Mobilfunk und Schutz der Gesundheit

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Gesundheit der Menschen und Aufklärung im Mittepunkt

Die Gesundheit unserer Kunden, der Anwohner und unserer Techniker zu schützen, hat für uns Priorität. Dazu zählt zum einen die Einhaltung der Grenzwerte unserer Mobilfunkbasisstationen, die von der Bundesnetzagentur geprüft werden. Außerdem stellen wir die Einhaltung der elektromagnetischen Grenzwerte bei den von uns vertriebenen Handys sicher. Unsere Kunden können sich hierüber auf unseren Kanälen informieren oder sich beraten lassen. Schon 2001 ist Telefónica Deutschland diesbezüglich eine Selbstverpflichtung gegenüber der Bundesregierung eingegangen. Durch externe Gutachten wird die Erfüllung der Auflagen kontinuierlich überprüft. So führt das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) bereits seit 2002 im Auftrag des Informationszentrums Mobilfunk (IZMF e. V.) regelmäßige Umfragen und Untersuchungen zum Thema Mobilfunk in Städten und Gemeinden durch. Im Juni 2020 wurde dazu bereits das elfte Gutachten vom Difu veröffentlicht. Die Umsetzung der politisch geforderten flächendeckenden Versorgung mit Mobilfunk – insbesondere die Frequenzauflagen für den Ausbau im ländlichen Raum – verlangt bis mindestens 2024 den Neubau zahlreicher Mobilfunkstandorte. Daneben führt die Etablierung des 5G-Standards in einigen Arealen zum Neubau von Standorten mit teilweise höheren Frequenzen und mit geringerer Reichweite. Der Standortausbau steigt somit gegenüber den vergangenen Jahren überproportional an. Diese Entwicklungen sind anlassgebend für die Sorge vor Gesundheitsrisiken durch Funkwellen, die in Öffentlichkeit und Medien artikuliert wird. Auch die Bürger sehen hier Informationsbedarf: So fühlen sich nur 22,5 % der Teilnehmer einer vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) durchgeführten Umfrage ausreichend von offiziellen Stellen über die Auswirkungen elektromagnetischer Felder im Zusammenhang mit dem Mobilfunk informiert. Fast die Hälfte der Befragten sehen sich vor diesem Hintergrund nicht ausreichend geschützt. Diese Sorge der Menschen nehmen wir sehr ernst und arbeiten weiterhin daran, die Bevölkerung bestmöglich mit Informationen zu versorgen. Bei elektromagnetischen Feldern, die durch Antennen von Mobiltelefonen und Mobilfunk-Basisstationen erzeugt werden, lassen sich, bei Einhaltung der gesetzlich definierten Grenzwerte, keine gesundheitlich schädlichen Auswirkungen auf den menschlichen Körper nachweisen (BMU). Zur Wirkung der elektromagnetischen Felder im vom Mobilfunk genutzten Frequenzbereich gibt es eine sehr große Anzahl an wissenschaftlichen Untersuchungen. Diese sind weitestgehend auch für die derzeit für 5G zur Verfügung stehenden Frequenzen aussagekräftig: Innerhalb der gültigen Grenzwerte und bei Einhaltung der an Mobiltelefone gestellten Anforderungen gibt es demnach keine bestätigten Belege für eine gesundheitliche Wirkung des Mobilfunks. Die Grenzwerte sind in der Verordnung über elektromagnetische Felder (26. Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes) festgelegt. Um die geltenden Grenzwerte weiterhin abzusichern, wird das BfS die Verteilung der Exposition für die Bevölkerung sowie eventuelle biologische und gesundheitliche Wirkungen der noch wenig erforschten Frequenzbänder (bei 26 Gigahertz und höher) gesondert untersuchen. Die Einschätzung zur gesundheitlichen Unbedenklichkeit des Mobilfunks wurde 2020 auch vor der Internationalen Kommission für den Schutz von nicht-ionisierender Strahlung (ICNIRP) bestätigt. Diese hat nach umfangreichen Forschungs- und Dialogprozessen aktualisierte Richtlinien herausgegeben, die den Gesundheitsschutz insbesondere bei hochfrequenten elektromagnetischen Feldern gewährleisten, die auch im Rahmen von 5G zum Einsatz gelangen und von uns eingehalten werden. Telefónica Deutschland kann für ihr 4G- und 5G-Netz Mobilfunkfrequenzen im Bereich von 700 MHz bis 3.700 MHz nutzen – Frequenzen, die bereits seit Jahren gut erforscht wurden. Neue Frequenzbereiche bei 26 GHz oder 40 GHz sollen erst in wenigen Jahren zum Einsatz kommen und werden bereits intensiv erforscht. Unser erklärtes Ziel ist es, einerseits die vielfältigen Chancen von 5G für Gesellschaft und Verbraucher zu vermitteln und gleichzeitig angemessen zu berücksichtigen, dass Menschen zahlreiche Fragen zum Thema Mobilfunk und Gesundheit haben. Zu diesem Themenfeld stellen wir daher umfangreiche Informationen zur Verfügung. Dies ist allerdings eine Aufgabe, die die Unternehmen nicht allein leisten können, da dabei auch Fragen der Unabhängigkeit und Objektivität berührt werden. Daher begrüßen wir den von der Bundesregierung 2020 initiierten Aufbau eines Kompetenzzentrums Elektromagnetische Felder (EMF) und die gestartete Kommunikationsinitiative „Deutschland spricht über 5G“.
Enger Austausch mit Kommunen und Politik
Informationszentrum Mobilfunk als zentrales Wissensportal