Praxistest:Bundesminister Andreas Scheuer besucht „5G ConnectedMobility“-Testfeld in Bayern

Marcus Thurand, Vice President Implementation & Engineering bei Telefónica Deutschland, im Gespräch mit Bundesminister Andreas Scheuer am 5G ConnectedMobility-Standort Greding.
Ob auf der Schiene, der Straße oder in der Luft – die neue Mobilfunk- und Netztechnologie 5G wird die Mobilitäts- und Verkehrskonzepte der Zukunft grundlegend prägen. Bei einem Besuch der 5G-ConnectedMobility-Initiative, an der auch Telefónica Deutschland beteiligt ist, hat sich der Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Andreas Scheuer, von den verschiedenen Einsatzmöglichkeiten der 5G-Technologie im Verkehrssektor überzeugt. Für die Initiative haben das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) und der Freistaat Bayern einen Teil des Digitalen Testfelds zur Verfügung gestellt, das 2015 auf einem Teilabschnitt der Autobahn A9 eingerichtet wurde. Am 8. Februar besuchte Bundesminister Andreas Scheuer das rund 30 Kilometer lange Testfeld zwischen Nürnberg-Feucht und Greding, um sich über den aktuellen Entwicklungsstand des Projektes 5G-ConnectedMobility informieren zu lassen. Begrüßt wurde er dabei von Vertretern der Konsortialpartner.

5G bringt die Schiene in Richtung Zukunft

Bundesminister Andreas Scheuer in der Praxis – die Konsortialpartner demonstrieren Network Slicing mit 5G im Advanced Train Lab der Deutschen Bahn
Auf einer Fahrt mit dem Advanced TrainLab der Deutschen Bahn, einem für die Verwendung in Forschungsprojekten umgerüsteten ICE, unterrichteten die Projektbeteiligten den Minister über das „Network Slicing“ unter 5G. Die Besonderheit hierbei ist das Aufteilen eines physikalischen Netzes in verschiedene Teilnetze mit verschiedenen Anforderungen an die Übertragung. So simulierten die Experten eine zeitlich kritische Kommunikation auf einem speziell abgesicherten Teilnetz, während gleichzeitig eine andere, datenintensive Übertragung für Entertainment-Anwendungen das System forderte. Dieser „Stresstest“ ist nur ein Beispiel von vielen. Es zeigt aber: Auf Grundlage von 5G können die Daten zahlreicher Sensoren an Zügen und Bahninfrastrukturanlagen deutlich schneller übermittelt werden. Dies wiederum steigert die Zugtaktung auf der Schiene und verbessert die Qualität des Gesamtsystems.

Konnektivität in der Luftfahrt und auf dem Boden

Bundesminister Andreas Scheuer staunt über einen Drohnenflug per 5G im Rahmen des Projekts 5G ConnectedMobility bei Sindersdorfer Hof
Autonome Flugtaxen, aus denen heraus der Fluggast telefonieren kann, oder ferngesteuerte Drohnen, die per Video die Infrastruktur überwachen – es sind viele Szenarien denkbar, die mit Hilfe der neuesten Mobilfunktechnologie möglich werden. Im Zuge einer Demonstration auf einem freien Feld bei Sindersdorf wurde eine Drohne in einer Höhe von 300 Metern via Mobilfunk vernetzt. Unter anderem zeigte der Projektpartner Airbus, wie sich per Datenübertragung von der Drohne zur Leitstelle künftig die Steuerung der Drohne oder Videostreaming in Echtzeit realisieren lässt. Airbus stuft 5G als eine wichtige Technologie für die Zukunft der Mobilität ein. 5G bietet Vorteile für den Betrieb kommerzieller Drohnen und ist auf dem Weg ein relevanter Faktor für Urban Air Mobility (UAM) zu werden. UAM ist ein Ansatz, um aufkommenden Verkehrsproblemen in verschiedenen Bereichen (wie zum Beispiel Paketlieferungen und Passagiertransport) entgegenzuwirken. Zusammen mit dem 5G-ConnectedMobility-Konsortium hat Airbus das Network Slicing für einen zuverlässigen Betrieb im Bereich der Urban Air Mobility erfolgreich getestet. Abschließend erfuhr der Minister in einem Reisebus auf einem weiteren Abschnitt der A9, welche Vorteile 5G für die Lokalisierung und Positionsermittlung von Fahrzeugen mit sich bringt und welche Netzauslastungen bei verschiedenen Fahrgeschwindigkeiten möglich sind.

5G Projekt nutzt Mobilfunkstandorte von Telefónica Deutschland

Andreas Scheuer lernt 5G in allen Facetten kennen – so zum Beispiel auf der A9 während einer Testfahrt
Das 5G Testnetz nutzt entlang der A9 und der parallel verlaufenden ICE-Strecke unter anderem Mobilfunkstandorte von Telefónica Deutschland. Angebunden werden diese über eine Glasfaserinfrastruktur von Vodafone. Gemeinsam demonstrierten die Partner auf diese Weise, dass zum Beispiel die Bahn in Zukunft ihre Züge mit 5G noch effizienter steuern und ihren Passagieren ein besseres Bordnetz liefern kann. Hier zeigt sich: Der Ausbau von 5G in Deutschland gelingt am besten mit starken Partnern, die massiv in Deutschlands Infrastruktur und Digitalisierung investieren. „Wir beteiligen uns in verschiedenen 5G-Projekten intensiv an der Einführung des neuen Mobilfunkstandards. Insbesondere anhand des 5G Connected Mobility-Projekts ist die hervorragende Zusammenarbeit von Industrie und Netzbetreiber auf diesem Feld zu sehen. Wir sind überzeugt, dass wir mit 5G zum Digital Champion auf dem deutschen Markt werden“, erläutert Gerald Huber, bei Telefónica Germany verantwortlich für die technische Einführung von 5G. „Schon bei der Gründung des 5G-ConnectedMobility-Konsortiums haben wir den Fokus auf die industrieübergreifende Zusammenarbeit gelegt“, erläutert Stefan Koetz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Ericsson GmbH. Das Unternehmen tritt als Projektführer auf. „Als führendes Unternehmen im Bereich der 5G-Entwicklung haben wir die Möglichkeit, die neuesten technologischen Innovationen mit unseren Partnern in einer realen Anwendungsumgebung zu testen. Unsere gemeinsamen Demonstrationen umfassen jetzt die Bereiche Schiene, Straße und Luft – das ist weltweit einmalig.“

Über 5G-ConnectedMobility

5G-ConnectedMobility schafft auf dem „Digitalen Testfeld Autobahn“ eine dedizierte Netzinfrastruktur und eine reale Anwendungsumgebung, um insbesondere Tests in den Bereichen Fahrzeug-zu-Fahrzeug-Kommunikation, Fahrzeug-zu-Infrastruktur-Kommunikation und Digitalisierung der Eisenbahninfrastruktur mit 5G-Technologie durchzuführen. Die Teststrecke umfasst einen rund 30 Kilometer langen Bereich der Bundesautobahn A9 sowie der Bahnschnellfahrstrecke zwischen den Anschlussstellen Nürnberg-Feucht und Greding in Bayern. Mitglieder des 5G-ConnectedMobility-Projektes sind Ericsson, BMW Group, Deutsche Bahn, die drei Mobilfunkanbieter Deutsche Telekom, Telefónica Deutschland und Vodafone, das 5G Lab Germany an der Technischen Universität Dresden sowie die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) und die Bundesnetzagentur (BNetzA). Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) sowie die Autobahndirektion Nordbayern unterstützen das Projekt. Das Ziel von 5G-ConnectedMobility ist die Stärkung der 5G-Forschung und 5G-Entwicklung (F&E) in Deutschland und in Europa, sowie die Einbringung der technischen Anforderungen verschiedener Industrien in Deutschland in die internationalen 5G-Standardisierungsaktivitäten.

Autor: Jörg Borm

Manager Corporate Communications | Jörg Borm hat als Diplom-Ingenieur der Elektrotechnik zunächst einige Jahre selbst den Netzausbau aktiv vorangetrieben, bevor er die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für E-Plus auf regionaler Ebene aufbaute und leitete. Sein fundiertes Wissen aus den Bereichen Kommunikation, Politik, Verwaltung und seine Erfahrungen aus vielen Ratssitzungen und Bürgerveranstaltungen bringt er seit 2006 als Pressesprecher des Unternehmens auch national ein. Er ist aktuell verantwortlich für den redaktionellen Themendienst Verbraucher & Service, die regionale Kommunikation, die Themen Umwelt und Technik (CSR) sowie die Vertriebskommunikation. Außerdem ist er Experte in Sachen Roaming.

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