Studie zur Wahrnehmung kritischer Infrastruktur Deutsche sehen Nachholbedarf beim Schutz kritischer Infrastruktur
13.10.2026

Kommunikationsnetze werden unterschätzt: Trotz der Sorge vor den Folgen eines Ausfalls von Mobilfunk und Internet zählen nur 30 Prozent Kommunikationsnetze zu den besonders schützenswerten Infrastrukturen (Credits: iStock / BitsAndSplits)
- Nur jeder Fünfte hält die kritische Infrastruktur in Deutschland für ausreichend geschützt
- 67 Prozent wollen, dass Bund, Länder und Kommunen mehr in den Schutz investieren
- 39 Prozent sehen im E-Government eine Chance
Deutschland hat ein gewaltiges Versorgungsproblem, wenn Mobilfunk und Internet ausfallen. Das sieht mit 76 Prozent auch die große Mehrheit der Bevölkerung so. Gleichzeitig zählen aber nur 30 Prozent der Bundesbürger Kommunikationsnetze zu den besonders schützenswerten Infrastrukturen. An der Spitze stehen stattdessen die Energieversorgung mit 70 Prozent sowie die Wasserversorgung und das Gesundheitswesen mit jeweils 60 Prozent der Nennungen. Dabei hängen diese Sektoren essentiell von funktionierenden Kommunikationsnetzen ab. Die Befragten unterschätzen damit die strategische Rolle der Konnektivität. Das sind Ergebnisse einer Onlinebefragung von Telefónica Market Intelligence & Research aus dem September 2026.
„Versorger steuern das Stromnetz digital, Wasserwerke überwachen und regeln ihre Pumpen über 5G-Slices, Notfallsanitäter holen den Telenotarzt per Video in den Rettungswagen. Wer diese Grundversorgungen sichern will, muss beim Kommunikationsnetz anfangen“, sagt Andreas Schönfeld, Director Enterprises und Mitglied des Executive Committees bei Telefónica Deutschland. „Ein sicheres und leistungsstarkes Kommunikationsnetz ist die Grundlage für Künstliche Intelligenz und das Internet der Dinge. Damit bauen Behörden und Versorger digitale Plattformen, die ihre Prozesse über einheitliche Schnittstellen verbinden“, ergänzt Schönfeld.

Andreas Schönfeld (Credits: Telefónica Deutschland)
Mehr Investitionen für kritische Infrastruktur gefordert
Nur jeder Fünfte (20 Prozent) hält die kritische Infrastruktur in Deutschland für ausreichend geschützt. Wie mehr Sicherheit entstehen kann, darauf haben viele Befragte eine klare Antwort. 67 Prozent sind der Meinung Bund, Länder und Kommunen sollten mehr Geld in den Schutz kritischer Infrastruktur investieren. Für zwei Drittel ist der Datenschutz wichtiger als Komfort.
Wie Kommunen ihre Rathäuser und Ämter sicher und effizient vernetzen, zeigt ein Beispiel aus Hessen. Dort baut Telefónica Deutschland gemeinsam mit dem kommunalen IT-Dienstleister ekom21 ein modernes softwaregesteuertes Weitverkehrsnetz (SD-WAN) auf. Mittlerweile sind darüber rund 500 Kommunen und kommunale Standorte angebunden, weitere sollen folgen. Die Lösung ermöglicht die zentrale Verwaltung von Sicherheitsfunktionen wie Firewalls über alle Standorte hinweg und vereinfacht die Integration von Cloud-Diensten. Neue Verwaltungseinheiten lassen sich schnell anbinden, digitale Anwendungen und Services schneller bereitstellen. Damit ermöglicht Telefónica Deutschland Kommunen den Zugang zu modernen digitalen Technologien und schafft die Grundlage für eine sichere digitale Verwaltung.
Rückenwind für E-Government
Wer heute ein Auto zulassen oder ein Gewerbe anmelden will, erledigt das zunehmend online. Die Befürworter weiterer Behördendigitalisierung sind klar in der Mehrheit: 39 Prozent sehen in ihr eine Chance, nur halb so viele (19 Prozent) ein Risiko. Die Skeptiker fürchten vor allem Hackerangriffe und Datendiebstahl. Den Ausschlag gibt also die Sicherheit.
„Die sichere Digitalisierung ist ein maßgeblicher Standortvorteil. Wo Cloud-Dienste, KI und Smart-City-Anwendungen auf ein leistungsfähiges und geschütztes Netz treffen, werden Abläufe einfacher und schneller für die Verwaltung selbst, für Bürger und Unternehmen“, sagt Schönfeld.
Wie das in der Praxis aussieht, zeigt Telefónica Deutschland auf der Smart Country Convention 2026 vom 13. bis zum 15. Oktober in Berlin, Halle 25, Stand 111.
| Über die Studie: Onlinebefragung von Telefónica Market Intelligence & Research (September 2026) Befragt wurden 1000 Personen in Deutschland im Alter zwischen 18 und 75 Jahren. Die Stichprobe wurde nach relevanten Bevölkerungsmerkmalen gewichtet und entspricht damit dem Standard repräsentativer Onlinebefragungen. Die Onlinebefragung wurde zwischen dem 14. und 17. September 2026 ausgeführt. Themen waren unter anderem die Funktionsfähigkeit von Behörden und Verwaltungen angesichts multipler Krisen und Bedrohungen, die Bedeutung und Sicherheit der kritischen Infrastruktur sowie Chancen und Risiken der Verwaltungsdigitalisierung. Über Telefónica Deutschland Telefónica als eines der weltweit führenden Telekommunikationsunternehmen hat es sich zur Aufgabe gesetzt, Menschen, Unternehmen und öffentlichen Institutionen den besten Zugang zu digitalen Technologien zu ermöglichen. Mit rund 300 Millionen Anschlüssen und 35 Milliarden Euro Jahresumsatz konzentriert der Telefónica-Konzern seine Aktivitäten auf Spanien, Brasilien, Deutschland und Großbritannien. Telefónica Deutschland trägt etwa ein Viertel zum Umsatz der Telefónica-Gruppe bei. Der Komplettanbieter für Telekommunikationsdienste ist führender Mobilfunkdienstleister für Konsumenten und im Markt für innovative Partnerangebote sowie ein stark wachsender Provider im Lösungsgeschäft für Unternehmenskunden. Kernmarke des Unternehmens ist O2, hinzu kommen Zweit- und Partnermarken wie Blau oder Ay Yildiz. Das Angebotsspektrum umfasst klassische Telefonie- und Internetanschlüsse sowie digitale Services im Bereich Internet der Dinge, Sicherheit, Entertainment und Datenanalyse. Im Mobilfunk betreut Telefónica Deutschland über 35 Millionen Anschlüsse (Stand 30.06.2026). Das vielfach ausgezeichnete Mobilfunknetz des Anbieters erreicht mehr als 99 Prozent der Bevölkerung. 2025 erwirtschaftete Telefónica Deutschland einen Umsatz von 8,2 Milliarden Euro. |
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