Next Generation eCall O2 Telefónica startet neue Notruf-Technologie für Fahrzeuge
24.01.2026

Der „Next-Generation Emergency Call“ ist ab sofort bundesweit im O2 Netz verfügbar (Credits: Florian Streicher / O2 Telefónica)
- Neue Technik: NG eCall ist ab sofort im O2 Netz verfügbar – der Notruf für Autos und Nutzfahrzeuge wird fit für die Zukunft
- Mehr Sicherheit für Fahrerinnen und Fahrer: Der Notruf nutzt 4G und perspektivisch 5G – für eine stabilere, zukunftssichere Verbindung zur Rettungsleitstelle, wenn Sekunden zählen
- Doppeltes Sicherheitsnetz: bisheriger eCall in Fahrzeugen parallel weiter nutzbar; O2 Telefónica baut 4G/5G aus, während das 2GNetz vorerst weiter betrieben wird
Wenn nach einem Unfall jede Sekunde zählt, muss Hilfe zuverlässig ankommen. Der Telekommunikationsanbieter O2 Telefónica hat sein Mobilfunknetz für den Fahrzeugnotruf der nächsten Generation freigeschaltet: Der „Next-Generation Emergency Call“ (NG eCall) ist damit ab sofort bundesweit im O2 Netz verfügbar, parallel zum bisherigen eCall. Der neue Standard macht den Notruf in Autos und Nutzfahrzeugen zukunftssicher. Er basiert auf der 4G/LTE-Technologie und perspektivisch auf 5G – also genau auf den Netzen, die in Deutschland weiter flächendeckend ausgebaut werden.
„Die Einführung des neuen Fahrzeugnotrufs ist ein Sicherheitsgewinn für Verbraucherinnen und Verbraucher, die hierzulande auf den Straßen unterwegs sind. Ein Notruf von unterwegs muss schnell bei den Rettungskräften ankommen – ob auf der Autobahn oder auf der Landstraße. So ein zentrales System darf nicht an alter Funktechnik hängen. Der NG eCall ist wie eine digitale Notrufsäule fürs Auto“, sagt Mallik Rao, Technik- und Geschäftskundenvorstand von O2 Telefónica. „Aber ein Notruf ist nur so gut wie die Verbindung, die ihn trägt. Leistungsfähige und konsequent ausgebaute Mobilfunknetze sorgen dafür, dass Menschen in Deutschland auch im Auto jederzeit sicher vernetzt sind.“

Mallik Rao
Vom „alten Handynetz“ zur modernen Notrufverbindung
Bei einem Unfall wählt das Auto automatisch die Verbindung zu den Rettungsleitstellen. Es übermittelt die wichtigsten Informationen über das Fahrzeug sowie genaue Standortinformationen wie die Fahrtrichtung. Neu ist, wie das passiert. Beim bisherigen eCall nutzen Fahrzeuge noch Technik aus der Zeit, als das Mobilfunknetz vor allem fürs Telefonieren gebaut war. Vereinfacht gesagt: Der Notruf lief oft über das ältere 2G- oder 3G-Netz. Die wichtigsten Daten wurden zu Beginn der Verbindung mit einer Art „Tonübertragung“ mitgeschickt – ähnlich wie früher bei Modemverbindungen. Das funktioniert, dauert aber einige Sekunden, in denen kein Gespräch stattfinden kann.
NG eCall nutzt dagegen 4G- und perspektivisch 5G-Technik – also moderne Netze, die mit schnellen Übertragungsgeschwindigkeiten arbeiten. Dadurch kann der Notruf zügig aufgebaut werden. Entscheidende Informationen für die Rettungskräfte lassen sich parallel zum Gespräch übermitteln.

Der NG eCall wählt bei einem Unfall automatisch die Nummer der nächsten Rettungsleitstelle (Credits: iStock / Vincent Scherer)
Autofahrer können im Bordhandbuch oder beim Hersteller prüfen, ob ihr Fahrzeug bereits NG eCall unterstützt oder auf den bisherigen eCall angewiesen ist. Dieser bleibt weiterhin nutzbar. Während O2 Telefónica 4G und 5G weiter ausbaut, bleibt 2G als Basisnetz für Telefonie, SMS und eCall vorerst bestehen. Beim NG eCall spielt es – wie bei seinem Vorgängerstandard - zudem keine Rolle, von welchem Fahrzeug oder welcher SIM-Karte der Notruf ausgeht. Das O2 Netz ist für alle Notrufe verfügbar.
Sicherheit braucht Netz – besonders unterwegs
Damit NG eCall in der Fläche funktioniert, braucht es ein starkes Mobilfunknetz. Unfälle passieren auf Autobahnen, Landstraßen und in abgelegenen Regionen. Daher kommt es auf eine gute flächendeckende Versorgung an. Das O2 Netz erreicht rund 100 Prozent der deutschen Bevölkerung mit 4G und bereits 99 Prozent mit dem modernen 5G-Standard. Dafür sorgen mehr als 29.000 Mobilfunkstandorte, die bundesweit funken. Rund 3000 neue Standorte sollen bis Ende 2027 folgen.

Millionen Autos in Deutschland verfügen bereits über das Fahrzeug-Notrufsystem eCall - künftig immer mehr über NG eCall (Credits: iStock / deepblue4you)
O2 Telefónica arbeitet mit Transatel (ein Unternehmen von NTT) als Partner für vernetzte Mobilität zusammen
O2 Telefónica hat die NG-eCall-Komponenten im Rahmen branchenweiter Interoperabilitätstests gemeinsam mit der Industrie erprobt: Techniker des Unternehmens waren beim sogenannten ETSI-Plugtest dabei, um das Zusammenspiel der Verbindungen – inklusive der Verbindung zu anderen Netzen – umfassend zu testen.
O2 Telefónica arbeitet außerdem mit Transatel zusammen, einem international etablierten Anbieter für Konnektivitätslösungen, der das O2 Netz in Deutschland für seine Dienste nutzt. Transatel verbindet weltweit Millionen Fahrzeuge und Geräte über (e)SIM-basierte Mobilfunklösungen und ist in Automotive-Ökosystemen etabliert. Die Partnerschaft zwischen O2 Telefónica und Transatel stärkt die Fähigkeit, Automobilkunden bei der sicheren Vernetzung ihrer Fahrzeuge zu unterstützen – ein entscheidender Baustein, wenn neue Standards wie NG eCall in die industrielle Praxis überführt werden.
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Mallik Rao - Porträt
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Über O2 Telefónica
| O2 Telefónica ist ein führender Komplettanbieter für Telekommunikationsdienste für Privat- und Geschäftskunden. Das Portfolio der Kernmarke O2 sowie diverser Zweit- und Partnermarken umfasst neben klassischen Telefonie- und Internetanschlüssen auch innovative digitale Services im Bereich Internet der Dinge und Datenanalyse. Im Mobilfunk betreut O2 Telefónica rund 35 Millionen Mobilfunkanschlüsse (Stand 30.09.2025, exklusive Anschlüsse dritter Netzbetreiber). Das Unternehmen ist führender Mobilfunkanbieter im Konsumentenmarkt und im Markt für innovative Partnerangebote sowie ein stark wachsender Anbieter im Lösungsgeschäft für Unternehmenskunden. Das leistungsstarke und vielfach ausgezeichnete Mobilfunknetz des Unternehmens erreicht mehr als 99 Prozent der Bevölkerung. Im Festnetz bietet das Unternehmen O2 Telefónica seinen Kundinnen und Kunden führende technologische Vielfalt und geografische Verfügbarkeit in Deutschland. Im Geschäftsjahr 2024 erwirtschaftete das Unternehmen mit rund 7800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen Umsatz von 8,5 Milliarden Euro. Das Unternehmen gehört mehrheitlich zum spanischen Telekommunikationskonzern Telefónica S.A. mit Sitz in Madrid, einem der großen Telekommunikationskonzerne der Welt. |