2G-Aus bis Ende 2028 Telefónica Deutschland schafft Kapazität für modernere Mobilfunknetze

01.06.2026
Telefónica Deutschland schaltet in der zweiten Jahreshälfte 2028 den Mobilfunkstandard 2G ab (Credits: Telefónica Deutschland)
  • Telefónica Deutschland schaltet 2G in der zweiten Jahreshälfte 2028 ab, da die Technologie an das Ende ihres Lebenszyklus gekommen ist.
  • Freigewordenes Frequenzspektrum wird für leistungsfähigere Mobilfunkstandards genutzt.
  • Der Telekommunikationsanbieter gibt Verbrauchern und Unternehmen einen klaren Zeitrahmen für die Umstellung auf moderne Standards.
  • Für die meisten Mobilfunknutzer ändert sich nichts; betroffen sind überwiegend alte Geräte sowie einzelne Vernetzungslösungen (Internet of Things) und Bestandsanwendungen in Unternehmen.
  • Telefónica Deutschland begleitet den Technologiewechsel mit Informationen, Beratung und technischen Umstellungen.
Der Telekommunikationsanbieter Telefónica Deutschland schaltet in der zweiten Jahreshälfte 2028 den Mobilfunkstandard 2G (GSM) in seinem Netz ab. Die Technik wurde vor mehr als 30 Jahren vor allem für Telefonie und SMS entwickelt und ist heute am Ende ihres Lebenszyklus angekommen, weshalb alle deutschen Mobilfunkanbieter den 2G-Betrieb einstellen. Die freiwerdenden Frequenzen nutzt das Unternehmen künftig für 4G/LTE und 5G. Damit schafft Telefónica Deutschland zusätzliche Kapazitäten für mobile Telefonie, Datennutzung und vernetzte Anwendungen. „Wir bauen das digitale Rückgrat Deutschlands mit modernen Mobilfunktechnologien und verabschieden uns von 2G – einem mehr als 30 Jahre alten Standard, der den heutigen Anforderungen nicht mehr gerecht wird. 2G hat die mobile Kommunikation lange geprägt, wurde jedoch für Sprache und SMS entwickelt und stößt in einer datengetriebenen Welt an seine Grenzen. Heute bieten flächendeckende 4G- und 5G-Netze deutlich mehr Leistung für Streaming, mobiles Arbeiten und vernetzte Anwendungen. Mit der Abschaltung von 2G in der zweiten Jahreshälfte 2028 schaffen wir Planungssicherheit und gewinnen wertvolle Frequenzen für den weiteren Ausbau des mobilen Breitbands. So verbessern wir unsere Netze genau dort, wo Menschen und Unternehmen sie jeden Tag brauchen“, sagt Mallik Rao, Chief Operating Officer von Telefónica Deutschland.
Mallik Rao
Die 2G-Technik gilt mittlerweile als überholt. 4G und 5G tragen die breitbandige mobile Vernetzung – mit höheren Datenraten und einer effizienteren Nutzung des knappen Mobilfunkspektrums. Im O2 Netz stieg das transportierte Datenvolumen 2025 auf 6,4 Milliarden Gigabyte – und ist damit rund zwanzig Mal höher als noch vor zehn Jahren. Die Abschaltung von 2G ist Teil einer breiteren Entwicklung in Europa. Netzbetreiber in mehreren Ländern haben 2G bereits abgeschaltet oder planen dies.

Was das 2G-Ende für Verbraucher bedeutet

„Für die meisten Verbraucher ändert sich nichts und sie können dem 2G-Ende in der Regel gelassen entgegensehen. Betroffen sind vor allem alte Geräte“, sagt Mallik Rao. Der überwiegende Teil der Verbraucher besitzt bereits ein 4G-oder 5G-fähiges Endgerät, das auch die mobile Telefonie über moderne Standards ermöglicht (Voice over LTE; VoLTE). Handlungsbedarf besteht bei alten Mobiltelefonen, die nur 2G unterstützen oder Sprachverbindungen im 4G- oder 5G-Netz nicht unterstützen. Telefónica Deutschland empfiehlt betroffenen Kundinnen und Kunden, ihre Geräte frühzeitig zu prüfen und auf geeignete Modelle umzusteigen. So bleibt mobile Telefonie auch nach Beginn der 2G-Abschaltung ohne Unterbrechung verfügbar.
Ein Handy aus der 2G-Ära: Was früher mobile Kommunikation prägte, hat längst modernen Smartphones Platz gemacht (Credits: iStock / golero)

Was Unternehmen jetzt tun sollten

Der Großteil der industriellen Anwendungen läuft heute bereits über 4G und 5G. Betroffen sein können vor allem ältere vernetzte Geräte und Systeme – sogenannte M2M- und IoT-Anwendungen –, die noch über 2G kommunizieren. Dazu zählen Telemetrie-, Alarm- oder weitere fest verbaute Systeme. Für Unternehmen, Betreiber und Institutionen ist die Ankündigung deshalb vor allem ein Planungssignal, um möglichst frühzeitig auf Nachfolgetechnologien wie 4G, 5G sowie die Maschinennetze 4G Narrowband-IoT oder 5G RedCap umzustellen. „Wer heute noch 2G in Geräten oder Anlagen nutzt, sollte die Umstellung jetzt starten. Frühes Handeln senkt das Risiko von Ausfällen und schafft die technologische Grundlage für die nächsten Jahre. Wir unterstützen den Übergang mit klaren Informationen, Beratung und Lösungen für den Wechsel auf neue Technik“, sagt Mallik Rao. Damit setzt Telefónica Deutschland den Übergang auf moderne Mobilfunkstandards planbar fort und schafft die Grundlage für zusätzliche Kapazitäten im Netz.
Von 2G zur modernen IoT-Anbindung: Vernetzte Kameras und andere Geschäftsanwendungen wechseln auf leistungsfähigere 4G- und 5G-Technologien (Credits: iStock / Daniel Balakov)

Checkliste für Verbraucher

  • Gerät prüfen: Unterstützt das Handy alle Services wie etwa 4G/VoLTE oder 5G? Wenn ja, besteht in der Regel kein Handlungsbedarf. Orientierung bieten die Angaben des jeweiligen Endgeräteherstellers.
  • Einstellungen prüfen: Ist das Gerat in den System-Einstellungen so konfiguriert, dass Sprachverbindungen über VoLTE („Voice over LTE“) möglich sind, sodass das 4G-Netz für Anrufe verwendet wird?
  • Bei sehr alten Geräten: Frühzeitig auf ein aktuelles 4G/5G-fähiges Gerät wechseln, um Telefonie und Daten im In- und Ausland dauerhaft nutzen zu können. Die Marken und Partnermarken von Telefónica Deutschland bieten auf ihren Internetseiten passende Angebote für Smartphones sowie Kombi-Angebote für Handy und Vertrag.
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Checkliste für Unternehmen und Betreiber

  • Bestände erfassen: Welche Endgeräte, Anlagen, Flotten oder Standorte nutzen noch 2G (z. B. Telemetrie, Alarmierung, Tracking, Notruftechnik)?
  • Geräte prüfen: Unterstützen die Mobiltelefone der Mitarbeitenden alle Services wie etwa 4G/VoLTE oder 5G? Wenn ja, besteht in der Regel kein Handlungsbedarf.
  • Kontakt mit Experten aufnehmen: Die Experten von O2 Business stehen Ihnen für Fragen jederzeit zur Verfügung.
  • Technologiewechsel planen: Je nach Anwendungsfall kommen z. B. aktuelle Technologien wie 4G/LTE, 5G, NB-IoT oder RedCap in Betracht – mit frühzeitigem Testbetrieb, um Unterbrechungen zu vermeiden.
  • Früh starten: Viele IoT-Lösungen sind langfristig im Feld – je früher die Planung, desto geringer das Risiko ungeplanter Ausfälle.
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Über Telefónica Deutschland
Telefónica Deutschland ist ein führender Komplettanbieter für Telekommunikationsdienste für Privat- und Geschäftskunden. Das Portfolio der Kernmarke O2 sowie diverser Zweit- und Partnermarken umfasst neben klassischen Telefonie- und Internetanschlüssen auch innovative digitale Services im Bereich Internet der Dinge, Sicherheit, Entertainment und Datenanalyse. Im Mobilfunk betreut Telefónica Deutschland rund 35 Millionen Mobilfunkanschlüsse (Stand 31.03.2026). Das Unternehmen ist führender Mobilfunkanbieter im Konsumentenmarkt und im Markt für innovative Partnerangebote sowie ein stark wachsender Anbieter im Lösungsgeschäft für Unternehmens­kunden. Das leistungsstarke und vielfach ausgezeichnete Mobilfunknetz des Unternehmens erreicht mehr als 99 Prozent der Bevölkerung. Im Festnetz bietet O2 führende technologische Vielfalt und geografische Verfügbarkeit in Deutschland. Im Geschäftsjahr 2025 erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von 8,2 Milliarden Euro. Das Unternehmen gehört mehrheitlich zum spanischen Telekommunikationskonzern Telefónica S.A. mit Sitz in Madrid, einem der großen Telekommunikationskonzerne der Welt.