Klarer Fokus auf Energie & CO2-Reduktion

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Commitment

Wir reduzieren unseren Energieverbrauch pro Datenvolumen bis 2020 um 40 % gegenüber 2015 und kaufen jedes Jahr 100 % der Energie, die wir selbst beschaffen und kontrollieren, aus Grünstrom ein.

Modernisierung der Netze führt zu verbesserter Energieeffizienz

Telefónica Deutschland setzt sich für die Förderung einer kohlenstoffarmen Wirtschaft ein. Wir verbessern unsere Energieeffizienz kontinuierlich, indem wir auf energiesparende Komponenten im gesamten Unternehmen umsteigen. Damit tragen wir aktiv zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen bei. Darüber hinaus setzen wir auf den effizienten Einsatz natürlicher Ressourcen und wenden Umweltkriterien in unseren Beschaffungsprozessen an, um unseren ökologischen Fußabdruck weiter zu verringern. Um den Einsatz erneuerbarer Energien zu fördern, beziehen wir bereits dort zu 100% Grünstrom, wo wir die Hoheit über die Strombeschaffung haben. Ein weiterer Fokus liegt darauf, Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln, die unseren Kunden nachhaltiges Handeln erleichtern. So haben wir 2019 das neue Half-SIM-Trägerformat in unseren Shops und bei der Ausgabe an O2 Postpaid-Neukunden eingeführt. Der neue SIM-Karten-Träger ist im Vergleich zum bisherigen Scheckkartenformat nur halb so groß und halb so schwer, womit 2019 knapp 3,4 t Plastik für rund 1,7 Millionen Half-SIM-Karten eingespart werden konnten. An dieser Initiative beteiligen sich neben O2 auch weitere Eigenmarken. Im Zuge des Zusammenschlusses von Telefónica Deutschland und der E-Plus Gruppe haben wir umfangreiche Maßnahmen zur umweltverträglichen Netzwerk- und Bürostandortkonsolidierung umgesetzt. Im Bereich Netzwerk wurden außerdem zahlreiche Energieeffizienzmaßnahmen vorangetrieben, die wir bis spätestens 2020 umsetzen wollen. Dies betrifft in erster Linie die Modernisierung der 2G- und 3G-Netze, die wir bis Ende des Berichtsjahres nahezu abgeschlossen haben. Bis Ende 2019 konnten wir somit in Summe (bezogen auf 2016) eine Einsparung von 6,82 GWh erzielen. Im Rahmen der bis Ende 2018 nahezu vollständig abgeschlossenen Netzkonsolidierung durch Abschaltung und Rückbau von insgesamt rund 14.000 Standorten erreichten wir von 2016 bis 2018 eine Einsparung von 196 GWh. Verzögerungen beim Rückbau lagen darin begründet, dass die dafür vorgesehenen Standorte nun teilweise zum Aufbau des 5G-Netzwerks dienen sollen. Die Steuerung im Bereich Netzwerk erfolgt über das Messen der Fortschritte bei der 2G-/3G-Modernisierung, über die wir monatlich berichten. Mit der Umstellung auf den 5G-Standard erwarten wir eine deutliche Erhöhung des Gesamtenergieverbrauchs. Wir senken jedoch weiter konsequent den Energieverbrauch pro Datenvolumen durch die Ablösung veralteter durch hocheffiziente Mobilfunktechnik. Zur Energieeffizienz trägt auch bei, dass wir in den nächsten Jahren die bestehende und gestärkte LTE-Infrastruktur für die Erweiterung um die 5G-Technologie nutzen werden. Mit der von uns gewählten Kenngröße können wir auch in Zukunft unsere Fortschritte im Bereich Energieeffizienz am besten messen und dokumentieren. Telefónica Deutschland will in den kommenden drei Jahren nahezu alle Mobilfunkstandorte mit Smart Metern zur elektronischen Erfassung des Stromverbrauchs ausstatten. Geplant ist die Ausrüstung von 25.000 Standorten, an denen die Möglichkeit des Zugriffs auf die Zähler besteht. Diese Technologie liefert ein Höchstmaß an Datentransparenz zum Energieverbrauch und bietet vielfältige Ansatzpunkte für ein kostenbewusstes und ökologisches Energiemanagement. Dazu zählen beispielsweise die Identifizierung von Verbrauchsabweichungen als Anzeichen für bevorstehende Ausfälle von Anlagenteilen und die vorausschauende Instandhaltung. Weitere Einsparungen im Jahr 2019 erreichten wir durch die Abschaltung der DSL-Hauptverteiler. Bezogen auf den 2015 registrierten Verbrauchswert von 54 GWh konnten nach Abschluss der Optimierungsmaßnahme im Jahr 2019 die kompletten 54 GWh eingespart werden.

Betriebliche Mobilität emissionsarm ausgerichtet

Um die Ziele im Bereich Mobilität zu erreichen, fördern wir über unsere Reiserichtlinie die gemeinsame Nutzung von Firmenwagen sowie den Umstieg auf die Bahn. So haben wir Zugreisen durch die Nutzungsfreigabe der 1. Klasse für Mitarbeiter noch attraktiver gemacht. Bei den Reisetätigkeiten haben wir ein detailliertes Monitoring auf Basis der Datenübermittlung der Reiseagentur sowie des Mobilitätsdienstleisters zur Verwaltung der Firmenwagenflotte etabliert. Die Inanspruchnahme von Bahnreisen, gemessen an gefahrenen Kilometern, hat 2019 gegenüber dem Vorjahr um 22% zugenommen, während die Nutzung von Flugreisen, ermittelt nach geflogenen Kilometern, um 19% abgenommen hat. Zur Erreichung unseres Ziels, der Senkung des durchschnittlichen CO2-Ausstoßes der ab 2020 zugelassenen Firmenwagen auf 95 g/km, verstärken wir kontinuierlich die Bonus-Malus-Regelungen bei der Auswahl neuer Firmenfahrzeuge, um zusätzliche Anreize zu einem verantwortlichen Verhalten der Mitarbeiter zu geben. Erste Gespräche über den Einsatz einer Ladeinfrastruktur zur Nutzung der Elektromobilität wurden aufgenommen. Der CO2-Ausstoß der Firmenflotte stieg 2019 im Vergleich zu 2018 um 6,1%.

Vielfältige Effizienzmaßnahmen in Gebäuden und Prozessen

O2 Tower in München
Auch in den Bereichen Energie und Klima handeln wir im Einklang mit den globalen Unternehmenszielen der Telefónica, S.A. Group. Wir unterstützen aktiv deren Ziele, den Stromverbrauch pro Datenvolumen bis 2025 um 85% zu senken und die Treibhausgasemissionen (Scope 1 und 2, jeweils in Bezug auf 2015) bis 2025 um 50% und bis 2030 um 70% zu senken. In der Lieferkette haben wir wesentliche Auswirkungen im Hinblick auf Treibhausgasemissionen und Energieverbrauch sowie Wasserknappheit und Luftverschmutzung identifiziert. Wir unterstützen das Ziel der Telefónica, S.A. Group, die konzernweiten Scope-3-Treibhausgasemissionen (bezogen auf 2015) in der Lieferkette bis 2025 um 30% pro eingekauftem Euro zu senken, und wollen dazu einen aktiven Beitrag leisten. Telefónica Deutschland arbeitet daher gezielt daran, auch die Energieversorgung ihrer eigenen betrieblichen Prozesse möglichst klimafreundlich und effizient zu gestalten. So liegt ein wichtiger Fokus darauf, den ökologischen Fußabdruck unserer Büros und Shops zu verringern. Dafür haben wir etwa den Altbau am Georg-Brauchle-Ring in München aufgegeben. Seit Juni 2018 arbeiten nun alle Münchener Mitarbeiter gemeinsam im Headquarter im O2 Tower. Dort setzen wir ein modernes Konzept des „Arbeitsplatz-Sharing“ um, über das wir unseren vorhandenen Büroraum auch energetisch effizienter nutzen können. Außerdem wird die Beleuchtung teilweise automatisiert über die Gebäudeleittechnik gesteuert, um unnötigen Energieverbrauch zu vermeiden. Für mehr Energieeffizienz im Gebäudemanagement sorgen wir auch am Standort Düsseldorf: Das dortige Rechenzentrum wird von zwei Blockheizkraftwerken mit Energie versorgt, so trägt der Standort wirksam zu einer Verbesserung unserer Energie- und Klimabilanz bei. Bis Mitte 2019 haben wir am Standort Düsseldorf die Flächennutzung um ein Drittel verringert und können Energie einsparen.

Energie- und Ressourceneffizienz am Berliner Telefónica Standort

Bei der Ressourcenschonung legen wir zudem besonderes Augenmerk auf die Energieeffizienz in unseren eigenen Prozessen. So haben wir 2019 in einem Pilotprojekt einen zentralen Standort mit neuester digitaler Gebäudeleittechnik ausgestattet. An diesem Knotenpunkt im Süden Berlins ist wichtige Technik für das Kernnetz des Unternehmens im Einsatz, welches das Rückgrat der mobilen Kommunikationsnetze bildet, viele regional verteilte Standorte in Deutschland verbindet und die Nutzerdaten der vielen Millionen Kunden transportiert. Für die Modernisierung wurden alle Bereiche von Grund auf neu geplant: von der Energieversorgung über die Klimatechnik bis hin zum Sicherheits- und Brandschutzkonzept. Potenzielle Netzausfälle fängt die unterbrechungsfreie Stromversorgung mithilfe einer Netzersatzanlage in Kombination mit einer Batteriepufferung weiterhin zuverlässig ab. Zusätzlich liefert modernste IoT-Technik auf Basis von Messsensoren fortlaufend wichtige Daten, um daraus Verbrauchsprognosen zu erstellen und Optimierungspotenziale abzuleiten. Das intelligente Energieverbrauchskonzept verbessert analog zum geringeren Energieverbrauch (rund 25%/ Monat) die CO2-Bilanz. Einen großen Anteil daran hat die umweltschonende Klimaanlagentechnik, welche die direkte Rückkühlung über die Außenluft ermöglicht.

Unsere Fokus-SDGs

Wir unterstützen durch innovative Technologien und den Ausbau von smarten digitalen Telekommunikationsnetzen die Energiewende. Auch in unserer Geschäftstätigkeit wollen wir durch Bezug von Grünstrom und klare Effizienzsteigerungen unseren Beitrag zum Klimaschutz leisten.