Nachhaltigkeit in der Lieferkette stärken

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Commitment

Wir fördern ein nachhaltiges Beschaffungs- und Lieferantenmanagement. Bis 2020 werden bei 100 % der Einkaufsvorgänge mit unseren wichtigsten Lieferanten CR-Kriterien berücksichtigt.

Zielerreichung

Unsere Erfolge

Die Digitalisierung von Einkaufsprozessen haben wir auf allen Gebieten beschleunigt. Die Zusammenarbeit mit der Telefónica, S.A. Group im Monitoring von Risikolieferanten und bei Verbesserungsmaßnahmen haben wir ausgebaut. Um unser Lieferantenmanagement noch nachhaltiger auszurichten, haben wir einen vierstufigen Lieferantenmanagementansatz implementiert und arbeiten gezielt weiter an einerVerfahrensanweisung zur Supply Chain Sustainability Policy und der Einkaufsrichtlinie. Für die Produktkategorie Services & Works erfolgte eine menschenrechtliche Risikoanalyse sowie ein internes Human Rights Assessment zur Risikoidentifizierung für Telefónica Deutschland. Wir haben den Einkauf in die Arbeit des Menschenrechtskomitees integriert.

Fokus-SDGs

Wir setzen uns für die Einhaltung von Menschenrechten entlang unserer Lieferkette ein und fördern ein nachhaltiges Beschaffungs- und Lieferantenmanagement. Auf diese Weise beabsichtigen wir überall auf der Welt zu Menschenwürde, Armutsbekämpfung, Klimaschutz und Wirtschaftswachstum beizutragen.

UNGC-Prinzipien

Wir unterstützen den Schutz von Menschen und Umwelt, auch in den komplexen, globalen Lieferketten. Wir sind bestrebt, sowohl den steigenden Erwartungen unserer Stakeholder als auch den internationalen Rahmenwerken in Bezug auf eine nachhaltige Wertschöpfung gerecht zu werden. Dazu zählen wir insbesondere die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, die Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte der Vereinten Nationen, die UN-Kinderrechtskonvention, die Übereinkommen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), die Leitsätze der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), den UN Global Compact und die Sustainable Development Goals sowie die ISO-Normen. Die Gestaltung nachhaltiger Lieferantenbeziehungen ermöglicht uns vor allem die Reduzierung von Risiken von Verstößen gegen Regularien. Voraussetzung dafür ist ein Höchstmaß an Transparenz, das wir durch die Analyse unserer Lieferkettenstrukturen und die Ermittlung länderspezifischer sowie produktspezifischer Risiken erreichen wollen. Im Rahmen unserer Materialitätsanalyse haben wir festgestellt, dass wir entlang der Wertschöpfungskette vielfältige Einflussmöglichkeiten zur Verbesserung der Situation im Sozial- und Umweltbereich wahrnehmen sollten. Diese wollen wir durch eine effiziente und verantwortungsbewusste Steuerung unseres Lieferantenmanagements engagiert nutzen. Den Aspekt der Menschenrechte selbst haben wir als nicht wesentlich im Sinne der Vorgaben des Handelsgesetzbuches (HGB) zur nichtfinanziellen Berichterstattung bewertet, erkennen jedoch im eigenen Betrieb und bei unseren direkten Lieferanten umfangreiche Wirkungspotenziale. Zugleich sind wir uns der enormen gesellschaftspolitischen Relevanz des Themas bewusst und berichten daher in diesem CR-Bericht und auf der Webseite www.telefonica.de/menschenrechte detailliert über unsere Selbstverpflichtungen und Maßnahmen. Wir haben die Diskussionen und Entscheidungsprozesse zum Sorgfaltspflichtengesetz in Deutschland sowie zu geplanten Maßnahmen auf europäischer Ebene aufmerksam verfolgt und setzen uns damit aktiv auseinander. Zugleich unterstützen wir das mit den politischen Vorhaben verbundene Ziel von stabilen und fairen Lieferketten, in denen hohe Menschenrechts- und Umweltstandards gelten. Mit unserem Lieferantenmanagementsystem sehen wir uns auf die veränderten gesetzlichen Rahmenbedingungen vorbereitet und werden weitere Anpassungen vornehmen, um neuen Anforderungen gerecht zu werden. Unsere hohen Standards im Sozial- und Umweltbereich haben während der COVID-19-Krise an Bedeutung gewonnen. Die Pandemie hat dazu geführt, dass es auch in unseren internationalen Lieferketten Unsicherheiten und Engpässe gegeben hat, woraufhin wir unsere Managementmodelle anpassen mussten. Ziel war, die Erfüllung unserer Bedarfsanforderungen sicherzustellen und unsere Lieferanten dabei zu unterstützen, ihre Lieferverpflichtungen einhalten zu können. Als oberste Maxime galt dabei, stabile Netze für unsere Kunden zu gewährleisten, u. a. durch die Bereitstellung und Wartung von Netzwerken, sowie durch die Sicherstellung der Funktionsfähigkeit der Call-Center und Kundenräume. Selbstverständlich stand dabei die Beachtung der vorgeschriebenen Hygiene- und Schutzmaßnahmen im Fokus. Telefónica Deutschland verpflichtet sich zu einem nachhaltigen Beschaffungs- und Lieferantenmanagement. Dieses beruht auf unseren Geschäftsgrundsätzen und den Prinzipien Integrität, Verlässlichkeit und Transparenz. Wir fördern bei unseren Lieferanten so nicht nur die Einhaltung von Qualitätsstandards für Produkte und Dienstleistungen, sondern auch die Einhaltung von gesetzlichen Vorgaben sowie ethischen, sozialen, Umwelt- und Datenschutzstandards in der gesamten Lieferkette. Wir legen darüber hinaus Wert auf Effizienz und Innovation, gestützt auf neue Technologien und eine möglichst weitgehende Digitalisierung des Beschaffungsprozesses. Telefónica Deutschland strebt durch faire Partnerschaften eine langfristige Zusammenarbeit mit ihren Lieferanten an. Dabei ist uns die Förderung des Dialogs – auch zu kritischen Themen – ein besonderes Anliegen. In vorgelagerten Lieferketten verfügen wir allerdings nur über eingeschränkte Handlungsmöglichkeiten. Telefónica Deutschland ist zudem kein Produktionsunternehmen. Die zum Einsatz kommenden Endgeräte wie auch die Netzinfrastruktur einschließlich Sendemasten werden nicht vom Unternehmen hergestellt. Ferner ist im Bereich Smartphones und Netzwerkausstattung der globale Markt stark eingeschränkt und die hier agierenden Lieferanten sind kaum austauschbar. Die Telefónica, S.A. Group engagiert sich in internationalen Multi-Stakeholder-Initiativen für mehr Transparenz und Nachhaltigkeit in der Lieferkette, z. B. als Mitglied der Responsible Minerals Initiative (RMI). Über die Telefónica, S.A. Group gehören wir zudem der Joint Audit Cooperation (JAC) an, in der die weltweit größten Telekommunikationsunternehmen vereinigt sind. Ihr Hauptanliegen ist neben dem Erfahrungsaustausch die effiziente und einheitliche Durchführung von Lieferantenaudits für alle Mitgliedsunternehmen auf globaler Ebene. Mit der Telefónica, S.A. Group arbeiten wir eng zu aktuellen Themen, beim Engagement in den Initiativen, zu Lieferantenaudits sowie Bewertungen von Lieferanten über die EcoVadis-Plattform zusammen.