5G Tactical Bubble – mobil einsetzbares Notfallnetz in wenigen Minuten Telefónica präsentiert auf dem MWC neue Lösung für Rettungs-, Sicherheits- und Verteidigungsmissionen
02.03.2026

Mit der „5G Tactical Bubble“ lässt sich in wenigen Minuten ein komplettes Notfallreaktionssystem aufbauen
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Telefónica zeigt auf dem Mobile World Congress (MWC) 2026 ein neues Notfall-, Sicherheits- und Verteidigungsnetzwerk. Damit lässt sich in Katastrophen- und Krisengebieten innerhalb weniger Minuten ein komplettes Notfallreaktionssystem aufbauen. Die Lösung verbindet 5G, künstliche Intelligenz, Drohnen und mobile Leitstellen und stellt schnell wieder Kommunikation her – ein entscheidender Faktor für Rettung, Versorgung und Sicherheit der Bevölkerung.
Die vorgestellte Mission-Critical-Lösung basiert auf einer schnell einsatzbereiten „5G Tactical Bubble“. Sie kann per Fahrzeug, Boot oder Drohne in betroffene Regionen gebracht werden. Die Lösung bietet umfassende Abdeckung, Bandbreite, geringe Latenz und mehrere Verbindungen. So ermöglicht sie stabile, sichere Kommunikation auch dann, wenn die bestehende Infrastruktur ausgefallen ist. Einsatzteams können ihre Kräfte koordinieren, Lagebilder erstellen und medizinische Informationen austauschen – und das schon weniger als eine Stunde, nachdem sie das Gebiet erreicht haben.
Schnelle Wiederherstellung der Kommunikation
Zu Beginn eines Einsatzes stellt Telefónica eine erste Funk- und Datenverbindung her, um ein aktuelles Lagebild zu erhalten: Welche Gebiete sind betroffen, wie viele Menschen befinden sich dort, und wo besteht akute Gefahr? Anschließend wird die „5G Tactical Bubble“ eingerichtet, die sämtliche Geräte und Systeme einbindet – auch jene, die ursprünglich nicht mit dem Netzwerk verbunden waren. Die 5G-Einheit bleibt so lange aktiv, wie ein Stromgenerator verfügbar ist.
Technologie für den Einsatzfall
Auf Basis der 5G-Verbindung kommen mehrere Technologien zum Einsatz, die Einsätze deutlich effizienter machen. Ein zentrales Command-and-Control-System bietet ein Echtzeit-Lagebild und bindet KI-gestützte Informationsmanagement-Tools ein. Ein Backhauling-System verbindet unterschiedliche Einsatzknoten mit Satellit, Richtfunk oder öffentlichem 5G. Mit Fog Computing werden Daten dort verarbeitet, wo sie entstehen, um Bandbreite zu sparen und schneller reagieren zu können.
Drohnen und andere robotische Geräte ermöglichen die Erkundung aus der Luft, die Suche nach Vermissten und das Erreichen schwer zugänglicher Bereiche. KI-basierte virtuelle Assistenten erleichtern die Erkennung anomaler Ereignisse und datengestützte Entscheidungen. Ein Telemedizin-Koffer, der per Drohne transportiert wird, schafft medizinische Erstversorgung sogar in Regionen, die Rettungskräfte noch nicht erreichen können.
Mission-Critical Dome Demonstration eines Hochwasserszenarios
Auf dem MWC präsentiert Telefónica den Einsatz der Lösung in Krisensituationen. Im Mittelpunkt steht ein Kommando- und Kontrollsystem, das in Echtzeit darstellt, wo Einsatzkräfte arbeiten, wie sie eingesetzt sind und wie viele Menschen betroffen sind.
Das Szenario spielt in einer fiktiven Umgebung mit extremen Wetterbedingungen. Starke Regenfälle lassen einen Fluss über die Ufer treten. Ein Stadtviertel wird überflutet. Strom und Kommunikationsnetze fallen aus, da die Infrastruktur beschädigt ist.
Telefónica zeigt, wie sich die Konnektivität in solchen Lagen wiederherstellen lässt. Mobile Netze sichern die dauerhafte Verbindung zwischen Koordinationszentren und vorgeschobenen Kommandoposten. So lassen sich Aufklärungs-, Rettungs- und Gesundheitsteams in Echtzeit steuern.
Auf dem Messestand ist ein Leitstand nachgebildet, der Rettungsdienste integriert koordiniert. Er ist mit einem Einsatzposten am Port-Forum verbunden und kommuniziert zudem mit einem Bereich, der nur aus der Luft erreichbar ist.
Vor Ort versorgt eine mobile Einheit das Katastrophengebiet mit einer abgeschirmten 5G-Funkzelle. Eine taktische Drohne unterstützt die Suche nach Vermissten. Sie nutzt Mobilfunksignale als Notfallhinweise und deckt auch schwer erreichbare Zonen ab.
Jede mobile Funkzelle nutzt Network Slicing. Das sichert die Qualität für die Einsatzkommunikation, Leitstellenanwendungen, Funkintegration, Daten und Videoübertragung, die Steuerung von Boden und Luftrobotern sowie für telemedizinische Anwendungen für Rettungs und Bergungsteams.
Für die Umsetzung der Demonstration arbeitet Telefónica mit einem Netzwerk aus Technologiepartnern zusammen, darunter Alisys Robotics, ATIKA, Cartronic, Centum, Kenmei, Seabots, Sitep, SSM, UAV Works, XRF und Zebra.