Menschenrechtliche Sorgfaltspflicht im Fokus

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Menschenrechte wahren und Risiken eindämmen

Die Wahrung von Menschenrechten ist für Wirtschaft und Gesellschaft ein zentrales Thema und steht immer häufiger im Blickpunkt öffentlicher Debatten. Risiken für Verstöße und tatsächliche Menschenrechtsverletzungen wie Kinder- oder Zwangsarbeit sind dabei nicht nur in globalen Lieferketten und Produktionsstätten von Entwicklungs- und Schwellenländern anzutreffen. Auch die Industrieländer sind keineswegs vor menschenrechtlichen Risiken gefeit, sei es etwa hinsichtlich der Diskriminierung von Personen oder der Verletzung der Privatsphäre und des Datenschutzes. Auf internationaler Ebene tragen eine Reihe von Abkommen und Verträgen dazu bei, die Bedeutsamkeit von Menschenrechtsthemen zu unterstreichen, sowie Staat und Unternehmen zum Handeln zu verpflichten. Dazu gehören nicht nur die UN-Menschenrechtscharta und die UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte. Auch die Prinzipien des UN Global Compact und die SDGs zielen ausdrücklich auf die Verbesserung der Menschenrechtssituation ab, insbesondere SDG 8 – Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum. Hinzu tritt in jüngster Zeit eine zunehmende Regulierung von Menschenrechtsthemen auf nationaler Ebene, wie sie beispielsweise in dem in Kürze zu verabschiedenden Sorgfaltspflichtengesetz in Deutschland zum Ausdruck kommt. Telefónica Deutschland verpflichtet sich, die Menschenrechte entlang der Wertschöpfungskette zu achten und zu schützen. Sie folgt dabei nicht nur den regulatorischen Anforderungen, sondern auch ihrem eigenen Werteverständnis, das in den Geschäftsgrundsätzen verankert ist. Wir bekennen uns zu den Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte der Vereinten Nationen. In Ergänzung zu unseren Geschäftsgrundsätzen, unserer Supply Chain Sustainability Policy und dem Digitalen Manifest der Telefónica S.A. Group, bekennen wir uns auch im Rahmen unserer Grundsatzerklärung zur Achtung der Menschenrechte und zu den Zielen des „Nationalen Aktionsplans Wirtschaft und Menschenrechte (NAP)“ der Bundesregierung. Unsere Menschenrechtsrichtlinie legt schließlich Mindestanforderungen im menschenrechtlichen Kontext fest. Jede Form der Kinder- oder Zwangsarbeit lehnen wir ab und wir respektieren das Recht auf Zugehörigkeit zu einer gewerkschaftlichen Organisation. Wir treten ein für Chancengleichheit und Gleichbehandlung aller Menschen unabhängig von Hautfarbe, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion, Geschlecht oder sexueller Orientierung.

GRUNDSATZERKLÄRUNG

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Die Identifikation und Überwachung der Nachhaltigkeitsrisiken in der Lieferkette und an den eigenen Standorten ist für uns besonders wichtig, um das Eintreten von gesetzlicher Haftung und Sanktionsmechanismen schon im Ansatz zu vermeiden. Eine effiziente Compliance im Menschenrechtsbereich dient darüber hinaus unserer Reputation und Wettbewerbsfähigkeit. Zudem betrachten wir, wie Digitalisierung und mobile Kommunikation zur Förderung der Menschenrechte und zur Verbesserung der Lebensqualität beitragen können und wo diese potenziell einschränkend hinsichtlich der Privatsphäre, der Meinungsfreiheit, der Gleichheit und der Qualität der Beschäftigung wirken. Wir sind davon überzeugt, dass die Bewertung und das Management der Auswirkungen unserer Tätigkeit auf die Menschenrechte von grundlegender Bedeutung für die Nachhaltigkeit unseres Geschäfts sind. Mit unserer Unterstützung des UN Global Compact untermauern wir unseren Anspruch und die Verpflichtung zu einer verantwortungsvollen Menschenrechtspolitik. Für die Überprüfung der Einhaltung und Umsetzung unserer menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht trägt der Vorstand von Telefónica Deutschland die Verantwortung. Wir haben ein abteilungsübergreifendes Menschenrechtskomitee, das fachbereichsübergreifend das Thema vorantreibt und dazu im kontinuierlichen Austausch mit dem Vorstand steht. Vertreten sind die Abteilungen Corporate Responsibility, Compliance, Legal und Kapitalmarktrecht, Datenschutz, Human Resources und jeweils ein Vertreter der Telefónica, S.A. Group und der Einkaufsgesellschaft Telefónica Global Services (TGS). Der CR-Abteilung obliegt die Steuerung des Menschenrechtskomitees und die Durchführung von menschenrechtsbezogenen Risikoanalysen. Mit dem Menschenrechtskomitee erreichen wir eine schnelle Handlungsfähigkeit, wenn es um die Beantwortung oder Behandlung von gemeldeten menschenrechtsrelevanten Vorfällen in unserem Menschenrechtsmeldekanal oder um notwendige Anpassungen von Managementansätzen und Policies geht. Es gewährleistet zudem das Monitoring unserer menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht im Unternehmen, so u.a. zur Funktionsweise des Beschwerdemechanismus.

Beschwerdemechanismus

Telefónica Deutschland stellt ihren Stakeholdern einen Meldekanal für die Beschwerden und Hinweise zu Menschenrechtsverstößen zur Verfügung. Dieser Kanal steht jedem offen, unabhängig vom Bestehen oder der Art der vertraglichen oder geschäftlichen Beziehung mit Telefónica Deutschland oder seinen verbundenen Unternehmen. Nachrichten werden vertraulich behandelt und von der zuständigen Abteilung des Unternehmens angemessen behandelt. Die Einhaltung unserer Datenschutzrichtlinien hat auch hier höchste Priorität.

KONTAKT

Hinweise und Kontakt für Menschenrechte
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