Etabliertes Umweltmanagement für ambitionierte Klimaziele

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Managementsysteme im Unternehmen verankert

Neben unserer Klimastrategie 2025 bildet unsere unternehmensweit verbindliche Umweltpolitik, welche zusätzlich durch eine Richtlinie zum nachhaltigen Energiemanagement gestützt wird, die Basis für alle Aktivitäten. Beide Richtlinien zielen auf unsere Betriebsabläufe in den Bereichen Netz, Büroflächen und Mobilität, auf den verantwortungsbewussten Einkauf sowie auf unser Produkt- und Dienstleistungsportfolio mit dem Schwerpunkt auf nachhaltigen Innovationen ab. Unsere Umweltpolitik ist gemäß ISO 14001 in der Umweltrichtlinie verankert. Sie hat insbesondere die Identifikation und Einhaltung aller relevanten Gesetze, Normen, Standards und sonstiger bindender Verpflichtungen zum Ziel. Unser Umweltmanagementsystem dient dazu, mögliche negative Umweltauswirkungen unserer Aktivitäten und Infrastrukturen zu verhindern und zu minimieren sowie insgesamt unsere umweltbezogenen Leistungen immer weiter zu verbessern. Weitere Vorgaben im Klima- und Umweltbereich haben wir in internen Richtlinien wie beispielsweise in unseren nachhaltigkeitsorientierten Einkaufsrichtlinien, in der Abfallrichtlinie oder der Reiserichtlinie verankert. Zudem bieten wir den Mitarbeitenden eine onlinebasierte Energie- und Umweltschulung an. Wir haben zudem eine eigene Energierichtlinie gemäß ISO 50001 im Unternehmen etabliert. Die Erstzertifizierung nach diesem Standard wurde 2016 durch eine externe Zertifizierungsstelle vorgenommen. Diese baut auf dem Umweltmanagement auf und präzisiert dessen Grundsätze im Bereich Energie. Die Bürostandorte von Telefónica Deutschland sind bereits seit 2004 nach der Umweltmanagementnorm ISO 14001 und der Qualitätsmanagementnorm ISO 9001 zertifiziert. In den Shops orientieren wir uns ebenfalls an der Norm ISO 14001. Um diese Prozesse zu steuern, haben wir intern Energie- und Umweltmanagementbeauftragte ernannt sowie je ein Umwelt- und Energiekomitee eingerichtet. Umweltbelange und -ziele sowie alle Maßnahmen werden jedes Jahr einer Managementreview unterzogen. Die Beauftragten berichten zu den Managementsystemen in Zusammenarbeit mit dem Qualitätsmanagementbeauftragten direkt an den Chief Executive Officer. Klima- und Umweltstrategien sowie Maßnahmen werden in den jeweils betreffenden Vorstandsbereichen Technology, Finance sowie Legal & Corporate Affairs erarbeitet und vom Vorstand gesamthaft beschlossen.
Unser Ziel der Verbesserung der Umweltleistung unseres Unternehmens sowie unserer Produkte und Dienstleistungen wollen wir vor allem durch eine systematische Performancebewertung anhand der definierten Ziele aus dem Responsible Business Plan 2020 erreichen. Zu unseren Zielen im Klimaschutz zählt u. a. die Senkung der direkten und indirekten CO2-Emissionen bis 2020 um 11 % (Basisjahr: 2015). Dieses Ziel hatten wir bereits 2019 erreicht und zum Ende des Jahres 2020 konnten wir unsere CO2-Emissionen weiter um insgesamt 39 % gegenüber dem Basisjahr 2015 senken. 2020 haben wir die Menge des eingekauften Grünstroms über die Menge des von uns direkt bezogenen Stroms gesteigert, sodass die indirekten Emissionen (Scope 2) nach marktbasierter Methode enorm gesunken sind. Ab 2021 wollen wir alle Standorte – auch wo Pauschalen im Strombezug berechnet werden – mit 100 % Grünstrom abdecken. Als Teil dieser Strategie weisen wir ab 2020 ebenfalls den Grünstrom aus, den wir an Technikstandorten mit gemeinsam genutzter Infrastruktur mit den Wettbewerbern beziehen. Als weiteres Ziel hatten wir uns gesteckt, den Energieverbrauch pro Datenvolumen (in GWh/PB) bis 2020 um 40 % (Basisjahr: 2015, 0,41 GWh/PB) zu reduzieren. Bereits im Vorjahr konnten wir das Ziel mit 59 % erreichen, im Jahr 2020 belief sich der Energieverbrauch pro Datenvolumen auf 0,12 GWh/PB. Der Anteil erneuerbarer Energien bezogen auf den Gesamtstromverbrauch ist weiter gestiegen und betrug 2020 96 %. In Bezug auf unsere Firmenwagen sollen die durchschnittlichen Flottenemissionen für die ab 2020 neu zugelassenen Firmenfahrzeuge auf 95 g CO2/km sinken. Pandemiebedingt ist im Berichtsjahr die Reisetätigkeit innerhalb von Telefónica Deutschland ungewöhnlich stark gesunken, was die Aussagefähigkeit des Wertes der weiteren indirekten Emissionen durch Geschäftsreisen (Flug- und Bahnreisen) im Vergleich zu den Vorjahren deutlich begrenzt. Das Unternehmen will jedoch generell Geschäftsreisen zwischen den Telefónica Standorten in Deutschland um etwa 70 % gegenüber 2019 reduzieren. Das entspricht einer Verringerung von rund 600 t CO2-Emissionen pro Jahr.