Energie- und CO2-Management

Unsere Muttergesellschaft Telefónica, S.A. hat beschlossen, bis 2020 direkte und indirekte CO2-Emissionen pro Festnetz- und Mobilfunkanschluss („equivalent customer access“) konzernweit um 30 Prozent zu reduzieren (Basisjahr 2010).
Daran anlehnend hat sich Telefónica in Deutschland bis 2015 ehrgeizige Ziele gesetzt: Wir wollen unseren Energieverbrauch je Festnetz- und Mobilfunkanschluss in den Telefónica Netzen um 30 Prozent reduzieren (Basisjahr 2007). Einer der größten Hebel hierfür liegt in der Netzwerktechnik, die den größten Anteil an Strom verbraucht.
EnergieeffizienzCO2 ManagementSensibilisierung 

Energieeffizienz

Mit rund 95 Prozent entfällt der bei weitem größte Anteil des Stromverbrauchs der Telefónica Deutschland Group auf das Netz. Daher hat sich Telefónica zum Ziel gesetzt, den Energieverbrauch im Netzwerk im Vergleich zum Jahr 2007 um 30 Prozent pro Kundenanschluss bis 2015 zu reduzieren. Aus diesem Grund investieren wir kontinuierlich in energieeffiziente Technik im Netzbetrieb und beziehen zu einem großen Anteil Grünstrom für den Netzwerkbereich. Dank dieser und zahlreicher weiterer Aktivitäten ist unser gesamter Stromverbrauch – trotz der stetig zunehmenden Netzwerknutzung und des LTE-Netzausbaus – gegenüber dem Vorjahr nur geringfügig gestiegen. Fortlaufend überprüfen wir unsere bestehenden Systeme im Netzwerkbereich und definieren Maßnahmen zur Einsparung von Energie. So konnten wir durch optimierte Klimaanlagen, moderne Gleichrichter, eine neue Systemtechnik für die UMTS-Technologie und Softwareverbesserungen allein 2013 insgesamt 17 Millionen kWh einsparen.
-Klimatisierung: An 101 Standorten haben wir 2013 die bestehende Klimaanlage mit einer Freikühleinheit ergänzt oder durch diese ersetzt. Im Zuge des Abschlusses der R22 Kältemittelablösung haben wir 2014 weitere 59 Klimaanlagen durch effizientere ersetzt. Damit wird die in der Regel kühlere Außenluft direkt zur Kühlung des Betriebsraums genutzt und nicht erst aktiv gekühlt. Etwa 4.500 kWh können wir somit pro Standort im Jahr einsparen. Mehr als 90 Prozent der Anlagen der Telefónica Germany GmbH & Co. OHG an 23.942 Standorten werden ohne Klimaanlage betrieben.
-Gleichrichter: Mit dem im Jahr 2014 erfolgten Einbau moderner Gleichrichter mit höherem Wirkungsgrad reduzieren wir den Stromverbrauch an weiteren 233 Standorten um ca. 589.000 kWh pro Jahr. Durch den Einsatz modernerer Gleichrichter, die wir bisher an insgesamt mehr als 3.500 Standorten im Einsatz haben, ergibt sich eine jährliche Energieersparnis von 4.350.000 kWh.
-Technikmodernisierung: An 3.353 Standorten haben wir die Systemtechnik für die UMTS-Technologie durch leistungsfähigere Einheiten ersetzt und senken somit den jährlichen Energieverbrauch pro Standort um ca. 2.600 kWh. Gleichzeitig erreichen wir so auch eine bessere Sprachqualität und höhere Datenübertragungsraten.
-Software-Feature: Zusätzliche Maßnahmen wie die Nutzung des Standby-Modus von temporär nicht benötigten Sendeeinheiten führen zu weiteren Energieeinsparungen. Zudem führen wir Tests mit Energiesoftware Features von unserem Mobilfunk-Systemtechniklieferanten durch. Ziel ist es, den Energiedurchschnittsverbrauch der Komponenten in Zukunft bei gleichbleibender Netzwerkqualität zu senken.
Um unseren Energieverbrauch weiter zu reduzieren, haben wir 2014 weitere Hebel für Energieeffizienzmaßnahmen ermitteln können, die nach der Zusammenlegung der Netze im Rahmen der Integration der E-Plus Gruppe in die Telefónica Deutschland Group Schritt für Schritt in die Umsetzung gehen werden. Mit einer weiteren Analyse wollen wir Einsparpotenziale durch eine detailliertere Erfassung der Verbräuche aufzeigen. Resultate hierzu erwarten wir im Jahr 2015 – dann prüfen wir, ob wir die Ergebnisse des Teststandortes auf weitere Festnetzstandorte adaptieren können. Leuchtturmprojekte der E-Plus Gruppe
-Effizienz, Einsparungen und Innovationen sind auch bei der E-Plus Gruppe bedeutende Bestandteile im Umgang mit Energie. Wichtige Impulse für den Einsatz erneuerbarer Energien im Mobilfunk werden mit drei energieautarken Mobilfunkstationen geschaffen, welche allein mit Energie aus erneuerbaren Quellen betrieben werden: Windkraft, Photovoltaik und Brennstoffzelle gewährleisten einen ganzjährig unterbrechungsfreien Betrieb. Gefördert wird das Projekt durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur im Rahmen des National Innovation Program Hydrogen.
-Zudem möchte die E-Plus Gruppe den Einsatz von Klimaanlagen stark reduzieren und setzt deshalb zur Kühlung neue Konzepte um. Hierzu zählen unter anderem windbetriebene Belüftungsanlagen, die ganz ohne die üblichen Chemikalien auskommen. Diese kommen inzwischen an mehr als 200 Mobilfunkstandorten zum Einsatz und führen zu einer jährlichen Stromersparnis von 0,3 GWh Strom – dies entspricht einer CO2-Emission von etwa 165 Tonnen.
-Das mit Biogas betriebene Blockheizkraftwerk der E-Plus Gruppe ermöglicht Strom und Kühlleistung autark und klimafreundlich zu produzieren und ist somit ein effizientes Instrument für einen nachhaltigen Klimaschutz. Für die Umwandlung der Motorwärme wird ein Kompressorverfahren genutzt, welches die Wärme der Turbinen in Kühlleistung verwandelt. Als Abgas gibt das Blockheizkraftwerk einfachen Wasserdampf und einen minimalen CO2-Anteil ab.
Den Stromverbrauch in Büros, Callcentern und Shops konnte Telefónica Germany GmbH & Co OHG von 2007 bis 2014 um 32 Prozent senken. Darüber hinaus setzen wir zur Vermeidung von CO2 auf Strom aus erneuerbaren Energien: Die O2 eigenen Shops und alle Bürogebäude werden nahezu mit 100 Prozent Grünstrom versorgt, worauf das eigene O2 Ökostrom-Label (Bild oben) unsere Kunden und Besucher am Eingang eines Shops und an unseren Bürostandorten hinweist. Bei dem Gesamtstrombedarf liegt der Anteil der Energie aus regenerativen Quellen im Jahr 2014 bei 60 Prozent. Im Jahr 2014 hat Telefónica in Deutschland zum größten Teil zertifizierten Ökostrom der Anbieter E.ON, Stadtwerke München und Vattenfall bezogen. An manchen Standorten (z.B. manche Basisstationen auf Hausdächern, Shops in Einkaufszentren, Leistungen der Deutschen Telekom) kann Telefónica in Deutschland den Stromanbieter nicht beeinflussen, da hier der Strom über den Anbieter des Vermieters oder Partners bezogen wird. An unseren technischen Standorten, Büros und Shops, bei denen wir Kontrolle über die Strombeschaffung und -verträge haben, sind wir zu 100 Prozent auf Strom aus erneuerbaren Quellen umgestiegen. Grünstromquellen von Telefónica Telefónica in Deutschland bezieht teilweise Strom aus erneuerbaren Energien von Vattenfall, der mit dem „OK-Label“ zertifiziert ist. Das „OK-Label“ wird vom EnergieVision e.V. vergeben und stellt neben einer klimaneutralen Stromerzeugung sicher, dass ...
-... mindestens ein Drittel der verkauften Strommenge in neu gebauten, umweltschonenden Kraftwerken erzeugt wird, die nicht älter als sechs Jahre sind.
-... mindestens ein weiteres Drittel der verkauften Strommenge in umweltschonenden Kraftwerken erzeugt wird, die nicht älter als zwölf Jahre sind.
-... durch das Ökostrom-Produkt ein zusätzlicher Umweltnutzen gegenüber der Wirkung staatlicher Förderregelungen (z.B. das Erneuerbare-Energien-Gesetz) im Umfang von mindestens einem Drittel der verkauften Strommenge erreicht wird.
Zudem beziehen wir von E.ON elektrische Energie, die in zertifizierten Wasserkraftwerken erzeugt wird. Die Zertifizierung erfolgt gemäß dem CMS-Standard Erzeugung EE+. Der Standard erfordert, dass die Produktion und Lieferung zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energiequellen erfolgt und sich auf eindeutig identifizierbare Quellen zurückführen lässt. Dies wird vom TÜV Süd kontrolliert und bestätigt. Von den Stadtwerken München wird ebenfalls Strom aus Wasserkraft bezogen, was uns regelmäßig vom TÜV Süd bestätigt und bescheinigt wird.

CO2 Management

2014 sind die Emissionen bei Telefónica in Deutschland durch unseren Stromverbrauch in Büros, Callcentern, Shops und im Netzwerkbereich sowie durch unseren Fuhrpark leicht auf 240.711 CO2 Äquivalente gestiegen (2012: 237.790 t, 2013: 239.380 t, 2014: 240.711 t CO2 Äquivalente). Die durch unsere Fahrzeugflotte verursachten CO2-Emissionen sanken 2014 von 5.604 auf 5.345 Tonnen CO2. Für neu bestellte Firmenfahrzeuge nutzen wir ein CO2-Bonus-Malus-System, das einen Grenzwert von 130 g CO2/km vorgibt. Mitarbeiter, die sich für ein sparsames Fahrzeug unterhalb dieser Vorgaben entscheiden, erhalten einen Bonus. Mit dem Einsatz von Telearbeit reduzieren wir auch Anfahrtswege unserer Mitarbeiter oder bezuschussen die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln. Geschäftsreisen versuchen wir stets durch Video- und Telefonkonferenzen zu ersetzen oder möglichst klimafreundlich zu gestalten. 2013 konnten wir unsere CO2-Emissionen durch Geschäftsreisen um 15 Prozent auf 3.389 Tonnen verringern, 2014 hingegen sind sie auf 3.749 Tonnen gestiegen. Insgesamt haben unsere Mitarbeiter im Jahr 2014 rund 26,8 Millionen Kilometer im Flugzeug und Bahn (2013: 24,8 Mio. km) zurückgelegt, davon 24,6 Millionen Kilometer per Flugzeug (2013: 22,7 Mio. km) und 2,2 Millionen Kilometer per Bahn (2013: 2,1 Mio. km). Bevorzugt buchen wir bei Fluglinien, die nachweislich emissionsärmer sind als Wettbewerber. An unserer Münchner Unternehmenszentrale nutzen wir seit 2010 ADAC-zertifizierte Eco-Taxis, um Kunden, Mitarbeiter oder Besucher bringen oder abholen zu lassen. Die Wagen dieser Flotte sind entweder mit Hybrid- oder mit Erdgastechnologie ausgestattet und erzeugen gemäß den ADAC-Kriterien weniger als 140 g CO2 pro Kilometer. Zur weiteren CO2-Reduktion unserer Geschäftstätigkeiten nehmen wir seit 2013 am Programm „GoGreen“ der Deutschen Post DHL teil und stellen unseren Postversand für alle Kundenrechnungen und Mahnungen nahezu CO2-neutral (Ende 2014: Über 93 Prozent unseres Postversands). Die beim Transport entstehenden CO2-Emissionen werden durch Klimaschutzprojekte ausgeglichen.

Sensibilisierung

Energiesparmeister
Das Bewusstsein für einen umweltschonenden Umgang mit Energie wollen wir auch an nachfolgende Generationen weitergeben. Dafür hat Telefónica in Deutschland im Jahr 2014 Schüler der Grundschule im Beerwinkel in Berlin durch eine Patenschaft bei dem Wettbewerb Energiesparmeister unterstützt. Die Grundschüler setzen jedes Jahr neue kreative Projekte und Aktionen zu den Themen Energiesparen und Klimaschutz um. Im Rahmen des Wettbewerbs 2014 sind sie mit ihrer Idee, Kompost selbst herzustellen, als Sieger für ihr Bundesland hervorgegangen und kämpfen um den deutschlandweiten Titel „Energiesparmeister Gold“. Die Preisverleihung fand Ende Juni 2014 auf der YOU, Europas größte Jugendmesse, in Berlin statt. Im Rahmen des Energiesparmeisters haben wir die Jugendlichen zudem auf die Möglichkeit hingewiesen, sich mit ihren Ideen bei Think Big für eine Unterstützung ihres Projekts zu bewerben. Wie in den vergangenen Jahren beteiligte sich Telefónica in Deutschland auch 2014 und 2015 an der Earth Hour des WWF (World Wide Fund for Nature) – und schaltete alle Lichter im O2 Tower in München und in den Shops aus. Die Earth Hour ist eine globale Gemeinschaftsaktion mit symbolischem Charakter, die weltweit Millionen Menschen dazu motivieren soll, durch das Einsparen von Strom umweltfreundlicher zu leben und zu handeln. Im Rahmen einer Kampagne haben wir von Juni bis Dezember 2014 unsere Mitarbeiter für umweltfreundliches Verhalten zu Hause, im Büro sensibilisiert. Unter anderem durch Informationen zum Umgang mit Elektronikgeräten sowie durch die Empfehlung von grünen Apps, mit denen sich Umwelt und Klima schonen lassen. Untermauert wurde die Umweltkampagne mit einer Mitarbeiter-Handy-Sammel-Aktion sowie einem Umweltideenwettbewerb.

Quick Links

Ziele

Zur Umsetzung unserer CR-Strategie haben wir ein Programm mit Zielen und Maßnahmen aufgesetzt – auch im Bereich Umwelt und Klima.

Umweltstrategie

Wir wollen unseren ökologischen Fußabdruck verringern und ein stärkeres Bewusstsein dafür schaffen, dass jeder Einzelne zum Klimaschutz beitragen kann.

Energiesparmeister

Telefónica in Deutschland unterstützt im Jahr 2014 Schüler der Grundschule im Beerwinkel in Berlin durch eine Patenschaft bei dem Wettbewerb Energiesparmeister.