Kompass für verantwortungsvolles Handeln

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Commitment

Wir handeln regelkonform im Hinblick auf alle Gesetze, gesellschaftlichen Richtlinien und Wertevorstellungen. Bis 2020 streben wir eine extern anerkannte Zertifizierung unseres Compliance-Management-Systems an.
Credits: Henrik Andree
Unser Ziel ist es, die Vertrauenswürdigkeit von Telefónica Deutschland zu bewahren und zu stärken. Dafür spielen die Integrität des Unternehmens und das Verantwortungsbewusstsein aller Mitarbeiter eine entscheidende Rolle. Sie bilden die Basis für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit unseren Kunden und Geschäftspartnern und gewährleisten damit eine hohe Reputation unseres Unternehmens. Die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben, internationaler Standards und interner Richtlinien ist für uns selbstverständlich. Die Geschäftsgrundsätze von Telefónica Deutschland sowie der Telefónica, S.A. Group dienen uns als weiterer Orientierungsrahmen. Diesen wiederum liegen u. a. die UN-Menschenrechtscharta und die Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (International Labour Organization) zugrunde, zu denen wir uns dezidiert bekennen. Unsere Geschäftsgrundsätze sind an Mitarbeiter, Geschäftspartner, Gesellschafter und die Gesellschaft als Ganzes gerichtet. Als verbindlicher Verhaltenskodex setzen sie Maßstäbe für die Teilnahme am Geschäftsleben. Den gesellschaftlichen Diskurs über Regeln und Gesetze im digitalen Zeitalter gestalten wir aktiv mit, beispielsweise durch das Digitale Manifest, um eine faire und nachhaltige Digitalisierung unserer Gesellschaft zu erreichen. Telefónica Deutschland möchte damit für eine verantwortliche Digitalisierung einstehen, die allen Menschen zugutekommt. Das Handeln nach den Prinzipien einer effizienten, nachhaltigen und transparenten Unternehmensführung ist für Telefónica Deutschland ein umfassender Anspruch. Entsprechend folgen wir den Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK). Der Corporate-Governance-Bericht, die Entsprechenserklärung zu den Vorgaben des DCGK sowie die Erklärung zur Unternehmensführung sind in unserem Geschäftsbericht veröffentlicht.

Null Toleranz gegenüber Korruption

Das Compliance-Management hat eine hohe Bedeutung für Telefónica Deutschland. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Thema Antikorruption – denn Korruptionsvorfälle können zu hohen finanziellen Schäden und erheblichen Reputationsschäden führen. Telefónica Deutschland lehnt grundsätzlich jede Form von Korruption ab und bekräftigt dies mit dem Zero-Tolerance-Commitment. Mit der Digitalisierung befinden sich auch die Geschäftsprozesse von Unternehmen im Wandel. Daher müssen Compliance-Management-Systeme (CMS) an die neuen Gegebenheiten angepasst werden, um mögliche Risiken wie Korruption, Wirtschaftskriminalität und Betrug verhindern oder aufdecken zu können. Wir streben bis 2020 eine externe Zertifizierung unseres CMS an.

Integriertes Compliance-Management-System

Es ist uns wichtig, das Vertrauen unserer Kunden zu wahren und auszubauen. Finanzielle Nachteile oder Reputationsschäden für unser Unternehmen durch Compliance-Verstöße sind unbedingt zu vermeiden. Wir haben deshalb ein integriertes CMS etabliert, das die Einhaltung unserer Vorgaben sicherstellt. Zu den Schwerpunkten unseres CMS zählt neben der Bekämpfung von Korruption ebenso die Vermeidung von unlauterem Wettbewerb und Interessenkonflikten. Die Gesamtverantwortung dafür liegt beim Director Integrity Services, der an den Chief Officer Legal and Corporate Affairs berichtet. Vorstand und Aufsichtsrat von Telefónica Deutschland werden regelmäßig über die Compliance-Aktivitäten informiert, vor allem hinsichtlich der Weiterentwicklung des CMS. Wir tolerieren keinerlei Korruption sowie keinerlei Form von Bestechung bzw. Bestechlichkeit. Jeder Verdachtsfall wird sorgfältig untersucht. Nachgewiesene Vorwürfe werden konsequent verfolgt und entsprechend sanktioniert. Das System hilft unternehmensweit, Korruptionsfälle zu erkennen und durch geeignete Maßnahmen so weit wie möglich zu verhindern. Wir definieren dabei Korruptionsfälle als jede Form des Missbrauchs der beruflichen Stellung zur Verschaffung unzulässiger materieller oder immaterieller Vorteile. Im Berichtsjahr 2019 wurden uns drei Verdachtsfälle bezüglich korrupter Handlungen gemeldet, die Gegenstand von internen Untersuchungen waren. In keinem dieser drei Fälle konnte der Verdacht bestätigt werden.

Unsere Fokus-SDGs

Wir streben innerhalb aller internen und externen Prozesse die Einhaltung von Gesetzen, gesellschaftlichen Regulationen und Werten ein. Darüber hinaus setzen wir uns für einen neuen Digitalen Pakt ein, damit alle Menschen von der Digitalisierung profitieren.

Stakeholder in Prävention einbeziehen

Um die Compliance-Maßnahmen umsetzen zu können, ist eine enge Einbindung unserer Mitarbeiter unerlässlich. Dies erreichen wir durch Aufklärungskommunikation sowie Umfragen und Trainings. Auch für unsere Geschäftspartner bzw. Lieferanten gelten verbindliche Vorgaben wie etwa der Supplier Code of Conduct oder die Antikorruptionserklärung, denen im Auftragsprozess zugestimmt werden muss. Um unsere Mitarbeiter für dieses wichtige Thema zu sensibilisieren, führen wir regelmäßig Compliance- Trainings auf Online-Basis durch. Diese sind für alle Mitarbeiter im dreijährigen Turnus verpflichtend. Unser Schulungskonzept überprüfen wir kontinuierlich und passen es an jeweils aktuelle Entwicklungen und den Bedarf an. Unsere Führungskräfte der obersten Leitungsebene werden zudem jährlich auf die Einhaltung der Geschäftsgrundsätze und der Antikorruptionsrichtlinie verpflichtet. In diesem Jahr haben wir das obligatorische Online-Training zu unseren Geschäfts- grundsätzen komplett neu aufgesetzt. Das Training beinhaltet Themen von Datenschutz und Wettbewerbsverhalten über ein spezielles Schwerpunktkapitel zu Antikorruption bis hin zu umweltrelevanten und menschenrechtlichen Aspekten. Zudem haben wir unseren Mitarbeitern ein überarbeitetes verpflichtendes Training zum Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) bereitgestellt. Darüber hinaus findet eine regelmäßige Kommunikation zu korruptionsrelevanten Themen statt, z. B. über Mailings oder das Intranet. Bei Bedarf berät die Compliance-Abteilung Mitarbeiter oder Gremien, wie etwa den Betriebsrat, zu allen Fragen ethischen und integren Verhaltens. Wir nehmen anlassbezogene und prozessbegleitende Prüfungen und Beratungen hinsichtlich möglicher Compliance-Risiken vor. Die Abteilung Internal Audit sowie externe Prüfer kontrollieren regelmäßig das CMS sowie unsere Maßnahmen zur Verhinderung von Korruption. Auch unsere Mitarbeiter werden zur Qualität und Effektivität des CMS befragt. Zusätzlich organisieren wir die Durchführung eines Assessments für Korruptionsrisiken bei Telefónica Deutschland.
Zu den wichtigsten Compliance-Themen im täglichen Handeln haben wir ergänzend klare Richtlinien und Vorgaben definiert. Neben den Geschäftsgrundsätzen zählen dazu auch die Richtlinie zu Korruptionsprävention und Kartellrecht sowie Richtlinien zum Umgang mit Einladungen, Geschenken, Interessenkonflikten und Incentives. Daneben gelten Regelungen für die Beschaffung von Dienstleistungen, so etwa die Verfahrensanweisung zum Umgang mit Dienstleistern. Telefónica Deutschland hat einen unabhängigen Rechtsanwalt als Ombudsmann für Korruptionsbekämpfung berufen. Dieser nimmt vertrauliche Hinweise auf Korruption und andere kriminelle Vorgänge wie z. B. Betrug und Untreue sowie auf kartellrechtliche Verstöße entgegen. Durch die anwaltliche Verschwiegenheitspflicht ist sichergestellt, dass die Identität eines Hinweisgebers nicht offenbart wird. Von ihm gegebene Hinweise werden nur nach ausdrücklicher Zustimmung an das Unternehmen weitergegeben. Auch die Kontaktaufnahme über diese Confidential Helpline ist bereits geschützt.

KONTAKT

Ombudsmann für Korruptionsbekämpfung: www.telefonica.de/ombudsmann

Einsatz für Menschenrechte und Chancengleichkeit

Unser Integritätsverständnis geht über Compliance hinaus, so z. B. in Bezug auf Soft Laws und digitale Menschenrechte. Wir wollen die Menschenrechte entlang unserer Wertschöpfungskette achten und schützen und bekennen uns in unseren Geschäftsgrundsätzen zur Menschenrechtserklärung der Vereinten Nationen und zu den Erklärungen der ILO. Jede Form der Kinder- oder Zwangsarbeit lehnen wir ab und respektieren das Recht auf Zugehörigkeit zu einer gewerkschaftlichen Organisation. Wir treten ein für Chancengleichheit und Gleichbehandlung aller Menschen unabhängig von Hautfarbe, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion, Geschlecht oder sexueller Orientierung. Unsere Haltung haben wir in einer eigenen „Grundsatzerklärung zur Achtung der Menschenrechte“ zusammengefasst und klar zum Ausdruck gebracht. Um die Einhaltung von gesetzlichen Vorgaben und internen Richtlinien sicherzustellen, nutzen wir unser integriertes CMS. Gemeinsam mit unseren Lieferanten setzen wir uns für den Schutz der Menschenrechte in der Lieferkette ein. Unsere Supply Chain Sustainability Policy (SCSP) adressiert das Thema und formuliert strenge Vorgaben. Weitere Informationen zu unserem Engagement in der Lieferkette und zu Menschenrechten beschreiben wir detailliert unter „Lieferantenmanagement“. Unsere Maßnahmen zielen darauf ab, die mit unserer Geschäftstätigkeit verbundenen Menschenrechtsrisiken konsequent weiterzuminimieren. Damit wollen wir auch die Vorgaben des Nationalen Aktionsplans Wirtschaft und Menschenrechte (NAP) wirksam erfüllen. Als Basis dafür dienen uns eine detaillierte Risikoanalyse der Menschenrechtssituation und die Ableitung entsprechender Handlungsfelder. Für die Steuerung des Themas im Unternehmen und im Verhältnis zu unseren Geschäftspartnern wurde eine Human Rights Policy von Telefónica Deutschland etabliert.
Darüber hinaus gibt es einen Beschwerdemechanismus einschließlich des Meldekanals . Weitere Informationen stellen wir auf unserer Website unter www.telefonica.de/menschenrechte zur Verfügung.

KONTAKT

Kontakt für Menschenrechte