Passive Infrastruktur:Telefónica Deutschland verkauft Mobilfunkstandorte an Telxius für 1,5 Milliarden Euro

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Credits: Telefónica Deutschland
Telefónica Zentrale in München
Die Telefónica Deutschland Holding AG hat eine Vereinbarung mit der Telxius Telecom S.A. (Telxius) über die Ausgliederung und den Verkauf ihrer passiven Infrastruktur unterzeichnet. Etwa 10.100 Mobilfunkstandorte, die sich zum allergrößten Teil auf Gebäudedächern befinden, werden zu einem Kaufpreis von 1,5 Milliarden Euro an die Infrastrukturgesellschaft übertragen. Die aktive Funktechnik an den übertragenen Standorten verbleibt im Eigentum von Telefónica Deutschland und wird weiterhin zum Betrieb des Mobilfunknetzes genutzt. Zusätzlich wird Telxius im Rahmen der Transaktion in den nächsten vier Jahren insgesamt 2.400 weitere Standorte erschließen und dort Flächen für die Installation von aktiver Funktechnik an Telefónica Deutschland vermieten. Das Unternehmen nutzt mit dieser Transaktion die derzeit attraktiven Bewertungen für bauliche Netzinfrastruktur und stärkt seine finanzielle Flexibilität.
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Markus Haas
Gleichzeitig sichert sich Telefónica Deutschland über langfristige Mietverträge den Zugang zu wichtigen Standorten auch für den in diesem Jahr anlaufenden Ausbau des 5G-Netzes. Darüber hinaus stellt die Transaktion insbesondere sicher, dass Telefónica Deutschland für den weiteren Ausbau der Netzinfrastruktur mit Telxius einen kompetenten Partner gewonnen hat. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Behörden, insbesondere der des Bundeskartellamtes. „Dies ist eine der größten und wichtigsten Transaktionen in der Geschichte von Telefónica Deutschland. Sie bildet einen wichtigen Meilenstein im Rahmen der Fokussierung unserer Geschäftstätigkeit. Wir verfolgen einen klaren Kurs, der auf unserer Wachstumsstrategie basiert. In ihrem Rahmen bildet die weitere Verbesserung der Qualität des O2 Netzes für unsere Kunden insbesondere in der Fläche einen Schwerpunkt“, sagte Markus Haas, der Vorstandsvorsitzende von Telefónica Deutschland.
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Markus Rolle
„In der aktuell unternehmerisch herausfordernden Corona-Pandemie wollen wir unser Finanzprofil weiterhin konservativ gestalten. Die mit dem Verkauf einhergehende finanzielle Flexibilität erhöht unseren unternehmerischen Spielraum mittel- und langfristig deutlich“, erklärte Markus Rolle, Finanzvorstand des Unternehmens. Bereits im Dezember 2019 hatte Telefónica Deutschland ein Investitionsprogramm mit Schwerpunkt Netz aufgelegt mit dem Ziel, das Wachstum des Unternehmens zu beschleunigen. Im Mittelpunkt stehen der verstärkte Ausbau der Versorgung von ländlichen Gebieten vor allem mit 4G und auch die Beschleunigung des Kapazitätsausbaus in Städten insbesondere mit 5G. Im Zuge dieses Investitionsprogramms wird die Investitionsquote in den Jahren 2020 und 2021 17-18 Prozent erreichen und sich bereits 2022 wieder normalisieren. Die Telefónica S.A. ist mittelbar mit 69,2 Prozent an der Telefónica Deutschland Holding AG beteiligt und hält zugleich indirekt eine Mehrheitsbeteiligung an Telxius mit 50,01 Prozent (neben KKR & Co. Inc. und Pontegadea Inversiones S.L. mit einem jeweiligen mittelbaren Anteil von 40 Prozent und 9,99 Prozent an Telxius).

Autor: Cornelius Rahn

Cornelius Rahn ist Pressesprecher für Finanzthemen sowie für Fragen rund um die Unternehmens-IT und die Innovationsfabrik Wayra. Er war zuvor sechs Jahre lang als Wirtschaftsjournalist tätig und ist seit 2015 Teil des Corporation Communications-Teams bei Telefónica Deutschland.

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