Telefónica setzt sich für UN-Klimaziel ein

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Bereits 2016 verpflichtete sich die Mobilfunkbranche als weltweit erster Industriezweig, die Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung zu unterstützen. In der UN-Agenda 2030 steht mit dem Ziel Nummer 13 auch der Klimawandel im Fokus. Seitdem ergreift die Branche vielfältige Sofortmaßnahmen, um gegen den Klimawandel und seine Auswirkungen vorzugehen. Diese Übernahme von Verantwortung für die Umwelt ist auch das Grundverständnis von Telefónica Deutschland.

Gemeinsames Engagement für den Klimaschutz

Wir binden unsere Stakeholder gezielt in unsere Aktivitäten ein. Das unterstreichen wir durch unsere Teilnahme am bundesweiten Dialogforum „Wirtschaft macht Klimaschutz“ oder auch im Rahmen des Umweltpakts Bayern. Ein weiteres Format ist der Klimapakt Münchner Wirtschaft. Hier tauschen wir uns mit anderen Großunternehmen und Mittelständlern mit Sitz in München regelmäßig und intensiv aus, um gemeinsam unsere Vorgehensweisen abzustimmen und im Sinne des Klimaschutzes auf die Politik der Stadt, aber auch bundesweit einzuwirken.

Energieeffizienz und CO2-Reduzierung im Fokus

Telefónica Deutschland verringert gezielt die Umweltauswirkungen ihrer Geschäftstätigkeit und möchte damit einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Die wesentlichen Umweltauswirkungen unserer Geschäftstätigkeit stellen der Energieverbrauch und die damit einhergehenden Treibhausgasemissionen dar. Diese wollen wir über klare Ziele reduzieren. Die Netzwerktechnik nimmt dabei mit 96% den größten Anteil am Stromverbrauch ein. In diesem Bereich stellen die Energiereduktionsziele mit Blick auf das Netzausbauprogramm (inklusive 5G) von Telefónica Deutschland eine große Herausforderung dar. Wir setzen auf verschiedene Bausteine, um Energie einzusparen und Treibhausgasemissionen zu reduzieren: Wir investieren in energieeffiziente Technik, nutzen erneuerbare Energien, fördern eine schadstoffarme Mobilität und bieten unseren Kunden zunehmend nachhaltige Produkte und Dienstleistungen an. Durch die Zielerreichung verbessern wir nicht nur unsere Umweltbilanz, sondern auch unsere Geschäftszahlen: Eine gesteigerte Energieeffizienz führt gegenüber 2016 bis 2020 im operativen Geschäftsbetrieb (OPEX) zu Einsparungen von voraussichtlich 15 Mio. EUR. Darüber hinaus arbeiten wir intensiv daran, in unseren eigenen Prozessen möglichst wenig natürliche Ressourcen zu verwenden und Abfall zu vermeiden. Die Erfassung und die Auswertung der relevanten Abfallmengen wer Energieeffizienz und CO2-Reduzierung im Fokus den mit der Einführung des Abfallmanagementsystems „GreTel“ unterstützt, das speziell für die Bedürfnisse von Telefónica Deutschland entwickelt wurde. Die geringen Mengen an gefährlichen Abfällen neben Elektronikschrott werden als nicht wesentlich angesehen, jedoch über unser Umweltmanagementsystem nach ISO 14001 erfasst und nach gesetzlichen Vorgaben zur Entsorgung bzw. zum Recycling weitergegeben. Unser Wasserverbrauch wird ebenfalls als nicht wesentlich eingestuft, da dieser nur in für Dienstleistungsunternehmen üblichem Maße in unseren Büros und Shops anfällt.

Managementsysteme im Unternehmen verankert

Die Basis für alle Aktivitäten bildet unsere unternehmensweit verbindliche Umweltpolitik, welche zusätzlich durch eine Richtlinie zum nachhaltigen Energiemanagement gestützt wird. Beide zielen auf unsere Betriebsabläufe in den Bereichen Netz, Büroflächen und Mobilität, auf den verantwortungsbewussten Einkauf sowie auf unser Produkt- und Dienstleistungsportfolio mit dem Schwerpunkt auf nachhaltigen Innovationen ab. Unsere Umweltpolitik ist gemäß ISO 14001 in der Umweltrichtlinie verankert. Sie hat insbesondere die Identifikation und Einhaltung aller relevanten Gesetze, Normen, Standards und sonstiger bindender Verpflichtungen zum Ziel. Unser Umweltmanagementsystem dient dazu, mögliche negative Umweltauswirkungen unserer Aktivitäten und Infrastrukturen zu verhindern und zu minimieren sowie insgesamt unsere umweltbezogenen Leistungen immer weiter zu verbessern.

Klimaschutz: Energieverbrauch

Wir haben eine eigene Energierichtlinie gemäß ISO 50001 im Unternehmen etabliert. Diese baut auf dem Umweltmanagement auf und präzisiert dessen Grundsätze im Bereich Energie. 2019 erfolgte eine Rezertifizierung des Energiemanagements nach der Norm ISO 50001 einschließlich der Bürostandorte und Shops. Die Bürostandorte von Telefónica Deutschland sind bereits seit 2004 nach der Umweltmanagementnorm ISO 14001 und der Qualitätsmanagementnorm ISO 9001 zertifiziert. In den Shops orientieren wir uns ebenfalls an der Norm ISO 14001, deren Anwendung durch interne Audits und nicht von externer Seite verifiziert wird. Um diese Prozesse zu steuern, haben wir intern Energie- und Umweltmanagementbeauftragte ernannt sowie je ein Umwelt- und ein Energiekomitee eingerichtet. Umweltbelange und -ziele sowie alle Maßnahmen werden jedes Jahr einer Managementreview unterzogen. Die Verbesserung der Umweltleistung unseres Unternehmens sowie unserer Produkte und Dienstleistungen wollen wir vor allem durch eine systematische Performancebewertung anhand der definierten Ziele aus dem Responsible Business Plan 2020 gewährleisten. Zu unseren Zielen im Klimaschutz zählt u. a. die Senkung der direkten und indirekten CO2-Emissionen bis 2020 um 11% (Basisjahr: 2015). Als weiteres Ziel haben wir uns gesteckt, den Energieverbrauch pro Datenvolumen (in GWh/PB) bis 2020 um 40% (Basisjahr: 2015, 0,41 GWh/PB) zu reduzieren. Bereits im Vorjahr konnten wir das Ziel mit 46% erreichen, im Jahr 2019 belief sich der Energieverbrauch pro Datenvolumen auf 0,17 GWh/PB. Durch den Einsatz neuer und energieeffizienter Technologien konnte der Wert somit weiter gesenkt werden. Trotz des Ausbaus unseres Netzes und des steigenden Datenvolumens streben wir an, dieses Niveau in Zukunft stabil zu halten. Der Anteil erneuerbarer Energien bezogen auf den Gesamtstromverbrauch ist weiter gestiegen und betrug 2019 84%. In Bezug auf unsere Firmenwagen soll die durchschnittliche Flottenemission für die ab 2020 neu zugelassenen Firmenfahrzeuge auf 95 g CO2/km sinken. Unser Ziel, die durch Geschäftsreisen verursachten CO2-Emissionen bis 2018 um 10% gegenüber dem Basisjahr 2015 zu senken, wurde mit einem Wert von 12% im betreffenden Jahr erreicht. 2019 konnten wir eine weitere Reduzierung um 20% erzielen.