Interview mit CEO Markus Haas in der BILD:Heute aktiviert Telefónica / O2 ihr 5G-Netz

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Credits: Telefónica Deutschland / Bernhard Huber
Markus Haas
O2 schaltet am Abend des 3. Oktober 2020 sein 5G-Netz ein und startet damit den Datenturbo für die Digitalisierung Deutschlands. Der symbolische Akt wird ab 18 Uhr live im Web übertragen. Markus Haas, CEO von Telefónica Deutschland / O2, hat mit der Tageszeitung BILD über den Start und die 5G-Ausbaupläne des Unternehmens gesprochen. Wir veröffentlichen an dieser Stelle Auszüge des Gesprächs. Das vollständige Interview mit der BILD ist online und in der Printausgabe am 3. Oktober 2020 erschienen. Wofür brauchen wir 5G? Markus Haas: 5G gibt uns die Möglichkeit, die steigenden Datenmengen zu bewältigen. Unsere Netze wachsen um 50 bis 60 Prozent im Jahr. Ohne 5G werden wir das nicht bewältigen. Geht's dabei vor allem um schnelle Video-Wiedergabe? Markus Haas: Auch, aber auch viel mehr. Sie könnten eine gesamte Staffel von Haus des Geldes in wenigen Sekunden herunterladen. 4G braucht dafür fast noch eine halbe Stunde. Mobile Gaming, Virtual, Augmented Reality werden mit 5G Realität werden. Mit 4G können wir maximal 5000 Geräte vernetzen. Mit 5G können wir 1 Million Sensoren vernetzen. An jedem Fahrrad kann ein Sensor sein, damit Sie wissen, wo Ihr Fahrrad ist. Wir können jede Straßenlaterne vernetzen. Sie werden auch nie wieder Anschluss-Probleme bei Großveranstaltungen wie Konzerten oder Fußballspielen haben.
Mit dem 5G-Start am 3. Oktober setzt O2 zum 30. Jahrestag der Deutschen Einheit ein Zeichen für digitalen Fortschritt und mobile Freiheit.
Wo wird ab Samstag 5G aktiv sein? Markus Haas: Ursprünglich wollten wir in fünf Städten starten. Wir sind aber so gut voran gekommen, dass wir das Netz in 15 Städten aktivieren. Darunter sind Berlin, München, Hamburg, Frankfurt, Köln, aber auch Düsseldorf, Essen und Stuttgart. Wirtschaftsvertreter beklagen, dass die USA, China und Japan bei 5G schon mehr können. Wo sehen Sie Deutschland im internationalen Vergleich? Markus Haas: Deutschland hat eine gute Startposition. Die marktfähigen Endgeräte für 5G kommen erst jetzt. Die sind auch in China oder den USA nicht früher verfügbar. Wie viele Geräte werden Sie mit 5G-Empfang anbieten? Markus Haas: Es gibt zehn Geräte, die zum Marktstart da sind. Noch können weniger als 5 Prozent der Handys aller Deutschen überhaupt 5G. Das geht jetzt erst richtig los.
Credits: Henning Koepke / Telefónica Deutschland
Wie wird der Netzausbau weitergehen? Markus Haas: Wir gehen erst mal in die Städte, weil wir dort die meisten Nutzer haben. Und dann schnell in die Fläche. Wir wollen Ende nächsten Jahres 30 Prozent und Ende 2022 etwa 50 Prozent der Bevölkerung versorgen. Wie viele neue Masten brauchen Sie für 5G? Markus Haas: Im ländlichen Raum reicht die bestehende Infrastruktur aus. In Städten müssen wir nachverdichten. Wahrscheinlich noch einmal 20 Prozent mehr. Gleichzeitig wollen wir dieses Jahr weitere 12 Millionen Menschen mit 4G versorgen. Damit kommen wir auf 98 Prozent Netzabdeckung. Der Vorteil: Wir können später auf die gleichen Stationen 5G Sender aufbauen. Bis spätestens 2025 wollen wir ganz Deutschland mit 5G versorgen. [...]

Autor: Klaus Schulze-Löwenberg

Klaus Schulze-Löwenberg ist seit 2016 Leiter Produkt & Technologiekommunikation bei Telefónica Deutschland. Zuvor seit 2008 Teil des Kommunikationsteams der E-Plus Gruppe und als Teamleiter verantwortlich für die Netz- und Produktkommunikation.
Auf unserer 5G-Netzinfoseite finden Sie alle Informationen zum neuen Mobilfunkstandard. 5G-Netz ab 3. Oktober live: O2 startet Datenturbo der Digitalisierung Deutschlands

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