Risikoanalyse zu Services & Works

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Analyse von Menschenrechtsthemen für Produktgruppe „Services & Works“

Im Jahr 2020 haben wir für die Produktgruppe „Services & Works“ eine menschenrechtliche Risikoanalyse durchgeführt, in deren Fokus die Dienstleistungsprozesse standen. Ziel war, eine hohe Transparenz herzustellen, um menschenrechtliche Risiken zu ermitteln und präventive Maßnahmen abzuleiten und umzusetzen. Diese Produktgruppe haben wir ausgewählt, da sie einen großen Anteil an unserem gesamten Einkaufsvolumen einnimmt. Zunächst haben wir die relevanten Dienstleister ermittelt und die Branchen Logistik, Immobilienakquise, Reinigung, Instandhaltung, Gebäudedienstleistungen, Energieversorgung, Kundenservice und Callcenter, HR- und Prozessberatung, Zeitarbeit sowie die Installation und Wartung der Telekommunikationsinfrastruktur untersucht. Für die Ermittlung der Risiken wurden u. a. Interviews mit Experten durchgeführt. Auf dieser Grundlage wurden zu fokussierende Dienstleistungsbranchen identifiziert. Abschließend erfolgte die Ableitung von risikominimierenden Handlungsempfehlungen und eine Priorisierung im Menschenrechtskomitee. Zu risikobegünstigenden Faktoren zählen dabei undurchsichtige Subunternehmerstrukturen, Scheinselbstständigkeit oder Schwarzarbeit. Diese tragen in manchen Dienstleistungsbranchen zu prekären Arbeitsbedingungen bei, wie etwa zu geringer Entlohnung, Verstößen gegen Arbeitszeitregelungen und Gefährdungen der Gesundheit. Die Umsetzung der hier definierten konkreten Maßnahmen zur Minimierung der Risiken steht im Jahr 2021 an.
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