O2 Telefónica CEO Markus Haas beim SZ-Wirtschaftsgipfel:„Europa kann in einer globalen Welt digital souverän werden“

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CEO Markus Haas im CEO Powertalk mit Dr. Marc Beise
Beim SZ-Wirtschaftsgipfel 2022 ist O2 Telefónica CEO Markus Haas im CEO Powertalk mit Dr. Marc Beise, Leiter der Wirtschaftsredaktion der Süddeutsche Zeitung, der Frage nachgegangen, wie die Welt digital eine bessere werden kann. Haas sieht große Chancen für eine bessere Welt, wenn eine europäisierte Digitalisierung gelingt. Dazu muss Europa digital souverän werden. Etwa indem es das Web3.0 mit Anwendungen wie dem Metaverse nach eigenen Werten gestaltet und eigene Geschäftsmodelle auf den Weg bringt. Täglich wird Europa die digitale Dominanz amerikanischer Plattformanbieter vor Augen geführt. Meta, Alphabet, Apple, Amazon, Microsoft und Netflix prägen das digitale Leben. Zusammengenommen machten allein diese sechs Anbieter 2021 über 56 Prozent des gesamten globalen Datenverkehrs aus.

Die Welt wird digital eine bessere, wenn sie europäischer wird

Europa muss digital souverän werden
Den Europäern bleibt die Rolle der Beobachter, Warner, Mahner. Europa muss machen, nicht nur mahnen, um digital souverän zu werden“, meint Markus Haas auf dem SZ-Wirtschaftsgipfel und fährt fort: „Wir müssen in Europa selbstbewusster werden und an uns glauben. Insbesondere wenn es um die Entwicklung des Metaverse geht.“ So könnten EU-weite Metaverse-Anwendungen Europas Chance sein, dieses - laut Haas - „nächstes großes Ding“ nicht nur zu nutzen, sondern nach eigenen Werten und Normen zu gestalten. Konkret bedeutet dies, dass Content-Anbieter virtuelle Orte für Bildung, Kultur, sozialer Interaktion, Wirtschaft und Arbeiten errichten. Mit Inhalten, die für Europäer relevant sind. Mit transparenten und fairen Zugangs- und Nutzungsbedingungen. Auf Basis des europäischen Datenschatzes. Orientiert an Werten wie Sicherheit, Demokratie, Offenheit, Selbstbestimmung, Datenhoheit, Pluralität und Nachhaltigkeit. Dazu Haas: „Wir müssen das Wertesystem, das wir in Europa haben, auch digital auf die Straße bringen.“

Europas digitale Souveränität braucht den Schulterschluss von Wirtschaft und Politik

Die Politik muss dafür sorgen, dass alle Beteiligten verlässliche Spielregeln im digitalen Europa haben.
Für die digitale Souveränität investieren Netzbetreiber Milliarden in immer leistungsfähigere Netze, die dem Datenhunger der großen amerikanischen Technologiekonzerne standhalten. Für Unternehmen wie Google oder Meta ist diese Leistung kostenlos. „Das ist ein Ungleichgewicht, für das wir eine Lösung finden müssen“, beklagt Markus Haas im CEO-Powertalk mit Marc Beise. Netzbetreiber müssen im Schulterschluss mit Content-Anbietern Inhalte und Geschäftsmodelle umsetzen, die für Europäerinnen und Europäer relevant sind. Die Politik muss dafür sorgen, dass alle Beteiligten verlässliche Spielregeln im digitalen Europa haben und diese Regeln auch eingehalten werden. Das Ergebnis kann ein europäisches Metaverse sein, welches Menschen mobilisiert mitzumachen. „Es war noch nie so einfach und günstig eine digitale Plattform zu bauen wie heute. Wir müssen nur die richtigen Weichen in Europa stellen“, ist Haas überzeugt. Weitere spannende Powertalks führte Beise mit Albrecht Kiel, Regional Managing Director Central Europe bei Visa Europe sowie mit Joachim Schreiner, General Manager und Executive Vice President von Salesforce Deutschland. Nachzulesen in der Süddeutschen Zeitung: SZ-Wirtschaftsgipfel: Wie diese Manager die Welt besser machen wollen - Wirtschaft - SZ.de (sueddeutsche.de)

Von: Tanja Laube

Tanja Laube ist Pressesprecherin für alle Nachhaltigkeitsthemen, wie Umwelt und Klima, Corporate Digital Responsibility, Responsible Business Plan und CR Report. Sie hat über 25 Jahre Kommunikationserfahrung, u.a. als Leiterin Unternehmenskommunikation/Marketing der VTG AG, stellv. Leiterin Unternehmenskommunikation und Pressesprecherin bei Tchibo, Senior Managerin globale PR und Marketingkommunikation bei Philips Semiconductors sowie als selbständige Unternehmensberaterin und Coachin.

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