Fixed Wireless Access: Starker 5G-Festnetzersatz für das digitale Zuhause

Credits: Rolf Otzipka
Fixed Wireless Access (FWA), auch Funk-DSL genannt, ist im Kern eine Breitband-Technologie auf Basis von 5G, die für private Haushalte sowie kleinere Unternehmen künftig eine interessante Alternative zu DSL und anderen Festnetzinfrastrukturen darstellt. Der Empfang wird bei FWA über das Mobilfunknetz realisiert, sodass keine Anschlüsse für Glasfaser, Kabel oder DSL/VDSL erforderlich sind. Der Nutzer benötigt lediglich ein Empfangsgerät, einen mobilen Router und einen WLAN-Zugangspunkt.
Die 5G-Technologie stellt in diesem Anwendungsfeld erneut eine Evolution von 4G dar, da auch LTE in Verbindung mit mobilen WLAN Routern – wie dem O2 Homespot – bereits das Festnetz ersetzen kann. Diese Option bietet sich zum Beispiel in ländlichen Gebieten an, in denen es LTE mit 50 oder 100 Mbit/s, aber keine oder nur eine langsame DSL-Festnetzinfrastruktur mit 8 oder 16 Mbit/s gibt. Doch nicht nur auf dem Land, sondern auch in der Stadt bietet FWA Vorteile durch geringere Kosten – etwa im Vergleich zum Glasfaserausbau – und eine hohe Schnelligkeit. So können Nutzer künftig über 5G mit mehr als einem Gigabit pro Sekunde Filme in 8K-UHD streamen, im Netz surfen und ihre sonstigen alltäglichen Anwendungen in bester Qualität genießen.
Telefónica Deutschland hat die FWA-Technologie auf Basis von 5G bereits gemeinsam mit Samsung Electronics erfolgreich in Hamburg getestet. 20 Haushalte profitierten drei Monate kostenlos von der drahtlosen Anbindung über 5G-Frequenzen im 26 GHz-Band, welches in diesem Projekt erstmals zum Einsatz kam. Durch diese hohe Frequenz erhalten Nutzer im Endeffekt eine höhere Bandbreite und bessere Geschwindigkeiten. Die Funkwellen verhalten sich bei diesen oder höheren Frequenzen vergleichbar wie Licht, sodass ein fokussierter Transfer zum Empfänger auf einer Strecke von bis zu einem Kilometer möglich ist.