheidenden Beitrag zu mehr Sicherheit beim Login leisten soll, denn so wird das Risiko eines Passwortdiebstahls verringert. Gängige oder selten veränderte Passwörter auf vielen verschiedenen Plattformen machen die Zugangsdaten sonst oft zum beliebten Ziel für kriminelle Hacker. Gemeinsam mit unseren Partnern wollen wir Mobile Connect zügig ausbauen und in Deutschland zum Standard für die Anmeldung zu Online-Diensten machen. Mit der O2 DSL Service Suite für Laptop oder PC und der O2 DSL Hilfe App fürs Smartphone wird es für unsere Kunden einfacher, ihren DSL-Router, ihre DSL- Internetverbindung und ihre Endgeräte selbstständig einzurichten. Seit 2019 unterstützt die O2 DSL Hilfe App nun auch interaktiv mit innovativen Features bei der Ersteinrichtung des DSL-Anschlusses. Über einen Störungsticker sehen Kunden zudem, wenn es bereits bekannte Einschränkungen im Festnetz gibt und wann diese wieder behoben sind.

NB-IoT & LTE-M: neue Maschinennetze im Live-Einsatz

2019 haben wir einen weiteren Meilenstein für IoT-Projekte unserer Business-Kunden gesetzt und im O2 Netz regional den Betrieb von Narrowband-IoT (NB-IoT) und LTE-M gestartet. Damit bieten wir die beiden durch 3GPP standardisierten Maschinennetzarten an. NB-IoT und LTE-M sind standardisierte LPWAN-Technologien (LPWAN: Low Power Wide Area Network), die für die verschiedensten IoT-Lösungen der Unternehmen jeweils optimale Wege der Datenübertragung zur Verfügung stellen. NB-IoT passt am besten für die Vernetzung stationärer Geräte mit wenig Datenverkehr und geringerem Stromverbrauch, wie z. B. Smart Metering, Agrarlösungen oder Smart Parking. LTE-M dagegen ist geeignet für bewegliche Anwendungen, bei denen eine durchschnittliche Datenmenge gesendet werden soll, oder für Anwendungsfälle, in denen eine kontinuierliche Datenübertragung und ein Funkzugang erforderlich sind, wie etwa Tracker oder Wearables. Neben der günstigen Kostenstruktur überzeugen beide Netzarten durch die Möglichkeit der Leistungserbringung auch an Orten, an denen es keine Stromversorgung oder eine nur unzureichende Netzabdeckung gibt. Eine innovative Lösung für Unternehmenskunden, die in Zukunft mehr IoT-Projekte durchführen möchten, ist der Aufbau eines sogenannten Private LTE (P-LTE) Networks. Durch die Nutzung der Telefónica-eigenen Frequenzen ist das private LTE-Netz deutlich störresistenter und zuverlässiger als die häufig überlasteten WLAN-Netze im lizenzfreien Spektrum. Die SIM-basierte Authentifizierung macht P-LTE-Netze zudem sicherer. Investitionen und Aufwand für die Errichtung, die Implementierung und den Betrieb sind dagegen überschaubar. Für IoT wichtige LPWAN-Standards wie NB-IoT und LTE-M sind ebenfalls in einem solchen Private LTE umsetzbar.

Zukunftsweisende IoT- Technologien für den B2B-Bereich

| Montage / Ausschnitt bearbeitet
Das Internet of Things wird für die deutsche Wirtschaft und ihre Fähigkeit zur Entwicklung nachhaltig ausgerichteter Geschäftsmodelle weiter stark an Bedeutung gewinnen. Die Anzahl an IoT-Projekten in großen und mittelständischen Unternehmen nimmt bereits deutlich zu, das zeigt die aktuelle Studie „Internet of Things 2019/2020“ von IDG Research Services. Auch Telefónica Deutschland verzeichnet eine verstärkte Nachfrage des Mittelstands in Bezug auf IoT. Millionen Geräte und Maschinen, die in den kommenden Jahren im IoT vernetzt werden, benötigen robuste, leistungsstarke und zuverlässige Mobilfunknetze. Sie sind die Basis für einen nachhaltigen Erfolg innovativer Entwicklungen wie Smart Citys, Industrie 4.0 oder Telemedizin. Unsere IoT-Lösungen ermöglichen die automatisierte Datenübertragung zwischen Objekten und Maschinen. Wir arbeiten dabei an innovativen Netztechnologien wie NB-IoT und 5G für die intelligente Kommunikation der Zukunft. Unsere Kunden erhalten Zugriff auf alle wichtigen Informationen, um die Vernetzung ihrer Maschinen zu steuern und Abläufe zu analysieren. Mit dem Ausbau dieser Vernetzungen sehen wir uns auf dem besten Weg, einen digitalen Mehrwert für unsere Kunden zu schaffen. Wir unterstützen bereits eine Vielzahl von Unternehmen aus verschiedensten Branchen bei der Digitalisierung ihrer Geschäftslösungen im IoT-Bereich. Das breite Spektrum reicht dabei von Mobilitäts- und Logistikunternehmen über Energieversorger und Hersteller von Wearables bis hin zu Roboterproduzenten. Mit IoT Connect haben wir für die Übertragung von Daten sowie die intelligente Vernetzung und Steuerung von Konnektivität die passenden Tarife: IoT Connect Deutschland bei einer vorwiegend bundesweiten Nutzung und IoT Connect Europa für eine Nutzung, die europäische Nachbarstaaten miteinschließt. Durch die Global Sim Vivo-o2-Movistar gewährleisten wir dabei höchste Netzsicherheit und -verfügbarkeit. So ermöglichen wir eine optimale Erreichbarkeit der Maschinen und Geräte im In- und Ausland. Die grundlegende Komponente unseres IoT-Angebots ist die Telefónica Kite Plattform für den Geschäftskundenbereich. Damit nutzen unsere Kunden ein komfortables und effektives Managementsystem für alle M2M-/IoT-SIM-Karten. Das System dient auf diese Weise als Komplettlösung zur Verwaltung und Überwachung sämtlicher IoT- und M2M-Aktivitäten eines Unternehmens. Die Telefónica Kite Plattform ist 2019 bei der funkschau-Leserwahl zum Produkt des Jahres in der „Kategorie IoT-Dienste und -Plattformen“ gekürt worden – zum dritten Mal in Folge.

Smart Citys: intelligente Städte für eine nachhaltigere Welt

Wir wollen unseren Beitrag zur Entwicklung von Smart Citys leisten, in denen die Bürger von einer nachhaltigen Lebensqualität profitieren können. Unser Smart-City-Konzept beruht darauf, dass wir als Telekommunikationsanbieter wissen, wie Menschen Technologie verwenden und was die Bürger einer modernen Stadt erwarten. Dieses Wissen stellen wir kommunalen Entscheidern zur Verfügung und entwickeln mit ihnen, unserem Produktportfolio und offenen Plattformen vielfältige digitale Lösungen. 2019 haben wir beispielsweise die Stadt Gelsenkirchen unterstützt, die bereits vom Land Nordrhein-Westfalen als „digitale Modellkommune“ ausgezeichnet wurde. So nutzen die beiden kommunalen Versorgungsunternehmen GELSEN-NET und Emscher Lippe Energie Maschinennetze, die erst kürzlich im Live-Netz von Telefónica Deutschland in Betrieb genommen wurden. In einem deutschlandweit einmaligen Pilotprojekt testeten die beiden Versorgungsunternehmen gemeinsam mit uns in mehreren tausend Gelsenkirchener Häusern die Qualität der ein- und ausgehenden Funksignale von NB-IoT und LTE-M im Vergleich zu den klassischen Mobilfunknetzen – insbesondere in Untergeschossen, wo zumeist die Stromzähler montiert sind. Das gibt Aufschluss darüber, in welchem Ausmaß NB-IoT und LTE-M für Smart-Metering-Anwendungen flächendeckend eingesetzt werden können. Telefónica Deutschland und die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) haben 2019 einen Vertrag zum weiteren Ausbau des Berliner U-Bahn-Netzes mit moderner Mobilfunktechnik geschlossen. Mit dem von unserem Unternehmen geführten Ausbauprojekt werden die regulatorischen Anforderungen an eine Versorgung aller Kunden mit moderner Mobilfunktechnik erfüllt. Somit erhalten auch Kunden der beiden Anbieter Deutsche Telekom und Vodafone Deutschland einen Zugang zu LTE in den unterirdischen Tunneln und auf Bahnsteigen. Wir bieten unseren Kunden bereits seit 2016 den Mobilfunkstandard LTE im gesamten Berliner Untergrund an. Die technische Erweiterung wird durch ein neuartiges Konzept mit „BTS-Hotels“ (BTS: Base Transceiver Station) ermöglicht, welche die Nutzer auf den U-Bahn-Linien zentral und sehr flexibel mit schnellen Datendiensten versorgen. Bei den „BTS-Hotels“ handelt es sich um zentral gelegene Betriebsräume, die alle Mobilfunkanlagen an einem Ort bündeln. Von dort werden die Mobilfunkkapazitäten bedarfsgerecht über Glasfaser zu den Antennen gebracht. Dies wiederum ermöglicht eine nahezu verlustfreie Verteilung der Mobilfunkkapazitäten in die umliegenden Tunnel und Bahnsteige. Dieses größte Mobilfunksonderprojekt Deutschlands ermöglicht zugleich die Schaffung eines zukunftsorientierten Netzdesigns als Vorbereitung auf den 5G-Ausbau.

Kooperationen und Modelle zur Datenanalyse

Als Mobilfunkanbieter mit momentan fast 50 Millionen Anschlüssen verfügen wir im Zuge der alltäglichen Geschäftsprozesse über enorme Datenmengen. Oftmals liegen diese – wie etwa Mobilitätsdaten – ausschließlich uns als Netzbetreiber vor. Mit dem Geschäftsfeld Advanced Data Analytics (ADA) und Forschungsprojekten wollen wir das innovative Potenzial der Datenanalyse für alle Lebensbereiche und zum Nutzen der Gesellschaft erschließen – von der klimafreundlichen Mobilität und der Gesundheitsvorsorge über ein effizientes Energiemanagement bis hin zum privaten Konsum. Es ist uns dabei ein zentrales Anliegen, unsere Stakeholder in unsere vielfältigen Aktivitäten einzubinden. So pflegt Telefónica Deutschland unterschiedliche Kooperationspartnerschaften auf Projektebene, etwa mit der Teralytics AG, die auf Big-Data-Analysen im Verkehrssektor spezialisiert ist. Gemeinsam mit unseren Projektpartnern hat Telefónica Deutschland anonymisierte Mobilfunkdaten zur Berechnung von Verkehrsströmen genutzt und Potenziale zur Senkung von Emissionen aufgezeigt. Daraus ist ein Projekt zur Emissions- und Verkehrsmessung für außergewöhnliche Ereignisse („IncidentAnalyse“) entstanden, das vom BMVI im Rahmen des mFUND-Programms (Modernitätsfonds) gefördert wird und an dem wir uns beteiligen.

Fortschritte von Aura

Aura, die künstliche Intelligenz der globalen Telefónica Gruppe, wurde 2019 als direkte Schnittstelle zu unseren Kunden im O2 Online-Webportal integriert. Somit bietet Aura Schritt für Schritt eine konsistente Kundenerfahrung über alle relevanten Kanäle hinweg sowie auf die Kunden zugeschnittene, personalisierte Informationen und Angebote. Darüber hinaus verfügt der Sprachassistent Aura über eine große Wissensdatenbank, die eine Beantwortung von Fragen rund um die O2 Services erleichtert. Inhalte können zudem flexibel auf Tagesbasis aktualisiert werden, sodass Aura über neueste Produkte und Kampagnen informieren kann. Darüber hinaus lernt Aura mit jeder Kundeneingabe dazu, wodurch das Sprachverständnis stetig optimiert wird.

Projekte und Kooperationen

In einem weiteren vom BMVI geförderten Projekt („Extended Mobile Network Data“ – xMND) ging es im Berichtsjahr um die nachfrageorientierte Planung im öffentlichen Verkehr. Ziel des Projektes war die Entwicklung von Verfahren, die es erlauben, Nachfragedaten im öffentlichen Verkehr mit hoher zeitlicher und räumlicher Genauigkeit auf der Basis von anonymisierten Mobilfunkdaten zu erzeugen und diese kontinuierlich dem Markt zur Verfügung zu stellen. Anhand von zwei Anwendungsfällen wurden gemeinsam mit Verkehrsunternehmen (u. a. mit der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG)) konkrete Verwertungsperspektiven entwickelt, die für das Monitoring und die Planung im öffentlichen Verkehr genutzt werden können. Wir haben zudem die vom BMVI getragene Initiative „ProTrain“ unterstützt, die auf die effektive Fahrgastlenkung zur besseren Nutzung vorhandener Kapazitäten im Bahnverkehr abzielt. Fahrgastzähldaten sind hier mit anonymisierten Mobilfunkdaten und Informationen zur Betriebslage, zu Wettereinflüssen sowie zu aktuellen Ereignissen und Veranstaltungen kombiniert worden, um die Nachfrage besser vorhersagen zu können. Testgebiet waren zwei RE-Linien innerhalb des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg. Eine weitere Kooperation sind wir mit dem Wayra-Start-up Mostly AI eingegangen, das auf die Synthetisierung von Daten spezialisiert ist. Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit mit dem Start-up stand die Aufgabe, die Nutzung großer Datenmengen zu ermöglichen und gleichzeitig die Privatsphäre der Kunden durchgängig zu schützen.

Effizienzvorsprung durch Smart Metering

Wir nutzen digitale Innovationen auch zur Optimierung unserer betrieblichen Prozesse, beispielsweise im Energiemanagement. Aktuell unterhalten wir bundesweit Verträge mit rund 800 Verteilnetzbetreibern und den grundzuständigen Messstellenbetreibern, über die wir unsere Mobilfunkanlagen mit Strom versorgen. Den daraus resultierenden Ressourcenaufwand wollen wir für fast alle unsere Abnahmestellen erheblich reduzieren. Die Smart Meter erfassen die Verbrauchsdaten permanent in einer signifikant erhöhten Detaillierung und übermitteln diese über eine IoT-Funkeinheit an einen Cloud-Server. Dort liegen die Daten sicher und jederzeit abrufbar für uns bereit – inklusive zahlreicher Möglichkeiten zur Auswertung. Unser Partner wird die Smart Meter bis Ende 2021 an nahezu jedem unserer Mobilfunkstandorte installieren. Bis zum Jahresende 2019 wurden bereits 2.865 Standorte mit neuen Zählern ausgerüstet – ab 2020 sollen wöchentlich mindestens 300 weitere neue Zähler hinzukommen, Ende Januar 2020 haben wir bereits über 4.000 modernisierte Standorte verzeichnet. Der Austausch der Stromzähler bringt uns wesentliche Vorteile: Zum einen erfassen wir detailliert den Verbrauch jedes Standortes, ohne diesen zur Ablesung anfahren zu müssen. Anhand der Fernabfrage lassen sich etwaige Verbrauchsabweichungen feststellen. Zum anderen ist eine vorausschauende Instandhaltung sensibler Anlagenbestandteile wie etwa von Lüftern besser zu gewährleisten. Mit einem nahezu kompletten Überblick über die benötigte Energie im Mobilfunknetz ergibt sich ferner die Möglichkeit, Budget-, Einkaufs- und Rückstellungsprozesse zu optimieren.