Risikoanalyse unserer Lieferanten durchgeführt

2016 haben wir eine umfassende Risikoanalyse der von uns bezogenen Waren und Dienstleistungen durchgeführt und uns dabei auf die wichtigsten Lieferanten, gemessen an Risiko und Beschaffungsvolumen, konzentriert. Wir haben bei allen Produktgruppen und deren Untergruppen die globalen und branchenrelevanten Risiken im Hinblick auf CR-Themen bewertet.
In diesem Rahmen wurden 586 Lieferanten analysiert, von denen 112 ein potenziell erhöhtes Risiko aufweisen, ohne dass hier allerdings Verstöße bekannt geworden sind. Zu den Hauptrisiken zählten Arbeitsbedingungen, Sicherheit und Gesundheit, Umweltschutz, Menschenrechte und Konfliktmineralien. Geringere Risiken lagen in den Bereichen Kundenversprechen und Datenschutz vor. Die Lieferanten mit einem potenziell erhöhten Risiko werden wir, in Abstimmung mit der Telefónica, S.A., sukzessive auffordern, uns über das Lieferantenportal EcoVadis Selbstauskünfte zu erteilen. Die Risikoanalyse im Lieferantenmanagement werden wir von nun an alle zwei Jahre wiederholen. Zudem wollen wir bis zum Jahr 2020 ein System zur Verbesserung der Nachhaltigkeitsperformance der Lieferanten mit erhöhtem Risiko aufbauen. Zusätzlich haben wir im Jahr 2016 mit einem Compliance Risk Assessment unsere bestehenden Richtlinien und Prozesse in der Lieferkette überprüft und werden daraus gemeinsam mit TGS Maßnahmen zur weiteren Risikominimierung ableiten. Die Umsetzung der Global Anti-Corruption Policy ist in Abstimmung mit Telefónica Global Services (TGS) im Jahr 2016 erfolgt. Sie sieht eine verpflichtende Erklärung zur Einhaltung der Antikorruptionsgesetze für alle Lieferanten über den Registrierungsprozess auf unserer Ausschreibungsplattform vor und ergänzt die lokalen Vorgaben.

Nachhaltige Kriterien im Einkauf weiterentwickelt

Wir versorgen die Einkäufer mit den wesentlichen Informationen zum nachhaltigen Lieferantenmanagement, etwa der neuen Supply Chain Sustainability Policy. Für das Lieferantenmanagement nutzen wir mit SUMA (Supplier Management) ein standardisiertes Tool als Bewertungssystem. Mit dessen Hilfe beurteilen wir ausgewählte Lieferanten nach Kosten- und Qualitätskriterien sowie sozialem, ökologischem und ökonomischem Engagement. Die nachhaltigkeitsbezogenen Maßstäbe werden von uns kontinuierlich geprüft und weiterentwickelt, so etwa hinsichtlich des Energiemanagements analog der Norm ISO 50001. 2016 haben wir 43 Zulieferunternehmen im Rahmen des SUMA-Prozesses evaluiert, der zugleich ein wichtiges Element unseres nach ISO 9001 und ISO 14001 zertifizierten Qualitäts- und Umweltmanagements ist. Nach der Bewertung legen wir in enger Zusammenarbeit mit den Fachbereichen und den Lieferanten Verbesserungsmaßnahmen fest und halten diese konsequent nach. Mit SUMA geben wir unseren Partnern Anreize zu einem nachhaltigeren Handeln, da deren Leistung auf diesem Gebiet über die Auftragsvergabe mitentscheidet. Unseren Lieferanten und ihren Mitarbeitern steht bei Fragen oder Beschwerden eine Anlaufstelle in unserem Lieferantenportal zur Verfügung, die bei Bedarf auch anonym genutzt werden kann.

Kooperation auf Branchenebene ausgebaut

Gemeinsam mit Telefónica, S.A. engagieren wir uns in zahlreichen internationalen Brancheninitiativen und fördern den Multi-Stakeholder-Dialog im Interesse von mehr Transparenz und Nachhaltigkeit in der Lieferkette. Dazu zählen die Mitgliedschaften in der Global e-Sustainability Initiative (GeSI), der Electronic Industry Citizenship Coalition (EICC) und der Public-Private Alliance for Responsible Minerals Trade (PPA). Seit dem Jahr 2016 haben wir unser Engagement weiter ausgebaut und gehören über die Telefónica, S.A. der Joint Audit Cooperation (JAC) an, einem Zusammenschluss der weltweit größten Telekommunikationsunternehmen. Ziel der JAC ist es, gemeinsame Ressourcen und Erfahrungen zu nutzen, um Unternehmensverantwortung in der Lieferkette zu stärken. So bündelt JAC beispielsweise global für alle Mitgliedsunternehmen die Durchführung von Lieferantenaudits.